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Was ist der Salzburger Almsommer?

Der Salzburger Almsommer - von der gelebten bäuerlichen Tradition bis zum perfekt zugeschnittenen Urlaubsvergnügen im SalzburgerLand.

Seit Jahrhunderten ist der Almsommer fester Bestandteil im Jahresablauf der Bauern, die in den warmen Sommermonaten ihr Vieh auf die saftigen Hochweiden der Berge führen. Doch der Salzburger Almsommer ist heute nicht nur bäuerliche Tradition, sondern auch erstklassig wanderbares Urlaubsvergnügen! Speziell zugeschnittene Angebote für unvergessliche Aufenthalte im Tal oder auf urigen Berghütten, Pauschalen und Veranstaltungen führen die Wanderer mitten hinein in die Almenwelt des SalzburgerLands.

Rund 1.800 bewirtschaftete Almen und über 550 Almhütten sorgen im SalzburgerLand für eine, im gesamten Alpenraum, einzigartige Almendichte. Von den Sennern und Hüttenwirten selbst erzeugte Produkte wie Brot, Käse und Butter und regionale Köstlichkeiten werden den hungrigen Wanderern angeboten. Besonders authentisch ist das Almleben auf einer der 170 zertifizierten und qualitätsgeprüften Almsommer-Hütten. Auch speziell ausgewählte Übernachtungs-Partnerbetriebe vom Hotel bis zum Privatzimmer garantieren einen rundum gelungenen Almsommerurlaub.

Die Entstehung des Almsommers

Von jeher trieben die Bauern ihr Vieh im Frühsommer auf die Hochalmen. Dort versorgten Senner und Hirten die Herden von Juni bis Ende September. So kehrte im Bauernhof im Tal Ruhe ein und es blieb Zeit für die Bewirtschaftung der Felder und die Heuernte. Hoch oben am Berg startete der Tag des Senners immer schon sehr früh, wenn er die Kühe bei Tagesanbruch von der Weide zum Melken holte. Die frische Milch wurde von den Almleuten zu g’schmackiger Almbutter gerührt oder mit viel Erfahrung und Liebe zum würzigen Almkäse verarbeitet. Selbst die im Erdkeller gereiften Käselaibe wurden dann beim Almabtrieb ins Tal getragen. Bei der anstrengenden Bergmahd schnitten die Senner mit Sensen das Gras der saftigen Berghänge und lagerten das Heu als Winterreserve fürs Vieh in Stadln.

Herzliche Bewirtung

Zufällig vorbeikommende Wanderer wurden immer schon gerne mit den selbst erzeugten Produkten bewirtet und kamen so in den Genuss von frisch gebackenem Brot mit Butter, einem Glas kalter Buttermilch, würzigem Käse und vielleicht sogar einer Scheibe vom selbst geselchten Speck. Und über die Jahre entdeckten immer mehr ihre Liebe zum Wandern, und mit dem Aufkommen des Bergtourismus wurden aus den Unterkünften der Senner urige Jausenstationen und bewirtschaftete Almhütten. An der herzlichen Gastfreundschaft hat sich über die vielen Jahre der Almwirtschaft nichts geändert. Um den Almsommer für alle Urlauber noch besser erlebbar zu machen, entstand im Jahr 2004 die Dachmarke „Salzburger Almsommer“.

Bewahrer der Kulturlandschaft

Die Aufgabe der Senner ist über die Jahrhunderte gleich geblieben, denn auch heute noch begleiten und hüten sie das Vieh vom Auftrieb im Juni bis zum feierlichen Almabtrieb im September. Die Kühe leisten dabei ganz nebenbei einen wichtigen Dienst als Landschaftspfleger, denn sie halten durch ihr Grasen die Almen waldfrei. Der Senner entfernt zudem per Hand verholzte Pflanzen beim jährlichen Schwenden der Weideflächen. Ohne Almwirtschaft wären die Berge heute durchgehend bewaldet, und so manche Pflanze, wie die von den Sennern „Jagabrot”  genannte Silberdistel, fände keinen geeigneten Lebensraum mehr. Eine wertvolle und abwechslungsreiche Kulturlandschaft ginge ohne den Almsommer innerhalb weniger Generationen verloren.

Der Salzburger Almsommer Experte

Herbert Gschwendtners Leidenschaft sind die Berge. Der Pongauer war selbst 24 Jahre lang Hüttenwirt am Matrashaus in Mühlbach am Hochkönig sowie der Dr.-Heinrich-Hackel-Hütte in Werfenweng und kaum einer erzählt mit so viel Herzblut und Leidenschaft vom Almleben im SalzburgerLand. Als Fernsehmoderator und Journalist gestaltete Herbert Gschwendtner in über zwei Jahrzehnten rund 200 Kurzfilme und mehr als 1.000 Wander-Tipps. Sein Insiderwissen über den Salzburger Almsommer und das Leben am Berg kann man auch in einem seiner vielen Bücher nachlesen. Im folgenden Interview erzählt der Almsommer-Experte und Botschafter der Salzburger Volkskultur über seine Liebe zum Salzburger Almsommer.

 

Der Salzburger Almsommer in Zahlen und Fakten
  • 100 Tage dauert der Almsommer von Almauf- bis Almabtrieb
  • 2004 entstand die Dachmarke „Salzburger Almsommer“
  • 1.800 bewirtschaftete Almen und über 550 Almhütten 
  • 106 Almsommer-Partnerbetriebe
  • 350 Kilometer, 31 Etappen, 120 Almen: der Salzburger Almenweg
  • 10 zertifizierte Sommerbahnen bieten höchste Qualität und Themenschwerpunkte
  • 170 zertifizierte Almsommerhütten 
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