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Urlaub auf der Alm

Raufkommen (auf den Berg) zum Runterkommen (von der Hektik des Alltags)

Ein echtes Hochgefühl bietet eine Übernachtung auf einer urigen Almhütte. Schon der Tagesanbruch wird musikalisch vom Bimmeln der Kuhglocken begleitet, und mit einem Schritt vor die Hüttentür ist man mittendrin im grenzenlosen Freiheitsgefühl der Berge. Mit einem herzhaften Gähnen atmet man schon den Duft der würzigen Alpenkräuter ein, und beim Strecken der Gliedmassen hat man das Gefühl, das ganze Bergpanorama umarmen zu können. Der Bergurlaub wirkt entschleunigend und jene, die „Auffikumman zum Owakemma“ werden die gesunde Wirkung eines Aufenthalts auf den Almen im SalzburgerLand spüren.

In der Morgensonne schmeckt das Frühstück mit Produkten von der Alm gleich noch mal so gut. Mit der „Zivilisation“ ist auch der Alltag weit entfernt. Das Leben richtet sich nicht nach der Uhr, sondern nach der Natur! So bricht man gemütlich zu einer Wanderung auf. Oder man macht es sich auf der hölzernen Hausbank mit einem guten Buch gemütlich. Man spielt mit den Schmetterlingen auf der Almweide fangen oder genießt einfach nur die Abgeschiedenheit und die Weite des Berges. Egal ob urige Selbstversorgerhütte mit Plumpsklo, offener Feuerstelle und romantischem Kerzenlicht, bewirtschaftete Hütte mit Übernachtungsmöglichkeit oder komfortables Almdorf und Chalet mit luxuriösem Service, Wellness und Kulinarik. Das Hochgefühl dieses Bergerlebnisses ist in jeder Kategorie einzigartig.

Aus dem Hüttenleben

Für die Hüttenwirte, die den ganzen Sommer lang am Berg die Stellung halten, um ihre Gäste mit der typischen herzlichen Gastfreundschaft zu bewirten und ihnen einen gemütlichen Schlafplatz hoch oben unterm Gipfelkreuz anzubieten, sind die Tage oft lang und erfüllt. Klare Fernsicht, lohnende Aussichten und lockende Gipfeltouren rufen die Bergfexe schon früh aus den Betten. In der Stube werden sie schon von frischem Kaffeeduft empfangen. Die Hüttenwirte haben bereits in aller Frühe ein leckeres Frühstück gezaubert, damit die Wanderer gestärkt zu ihrer Tour aufbrechen können. Bei der Rückkehr sind die gemütlichen Betten bereits gemacht, in der Küche wird emsig gekocht und gebacken, um die leeren Energietanks der Gäste wieder aufzufüllen. Abends sitzt man gesellig mit dem Hüttenwirt am Tisch und erzählt von seinen Bergabenteuern oder lässt sich spannende Geschichten vom Alltag am Berg erzählen.

Durchdachte Logistik

Für die engagierten Hüttenwirte ist dieser Gastbetrieb hoch über dem Talboden jedoch mit einem teilweise großen organisatorischen Aufwand verbunden. Dieser bleibt dem Auge des Einkehrenden meist verborgen. Nicht immer sind die Hütten mit Fahrzeugen erreichbar. Trotz der durchdachten Eindeckung des Lagers zu Saisonstart ist für frische Lebensmittel und Nachschub oft die Materialseilbahn oder der Rucksack die versorgende „Nabelschnur“ zur Zivilisation. Was im Gasthaus im Tal als völlig selbstverständlich betrachtet wird, ist in exponierter Lage der Bergregionen oft nur mit großem Mehraufwand und durchdachter Logistik zu bewerkstelligen. Viele Besucher erzeugen auch einiges an Müll. Im sensiblen Vegetationsbereich der Almen wird auch diesem Thema natürlich besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Der Abfall wird gesammelt, getrennt und ins Tal transportiert. Meist werden die Almsommerhütten durch frisches, klares Quellwasser versorgt. Diese Quellen müssen ständig gewartet und überprüft werden.

Pärchen rastet vor der Almütte

© SalzburgerLand Tourismus – Urlaub auf der Alm

Erfüllende Almarbeit

Da viele Hüttenwirte auch eine Landwirtschaft betreiben, sind zu Sommerbeginn ihre Kühe, Schafe und Pferde mit auf die Alm übersiedelt. Das zur Alm gehörige Vieh muss betreut werden. Die Kälber werden auf der Weide mit Salz angelockt und gezählt, damit keines der Tiere verloren geht. Die Milchkühe werden täglich zum Melken in den Stall geführt. Oft stehen sie schon leise muhend zur Melkzeit vor der Stalltür und warten auf ihren Melker. Große und kleine Übernachtungsgäste können den Hüttenwirten gerne zur Hand gehen und auch bei der Erzeugung der eigenen Almprodukte über die Schulter blicken.

Mithelfen im Urlaub auf der Alm

Die frische Milch wird zu Butter, Käse und Joghurt verarbeitet. Die Produkte werden mit frisch gepflückten Kräutern verfeinert. Wenn die Gräser auf den Almen in voller Blüte stehen, ist es für die Hüttenwirte auch Zeit, mit den Sensen zur Bergmahd auszurücken. Sie müssen reichlich Heuvorräte für den Winter anlegen. Gäste sind beim Rechen des trockenen Grases immer gern gesehen. Nach einem anstrengenden Tag auf den steilen Berghängen ist erholsamer Schlaf garantiert. Das Leben auf der Almhütte ist oft entbehrungsreich. Doch fragt man die Hüttenwirte, ob sie sich eine Zukunft ohne Almsommer vorstellen können, dann erntet man mit Sicherheit vehementes Kopfschütteln. Sie werden antworten, dass das Arbeiten auf der Alm im Gleichklang mit der Natur erfüllender sei als alles, was sie vom Leben im Tal kennen.

Wer nun selbst Lust auf den „Arbeitsplatz Alm“ bekommen hat und einen Sommer lang als Helfer auf einer Hütte im SalzburgerLand mitwirken möchte, findet im SalzburgerLand Magazin interessanten Lesestoff zu diesem Thema.

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