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Geschichte der Salzburger Almkultur

Von verarmten Bergbauern zur erfolgreichen Bergtourismusdestinationen

Das SalzburgerLand gilt als Sehnsuchtsdestination für Bergfreunde, Wanderer und Radfahrer, Familien und Naturliebhaber. Die authentische Gastfreundschaft, die gelebte Tradition, die Sicherheit und die intakte Natur in allen ihren Facetten wird geschätzt.

Doch bevor der Tourismus mit der Reisefreudigkeit der Menschen in Salzburg Einzug hielt, war das Land um 1800 eine nach den Kriegen und Herrschaftswechseln verarmte Region. Die Landwirtschaft sicherte vor allem in den abgelegenen Tälern das Einkommen und das Überleben. Das bewirtschaftete Land und das Vieh waren der größte Schatz der Bauern, der geachtet, gepflegt und gehegt wurde.

Von der Sommerfrische zum Almtourismus

Erst das Kaiserpaar Franz Joseph I. und Elisabeth setzten mit ihren Reisen nach Bad Gastein und Zell am See den Trend zur „Sommerfrische“. Damalige Bergpioniere erschlossen gleichzeitig Wege auf die schönsten Gipfel und bauten Schutzhütten. Die Senner, die zu dieser Zeit natürlich schon ihr Vieh auf den Bergweiden hüteten, bekamen immer öfter Besuch von vorbeikommenden Wanderern. Mit einem Glas frischer Kuhmilch, einem Stück Brot und Käse wurden sie gastfreundschaftlich bewirtet und ein Platz vor der Sennhütte angeboten. Den ersten begeisterten Bergtouristen folgten immer mehr, die ihre Sehnsucht nach dem Bergerlebnis im SalzburgerLand stillen wollten. Die Sennhütten wurden über die Jahre von Hüttenwirten gepachtet, die die Wanderer mit regionalen Köstlichkeiten verwöhnten. Heute ist der Bergtourismus fest in den Regionen des SalzburgerLands verwurzelt – doch auch die Tradition der bäuerlichen Almbewirtschaftung wird weiterhin ungebrochen gepflegt. Denn darin liegen die Wurzeln des heutigen Erfolges.

Der Salzburger Almsommer

Mit dem Salzburger Almsommer positionierte die SalzburgerLand Tourismus GmbH gemeinsam mit der Salzburger Almwirtschaft im Jahr 2003 das Thema Wandern neu und macht es seither als einzigartigen Kulturraum erlebbar. Meilensteine der Erfolgsgeschichte des Salzburger Almsommers waren die Eröffnung des Salzburger Almenwegs im Jahr 2006, der auf 31 Etappen quer durch den ganzen Pongau führt. Auch die Zertifizierung der Almsommerhütten garantieren einen hohen Qualitätsstandard. Ausgewählte Almsommer-Partnerbetriebe bieten einen Rundumservice und attraktive Pauschalen für Wanderer.

Die offiziellen Almsommer-Glocken

© Salzburger Land Tourismus – Starke Partner für den Almsommer

Gelebte Almkultur

Trotz des rasanten Siegeszugs des Tourismus haben die Bewohner des SalzburgerLands ihre Wurzeln nie vergessen. Authentisch und echt ist die Tradition, die nach wie vor gepflegt und aktiv gelebt wird. Sie reicht vom Almauftrieb zum Auftakt des Almsommers bis zum reich geschmückten Almabtrieb zu Beginn des Bauernherbstes. Doch viele weitere überlieferte Bräuchen werden im SalzburgerLand heute noch praktiziert.

Top-5 des alpinen Brauchtums

  1. Das Wetterläuten: Ziehen dunkle Gewitterwolken auf und naht das Unwetter, ist in vielen Gemeinden noch heute das Wetterläuten zu hören. Die Kirchturmglocken läuten ohne Unterbrechung – zum einen um die Bauern auf den Feldern zu warnen, zum anderen sagt die Legende, dass der Schall der geweihten Glocken die Wolken vertreibt.
  1. Anzünden der Wetterkerze: Eine schwarze, geweihte Wetterkerze wird auf einigen Bauernhöfen noch heute angezündet, um bei einem starken Gewitter den Blitz von Haus und Hof fernzuhalten.  
  1. Kräuterbuschen-Binden: Zu Maria Himmelfahrt am 15. August werden nach altem Brauch 7 Kräuter zu einem Kräuterbuschen gebunden. Nach der Kräuterweihe wird der Strauß getrocknet und unter dem Dachboden aufgehängt. Dort soll er vor Blitzschlag schützen. Legt man ihn unter das Kopfkissen, soll er das Eheglück bewahren. Doch auch als Hausapotheke wird er im Winter genutzt.
  1. Rachn geh’: Das Ausräuchern von Haus und Stall in den Rauhnächten ist eine alte weihnachtliche Tradition, die in vielen Häusern noch praktiziert wird. Mit einer Räucherpfanne, in dessen Glut etwa Teile des Kräuterbuschens verglühen, wird jeder Raum begangen. Doch auch während des Jahres wird – etwa nach einer Krankheit – das Räuchern zum Reinigen eines Zimmers praktiziert.
  1. Ranggln: Dieses ursprüngliche Kräftemessen von Hüterbuben und Sennern zieht noch heute Einheimische wie Gäste in seinen Bann. Beim Jakobiranggln am 24. Juli am Hundstein zwischen Maria Alm und Zell am See wird der Hogmoar ermittelt. Das Hundstoa-Ranggeln wurde 2010 ins nationale Verzeichnis des immateriellen UNESCO-Kulturerbes Österreichs aufgenommen.
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