Sie befinden sich hier » SalzburgerLand Magazin » Ranggler beim Kräftemessen am Hundstoa

Ranggler beim Kräftemessen am Hundstoa

Das Hundstoa Ranggeln ist eine der letzten Männerbastionen.  Brauchtum, archaischer Kampfsport aber mit fairen Regeln. Das Ranggeln sei das ehrlichste Kräftemessen der Männer im Alpenraum heißt es. Der Hogmoar ist die Königsdisziplin. Eine Veranstaltung, die bei jedem Wetter stattfindet, erklärt Josef Bernsteiner, Präsident der Ranggler und erzählt von Juli-Schnee vor ein paar Jahren.  Auf einem der markantesten Pinzgauer Grasberg-Gipfel öffnet sich eine Natur Arena, die während der Bergmesse von Nebel durchzogen, sich noch nicht in ihrer vollen Schönheit präsentiert. Zuerst ranggeln die Kinder. Wer verliert, sucht Trost. Da rollen manche Tränen über die Gesichter der Kleinsten.  Wiener Judokas stellen sich in den Ranggelkämpfen. Doch wer hier nicht ständig übt, hat wenig Chancen. Ringer haben bessere Karten. Der Hogmoar wird sowieso nur unter den Salzburgern ausgekämpft.

Das Hundstoa-Ranggeln ist eine der traditionsreichsten Sportveranstaltungen in Salzburg. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1518. Das Ranggeln war ein friedliches Kräftemessen unter den Sennern. Der Hundstein wurde deshalb als Austragungsort gewählt, weil er sich inmitten der Pinzgauer Grasberge befindet und von allen Seiten – Maria Alm, Zell am See, Bruck an der Großglocknerstraße und Hinterthal – gut zu Fuß erreichbar ist. Dieser Wettbewerb läuft nach strengen Regeln ab. Sieger ist jener Ranggler, Hosenrecker, dem es gelingt, alle Gegner am Boden auf den Rücken zu zwingen. Er wird dann als Hogmoar gefeiert. Das Wort Hagmoar setzt sich aus Hag, was so viel wie eingehegte Siedlung jenseits der Almgrenze bedeutet, und Moar, was Meister, Anführer bedeutet, zusammen.

Rekordsieger am Hundstoa ist Gotthard Rupitsch aus Goldegg. Er gewann das Ranggeln fünf Mal. Von 2006 bis 2008 gewann Rupert Rieß drei Mal in Folge, sein Onkel Anton Rieß hatte 1982 und 1984 gewonnen. Hagmoar 2011 ist der Taxenbacher Hermann Höllwart. Er konnte seinen Titel auch 2012 verteidigen.

Das Hundstoa-Ranggeln wurde 2010 ins nationale Verzeichnis des immateriellen UNESCO-Kulturerbes Österreichs aufgenommen.

Salzburger Rangglerverband
Johann Bernsteiner
+43 676 7573404

 

 

Harmlose Gespenster

Voriger Beitrag

Es spukt am Geisterberg … »

Nächster Beitrag

Der Salzburger Almenweg in zwei … »

Ihre Meinung ist gefragt

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare

Bisher noch keine Kommentare

Blogheim.at Logo

Diese Website verwendet Cookies - nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Klicken Sie auf "OK", um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Webseite besuchen zu können. Die Zustimmung können Sie jederzeit auf der Seite unserer Datenschutzerklärung widerrufen.

Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen