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Kinder im Bike Park

Wie gesund ist es, die Balance zu halten

Kaum können die Kids gehen, sitzen sie auch schon am Laufrad und rasen mit einem Höllentempo durch Haus und Garten. Dass der nächste Schritt aufs Fahrrad dann nur mehr ein Kleiner ist, versteht sich von selbst. Kein Wunder, dass sich immer mehr Kinder und Jugendliche vor die Haustüre wagen und beim Biken im Bike Park ihre neue Leidenschaft finden. Jumps, Banks, Steilkurven und Trails machen diesen Sport zu einem Abenteuer. Doch wie steht es um das Thema Sicherheit, ist es gesund, sich (zu) früh in den Sattel zu setzen und wie gelingt es den Eltern, die Angst um das eigene Kind abzubauen und Vertrauen aufzubauen? Fragen, auf die man im Riders Playground im Bike Park Leogang Antworten bekommt.

Kids lieben das Biken. Das sieht und hört man, wenn man ihnen bei ihren ersten Schritten und Tritten im Riders Playground im Bike Park Leogang zusieht. Hier, im größten Einsteigerpark Europas, ist das Reich von Sabine Enzinger und den Guides ihrer Bike Schule Elements Outdoorsports. Selbst passionierte Biker, geben sie seit vielen Jahren ihre Leidenschaft an Anfänger und auch Fortgeschrittene weiter und achten penibel darauf, dass der Einstieg sicher über die Bühne geht. „Der Bikepark hier in Saalfelden gibt uns das Werkzeug in die Hand, um sachte und besonnen mit den Anfängern, den Rookies, an die Materie heranzugehen. Schritt für Schritt steigert man sich, ohne dabei jemals überfordert zu werden“, so die gebürtige Saalfeldenerin.

Step by Step

Radfahren ist eine natürliche Bewegung für die Kinder von heute. Durchschnittlich bekommen sie bereits mit drei Jahren das erste Lauf- oder Fahrrad und von da an verbringen sie sehr viel Zeit auf zwei Reifen. Diese natürliche Herangehensweise kann man auch bei den ersten Schritten im Bike Park beobachten. Ab vier Jahren können Kids hier die ersten Schritte machen. Je früher, desto besser lautet die Devise, denn was man früh lernt, das verlernt man später sicherlich nicht mehr. Im Gegensatz zu den Erwachsenen haben Kinder überhaupt keine Angst und gehen mit Spaß und Begeisterung an die Sache heran. Anders sieht die Sache bei den Eltern aus. Sehr oft bauen die Mamas und Papas Ängste auf, wenn die Kleinen zum ersten Mal aufs Bike steigen.

Bub beim Anlegen der Ellbogenschoner im Bikepark

© SalzburgerLand Tourismus, Bikepark

Aus diesem Grund ist es für das Team von Elements Outdoorsports besonders wichtig, dass Eltern von Beginn an eingebunden sind und ihren Kleinen beim Fahren zusehen. „Wir erklären dann Schritt für Schritt wie man an die Sache herangeht. Dass alles auf der sicheren Seite ist und dass die Kinder nicht überfordert werden. Es geht ja am Beginn wirklich um die Technik. Nicht gleich um Speed und hohe Jumps“, erklärt Sabine Enzinger ihre bewährte Methode. Diese funktioniert bisweilen so gut, dass es immer wieder vorkommt, dass Mütter oder Väter auch selbst aufs Bike steigen und den Kurs gemeinsam mit ihren Kinder absolvieren.

Safety first – und dann kommt der Spaß

Das Thema Sicherheit steht dabei immer an oberster Stelle. Denn jeder Sport, den man draußen in der freien Natur ausübt, birgt Risiken. Auch wenn man die Gefahren durch Skills und das richtige Equipment minimieren kann. „Die Ausrüstung muss passen. Bei Kindern speziell, aber natürlich auch bei Erwachsenen. Helm, Protektoren und das Bike selbst – es gibt wirklich bessere Stellen, an denen man sparen kann. Hier bitte nicht.“ Neben Schutz von Kopf, Wirbelsäule, Armen, Beinen, sowie der Gelenke, muss die Ausrüstung auch noch absolute Bewegungsfreiheit garantieren.

Erwachsener hilft Kind beim Aufsetzen des Bikehelms

© SalzburgerLand Tourismus, Bikepark

Gut für Körper und Geist

„Biken unter professioneller Anleitung ist der perfekte Sport für Kinder und Jugendliche“, sind sich auch Mediziner und Physiotherapeuten sicher. „Reaktionsfähigkeit und großräumiges Schauen der Augen werden ebenso trainiert und gesteigert, wie Agilität und Koordination zwischen Beinen, Armen und dem ganzen restlichen Körper.“ Etwas, das auch Sabine Enzinger nur bestätigen kann. Eltern, mit denen sie ins Gespräch kommt, kann sie an dieser Stelle nur raten, ihre Kinder raus in die Natur und zum Biken zu schicken. „Auf der einen Seite steht die Körperlichkeit. Ein Training für den ganzen Body, das man bei jedem Wetter ausüben kann. Andererseits ist es erwiesen, dass sich Kinder und Jugendliche, die Outdoorsport machen, geistig anders, ja besser entwickeln. Dazu kommen Balance und Koordination.”

Fähigkeiten, die man an jedem Tag seines Lebens braucht, die sich aber leider in unserer heutigen Zeit immer mehr im Abstieg befinden. Studien zufolge waren Kinder früher tendenziell fitter und haben mehr Zeit im Freien verbracht. Gerade deshalb sollten Eltern ihre Kinder auch wieder aktiv zum Sport schicken. „Ich glaube schon, dass es hier Aufholbedarf gibt. Doch auch wenn man vielleicht meint, dass Koordination und Fitness die größten Defizite der Kinder derzeit sind, eigentlich ist es die fehlende Konzentrationsfähigkeit“, so Enzinger.

Einfach mal nicht ablenken lassen!

In einer Zeit, in der die äußeren Einflüsse immer stärker zunehmen, ist das kein Wunder. Schließlich hat man als Kind und Jugendlicher Ablenkungen am laufenden Band abzuwehren. „Das merkt man auch am Anfang beim Biken. Der Sport verlangt so viel ab, dass die Kids zu Beginn oft nicht hinterherkommen. Viel Schauen, Fokus auf die nächsten Meter, dazu die körperliche Anstrengung. Das ist für ein Kind, das die kombinierte Belastung von Körper und Geist nicht gewohnt ist, eine fast unlösbare Aufgabe.“ Aber genau deshalb ist das Biken auch so gesund und der ideale Sport, um den Kids einen prall-gefüllten Werkzeuggürtel an unterschiedlichsten Fähigkeiten mit auf ihren Weg zu geben. Geistiges Dasein im Moment der körperlichen Anstrengung ist eine Fähigkeit, die man immer wieder im Leben brauchen wird.

„Die Veränderung, die man bei Kindern erkennt die mit dem Biken begonnen haben, ist wahnsinnig groß“, freut sich Sabine Enzinger über erkennbare Fortschritte. „Vor allem für das Selbstbewusstsein und die mentale Stärke ist das Biken Balsam für die Seele. Und wenn dieser Effekt einsetzt, dann werden die Kids genauso süchtig nach dem Biken, wie wir es sind.“ Spricht es, rückt sich den Helm noch einmal gerade und stürzt sich auf den nächsten Trail. Pure Leidenschaft eben.

 

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