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Traditionsreicher Bauernherbst

Überliefertes Brauchtum wird im Bauernherbst lebendig

Gelebte Tradition, Brauchtum und überliefertes Handwerk sind wichtige Werte, die im Salzburger Bauernherbst gepflegt und den Gästen anschaulich präsentiert werden. Vom viel bestaunten Almabtrieb, wenn das feierlich geschmückte Vieh von seinem Almsommer ins Tal zurückkehrt über kreative Heufiguren, die an den Ortseinfahrten die Bauernherbstorte kennzeichnen bis zu fröhlich tanzenden Schuhplattlergruppen - der Bauernherbst bietet all diesen alten Traditionen eine Bühne, um die Volkskultur zu pflegen.

„Da summa der is aussi, muss I obi in’s tal. Pfiat enk gott schene alma, pfiat enk gott tausend mal!“, singt Hubert von Goisern in seinem Lied über den wehmütigen Abschied von der Alm. Die Wehmut erfasst fast jeden Senner, wenn der Almsommer zu Ende geht und die Vorbereitungen für das Einwintern der Almhütte und den Almabtrieb starten.

Feierlicher Almabschied

Nachdem die Tiere den Almsommer auf der auf den Almen des SalzburgerLands verbracht haben, wird von den Sennern auf traditionelle Art Abschied von der Sommerfrische hoch oben am Berg genommen. In vielen arbeitsreichen Nächten wird schon währen der letzten Wochen der aufwändige Schmuck für die Rückkehr ins Tal vorbereitet. Denn war der Almsommer unfallfrei, und alle Tiere können heil wieder ihren Heimweg antreten, so tragen sie beim Almabtrieb ihren traditionellen, bunten Kopfschmuck. Mit Tannengrün, Almblumen, mit Federkielstickerei verzierte Stirnschildern, Spiegeln und bunte Bändern werden die Häupter der Kühe aufgekranzt.

Die Kuhglocken kündigen den Almabtrieb an

Symbole wie der Schlüssel, der für die nun geschlossene Almhütte steht, das Kreuz oder der der Heilige Leonhard als Viehpatron, sind im SalzburgerLand am Kopfschmuck oft zu sehen. Je nach Rangordnung werden die Kühe vor dem Aufbruch ins Tal mit großen und kleinen Glocken behangen, um die Dämonen am oft beschwerlichen Heimweg fernzuhalten. So kann man den Almabtrieb schon von Weitem hören. In Lederhose und Dirndl schreiten Senner und Almleute voran und bilden die Nachhut, um sicher zu gehen, dass auch keine Kuh am Weg ins Dorf abhandenkommt.

Die schönsten fünf Traditionen im Bauernherbst

1. Almkranzlbinden

Der aufwändige Schmuck der Kühe, der beim Almabtreib ihre Häupter ziert, wird in vielstündiger Handarbeit auf den Almen und Bauernhöfen im SalzburgerLand hergestellt. In der Fuschlseeregion kann man den Bäuerinnen beim Binden der Kränze für den Almabtrieb über die Schulter schauen. Auf der urigen Grögernalm, zwischen Faistenau und Hintersee, treffen sich im September die Sennerinnen und Bäuerinnen, um beim Klang der Zugin den kunstvollen Schmuck für das Vieh zu binden.

2. Schuhplatteln

Das Platteln ist Kulturgut und bereits seit dem Jahr 1850 als Tanz der Jäger, Bauern und Holzfäller überliefert und schriftlich belegt. Warum bei den Plattlergruppen keine Mädchen tanzen? Die Tradition sagt, dass das Schuhplatteln den unverheirateten Burschen zum Werben um die hübschesten Mädchen vorbehalten sei. Darum legen sich die Plattler bei ihren Tänzen auch ordentlich ins Zeug. Mit Schenkelschlägen, Sprüngen und Sohlenklatscher wollen sie die feschen Dirndln beeindrucken.

3. Heufiguren binden

Mit Beginn des Bauernherbstes verändert sich auch die Atmosphäre in den Partnerorten. Besonders die Ortseinfahrten werden aufwändig dekoriert, um die Gäste willkommen zu heißen. Ganze bäuerliche Szenerien werden mit Heupuppen nachgestellt. Im Salzburger Lammertal wurde die HeuART zur eigenen Kunstform erhoben. Bei einem großen Heufiguren-Umzug kann man die Kunstwerke aus Heu bewundern. Auf prächtig geschmückten Wägen, gezogen von Noriker- und Haflinger Pferden oder Oldtimer-Traktoren, rollen die HeuART-Kreationen in Begleitung von Schnalzern und Trachtengruppen durch den festlich geschmückten Ort.

Eine der schönen Traditionen im Bauernherbst - die Heufiguren.

© SalzburgerLand Tourismus – Eine der schönen Traditionen im Bauernherbst – die Heufiguren

4. Kräuterworkshops

Der Bauernherbst bietet zahlreiche Gelegenheiten, vom Wissen der Salzburger Kräuterhexen zu lernen. Die im Sommer auf den Almen geernteten Heilkräuter wurden getrocknet und sind nun zur Verarbeitung bereit. Pechsalben, heilende Tinkturen, duftende Seifen oder Öle werden von den Workshop-Teilnehmern unter Anleitung kundiger Kräuterexperten hergestellt. Kräuter sind jedoch auch unverzichtbar für experimentierfreudige Köche. In speziellen Kochkursen zeigen die Profis, wie man die Heilkräuter g’schmackig in die tägliche Speisenzubereitung einfließen lassen kann. Auch für die Jüngsten werdern – wie etwa in der Region Hochkönig – eigene Kinderkräuterkurse angeboten. Hier lernen sie spielerisch den Umgang mit den Heilkräutern.

5. Vereinsbrauchtum

Bei den Bauernherbst-Umzügen kann man das vielfältige Vereinsbrauchtum des SalzburgerLands bewundern. Volkstanzgruppen stellen ihre überlieferten Tänze vor. Schnalzer lassen auf Pferderücken ihre Peitschen in der Luft knallen. Samergruppen zeigen, wie vor Jahrhunderten Waren über die Tauern transportiert wurden. Die Schützen feuern einen Ehrensalut. Musikalisch begleitet werden die Umzüge durch Trachtenmusikkapellen und Volksmusikanten.

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