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Kochen mit Kräutern

Alleskönner auf dem Tisch

Das Wissen um die Heilkraft der Kräuter wird von Generation zu Generation weitergegeben. Doch nicht im Fachbuch, nein, im Kochbuch schlagen die Kräuterhexen unserer Tage die heilsamen Kräfte der Alleskönner aus der Natur nach. Zu herrlichen Gerichten verarbeitet, tun sie Körper und Seele gut.

Das Leben im SalzburgerLand war in den vergangenen Jahrhunderten geprägt von Tradition und Brauchtum. Auch der religiöse Jahreskreis hatte einen wichtigen Stellenwert. Wie eng der Alltag zur damaligen Zeit von diesen Werten beeinflusst wurde, zeigen die bis heute wichtigen Feste, Bräuche und Traditionen. Meist steckte hinter jedem Anlass ein wohl überlegter Grund. So hatte etwa das Fasten eine reinigende Wirkung nach der opulenten Faschingszeit, das Pilgern eine beruhigende Wirkung auf Körper und Geist, das gemeinsame Feiern zu Weihnachten einen besonderen Stellenwert. Die Speisen, die diese Feste begleiteten, waren oft genau auf einander abgestimmt und brachten den Menschen Genuss und Wohlbefinden.

Wer in den alten Rezepten nachliest, findet keine Spur von Askese oder Langeweile. Vielmehr verstanden die Menschen früher, gesunde und bekömmliche Gerichte so  zuzubereiten, dass sie einem köstlichen Festschmaus glichen.

Wie gut, dass diese Rezepte überliefert wurden und auch heute noch gerne gekocht werden. So wie die Neunkräutersuppe, die traditionellerweise am Gründonnerstag auf den Tisch kommt. Kräuterexpertin Monika Rosenstatter hat uns ihr liebstes Rezept für diese feine Suppe verraten:

Rezept Neunkräutersuppe „Ach Du Grüne Neune“ aus der Hexenküche von Monika Rosenstatter:

Zutaten

  • 1 EL Bio-Heumilchbutterschmalz
  • 1,5 l Wasser
  • 1 EL Bockshornkleesamen
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Kartoffeln
  • Kräutersalz
  • ½ TL Kümmel
  • 150 ml Schlagobers
  • Neunkräutermischung (Pro Kraut 1 Handvoll)

Zubereitung

„Zuerst pflücke an einem schönen Frühlingstag zur Osterzeit, am besten am Gründonnerstag, 9 verschiedene Kräuter. Ich darf dazu einige aufzählen, welche Mutter Natur uns bereits im Frühling schenkt: Echte Nelkenwurz (Geum Urbanum), Löwenzahn (Taraxacum off.), Gänseblümchen (Bellis Per.), Vogelmiere (Stellaria Media), Brennnessel (Urtica Urens), Spitzwegerich (Plantago Lanceolata), Gundelrebe (Glechoma Glauca), Scharbockskraut (Ranunculus ficaria), Schlüsselblume (Primula Veris). Dies sind nur einige der Kräuter die zur Auswahl stehen. Natürlich ist die Flora von Region zu Region verschieden. Jedoch wachsen diese Kräuter bereits vor der Haustüre im „Essbaren Rasen“, welcher biologisch gepflegt wird und so nicht zur lästigen Arbeit wird, sondern zur gesunden Nahrung.

Ich bringe 1,5 Liter Wasser mit dem Bockshornkleesamen zum Kochen. 5 Minuten köcheln lassen, vom Herd nehmen und weitere 5 Minuten ziehen lassen. Abseihen. Dieser würzige Sud wird verwendet um die Frühlingskräutersuppe aufzugießen. Nun wird in einem Topf die Zwiebel im Butterschmalz angedünstet. Die Zwiebel wird im Topf solange sie noch kalt ist gesalzen. Dies sorgt für das typisch würzige Aroma. Kümmel zugeben. Mit dem Bockshornkleesud aufgießen, die geschälten und klein geschnittenen Kartoffelwürferl zugeben und weich kochen. Nach ca. 10 Minuten werden die fein gehackten Frühlingskräuter beigefügt. Diese werden jetzt nur mehr für 3 bis 5 Minuten in der Suppe leicht geköchelt. Dannwird die Suppe püriert und das Schlagobers untergerührt. Kurz durchziehen lassen und mit frischen bunten Frühlingsblüten anrichten -frisch servieren!“, erläutert Monika Rosenstatter ihr Rezept.

„Ach Du Grüne Neune“!, sagt da die Kräuterhex. Eine wahrlich entschlackende, schmackhafte und wertvolle Suppe aus der Hexenküche. Möge dieses Kraftsupperl den Winter austreiben!

Guten Appetit

In unserem Salzburger Land Magazin haben wir auch köstliche Bärlauchrezepte zusammengetragen.

 

 

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