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Tracht und Brauchtum

Jede Region hat ihre eigene Tracht - und was die Tracht über ihren Träger und die Tradition verrät

Fünf Gaue hat das SalzburgerLand und jeder Gau, vom Flachgau, dem Pinzgau, Pongau, über Lungau und Tennengau, hat seine eigenen regionalen Brauchtümer und Traditionen. Auch bei der Tracht hat jede Region ihre eigene Ausprägung in Farbe, Stickerei oder Schnitt. Doch Tracht und Brauchtum verbindet und schafft Zusammenhalt zwischen den Regionen, denn der Tradition wird im gesamten SalzburgerLand die Treue gehalten.

Ein Brauchtumsfest, wie das Samsontragen im Lungau, das Trestern im Pinzgau oder die vielen Bauernherbstumzüge im ganzen Land, stärkt die Dorfgemeinschaft. Jeder trägt seinen Beitrag zum Gelingen bei und freut sich auf das gesellige Zusammenkommen und das gemeinsame Feiern, Tanzen und Musizieren. Die örtlichen Wirte zaubern leckere Gerichte aus regionalen Zutaten von den Bauern und Produzenten, die heimischen Handwerker präsentieren ihr kunstvolles Handwerk und Trachtenmusikkapellen, Volksmusikanten und Alphornbläser sorgen für den musikalischen Rahmen der Feste. Diese gemeinsamen Anstrengungen zum guten Gelingen der vielen Brauchtumsfeste sorgt nicht nur für eine stimmungsvolle Atmosphäre für alle Besucher, sondern die Tradition stärkt zugleich auch den Zusammenhalt innerhalb der Dörfer.

Die Macht der Tracht

Kaum ein Salzburger hat nicht zumindest ein Stück Tracht in seinem Besitz. Die über Generationen weitervererbte Hirschlederne des Urgroßvaters, ein bequemes Werktagsdirndl, ein traditionelles Festtagsgwand mit Mieder und edler Schürze, die Vereinstracht von Musikanten oder Schützen, Trachtenjanker und selbstgestrickte Stutzen. Längst wird die Tracht nicht mehr nur an Festtagen wie zu Hochzeiten und Familienfeiern ausgeführt. Im SalzburgerLand sieht man Dirndl und Lederhose oft auch als Arbeitsbekleidung. Die freundlichen Damen an der Rezeption oder im Tourismusverband, der Hüttenwirt und die fesche Kellnerin tragen Tracht aus Überzeugung. Doch auch im Alltag findet die Tracht – besonders bei der Jugend – ihren Platz, was die noch junge Tradition des „LederhosenDonnerstags“ beweist. Das weibliche Pendant dazu gibt es schon seit langer Zeit, denn jedes Jahr um den Namenstag der Heiligen Notburga (13. September) wird im ganzen SalzburgerLand der Dirndlgwandlsonntag zelebriert.

Was die Lederhose verrät

Kennern genügt ein Blick auf die Tracht, um zu erkennen, aus welcher Region der Träger kommt. Die Farbe der Nähte verrät bei der Lederhose zum Beispiel, ob der Bursch ein Salzburger ist. Typisch für eine salzburger Lederhose ist nämlich ein weißer Stick und für die Pinzgauer Region spricht die Schnürung am Beinabschluss und die sogenannte Tellernaht, die sich in einem Halbkreis über das Gesäß zieht. Früher war an der Lederhose erkennbar, ob der Träger reich – oder sogar ein Adeliger – war. Denn je mehr Ziernähte und Stickereien sie hatte – je prunkvoller sie war – desto teurer war sie. Eine handbestickte Lederhose erkennt man gut an dem Wulst an der Stickerei, denn der Stickfaden wird nur durch die oberste Schicht der Lederhaut gestochen und so bildet der Stick eine natürliche Erhebung.  

Handgestrickte Tradition

Auch die selbstgestrickten Trachtenstutzen mit ihren aufwändigen Mustern können Kennern einiges über den Träger verraten. In der Stadt Salzburg trägt man hellblaue Stutzen zur Ledernen, im Salzkammergut wird der Stutzen aus grüner Wolle gestrickt. Durch per Hand verstrickte Codes, wie die „brennande Liab“ im Wadenkeil, dem Almwegerl, dem Fensterl oder die geheime Liebe könnte ein echter Trachtenexperte aus den umgarnten Waden den Beziehungsstatus des Trägers herauslesen.  

Jedem Dirndl ihr Dirndl

Auch die Dirndl zeigen im SalzburgerLand von Region zu Region, teilweise sogar von Tal zu Tal, ihre eigenen Ausprägungen. Die Farbe des Leibmieders oder der Schürze, die Form des Ausschnitts oder die Stickereien verraten auch bei den Damen, wo ihre Heimat ist. Doch es gibt auch regionsübergreifende Dirndl, wie etwa das Salzburger Jägerdirndl, das von Jägerinnen kreiert und für Jägerinnen gemacht wurde. Durch die gewählten Farbkombinationen und die jagdlichen Stickereien geben sich Trägerinnen dieses Dirndls als Jägerinnen zu erkennen.

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