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Das macht mich stutzig!

Diese Geschichte macht Sie stutzig? Uns auch, denn belegbar ist sie natürlich nicht. Trotzdem wollen wir ihnen diese nette Erzählung, die man im SalzburgerLand und in den benachbarten Regionen immer wieder hört, nicht vorenthalten. Dafür gefällt sie uns einfach zu gut. Worum es geht? Na eben ums ’stutzigmachen‘. Und die Verbindung dieser Floskel zu unserer Tracht. Aber lesen Sie doch selbst… 

Die Verbindung der Menschen im SalzburgerLand zur heimischen, traditionellen Tracht, ist seit vielen Jahrhunderten eine sehr starke. Kaum verwunderlich also, dass viele Details an Lederhosen, Hemden und Dirndlkleidern vom Leben der Menschen beeinflusst sind und dieses auch teilweise spiegeln. Man denke nur an die Schleife der Dirndlschürzen, die auch ohne das Mädchen oder die Frau anzusprechen und ein, durch die Fäuste des Verlobten oder Ehemannes verursachtes Veilchen, zu riskieren, Auskunft darüber geben, ob diese denn frei, vergeben oder verheiratet sei. Oder an die vielen verschiedenen Stickereien, die eine Lederhosen zieren können und dabei unverkennbar einer Ortschaft oder einer Region zuordenbar sind. 

Diese Geschichte hat allerdings mit den oben genannten Details wenig bis gar nichts zu tun, sondern dreht sich einzig und allein um die Stutzen, die die männliche Tracht erst vervollständigen und deren Stickereien jede Menge zu erzählen haben. Früher wie heute waren die besten und ‚feschesten‘ Stutzen nämlich solche, die von Ehefrau oder Mutter selber gestrickt wurden. Doch wussten die Träger auch über die versteckten Botschaften Bescheid, die so manche ‚Erzeugerin‘ in den Strickmustern versteckte? In den meisten Fällen wohl kaum, doch von anderen ‚Eingeweihten‘ dieser Kunst wurden sie ohne Missverständnisse empfangen und verstanden. Brennende Liab (Brennende Liebe), Stiagn (Stiege), Tulipan, Nullenzopf, oder auch Woazkörndl (Weizenkern) waren nur einige der Muster, die hier Verwendung fanden und die in den meisten Fällen Auskunft darüber gaben, ob denn der Träger noch zu haben war, oder eben nicht.

Soweit die Theorie und nun zu unserer Geschichte: Auch wenn das Strickmuster als Code zwischen den Frauen gedacht war, gab es natürlich immer wieder Männer, die darüber Bescheid wussten und dieses Wissen auch zu ihrem eigenen, vermeintlichen Vorteil zu nutzen versuchten. Oftmals verheiratet, machten sie sich an fremde Frauen heran und rollten dazu, oh Wunder, die aussagekräftigen Stutzen so hinunter, dass man die gestrickten Botschaften nicht mehr sehen konnte. Doch dabei haben sie nicht mit der Schläue der Damenwelt gerechnet, die den versuchten Betrug natürlich durchschauten und den vermeintlichen Stelzbock sofort als Halodri enttarnten. Die nicht ordentlich getragenen Stutzen machten sie ganz einfach STUTZig.   

 

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