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Anfangsschwierigkeiten? Nicht mit diesen Tipps!

Unsere Checkliste für die erste Skitour

Skitourengehen ist Trend. Daran besteht kein Zweifel. Was gibt es auch Schöneres, als aus eigener Kraft tiefverschneite Hänge zu durchsteigen, den Nebel unten im Tal zu lassen und schließlich grinsend am Gipfel zu stehen um mit der Sonne um die Wette zu strahlen? Ein Genuss für Körper, Seele und Geist, der für viele Menschen mittlerweile zum winterlichen Leben dazugehört. Doch was, wenn man noch ganz am Anfang steht? Was gilt es zu beachten, welche Ausrüstung ist wichtig und richtig und welche Tour eignet sich besonders gut für die ersten Schritte im Schnee? Wir haben gemeinsam mit der Bergrettung Salzburg nach Antworten gesucht!

Die Ausrüstung

Leihen oder Kaufen? Das ist hier die Frage

Steht man ganz am Anfang, dann wird man vom Angebot erst einmal erschlagen. Welche sind die richtigen Skier, für welche Bindung soll ich mich entscheiden und welchen Anforderungen soll die Kleidung genügen? Da ist guter Rat teuer. Und hier kommen wir ins Spiel…

Generell sind wir der Meinung, dass man sich die Ausrüstung zuerst einmal ausleihen sollte um zu sehen, ob man denn Spaß am Tourengehen hat. Das spart Geld und bewahrt einen davor, unnötige Dinge zu kaufen. Viele Sportgeschäfte überall im SalzburgerLand bieten Verleihmöglichkeiten an und stehen Anfängern mit Rat und Tat zu Seite. Denn ohne Beratung ist es fast unmöglich, sich anfangs zurechtzufinden.

Hat man dann erst einmal Blut geleckt und die ersten Touren liegen erfolgreich hinter einem, dann kommt man um den Kauf einer eigenen Ausrüstung nicht mehr umher. Na gut, sehen wir uns einmal die Skier ein bisschen genauer an. Also: Diese lassen sich in die Kategorien Racer, Leichtgewichte, Allrounder, Performer und Freerider einteilen. Soviel zur Theorie, denn für Einsteiger eignen sich erst einmal Allrounder: leicht zu fahren und kontrollieren, bieten diese die besten Eigenschaften bei allen Bedingungen und überfordern am Anfang nicht. Zur Skilänge gibt es einen Richtwert: Körpergröße minus 10cm.

 

Passform und perfekter Halt sind die beiden Kriterien, die es beim Tourenschuhkauf zu beachten gilt. Der Innenschuh wird im Fachgeschäft an den Fuß angepasst, sodass Druckstellen vermieden werden. Natürlich geht es auch ums Gewicht, doch das wird erst später so richtig wichtig, wenn man lange und anstrengende Touren in Angriff nimmt. 

Da es bei den Tourenbindungen viele verschiedene Systeme und Techniken gibt, sollte, bzw. muss, man sich hier zu Beginn auf den Rat und die Fachkenntnis des Sporthandels verlassen. Ähnliches gilt bei den Tourenfellen.

Ein Helm, atmungsaktive Kleidung und ein Rucksack mit einem Volumen zwischen 25 und 30 Liter für zweite Kleidung, Versorgung und Notfallausrüstung runden die Ausrüstung ab. Na dann ab in die Berge? Halt, nicht so schnell mit den jungen Pferden… Jetzt werfen wir einen genauen Blick auf die Notfallausrüstung.

Notfallausrüstung – was darf bei keiner Tour fehlen?

Jetzt mal erst: Es gibt keine Situation, bei der man im freien Gelände ohne Notfallequipment unterwegs sein sollte. Diese Tage gibt es einfach nicht und Vorsicht ist immer besser als Nachsicht. Davon hängen Leben ab! Das eigene, das der Bergkameraden und auch das der Rettungskräfte. Diese Meinung teilen wir mit Balthasar Laireiter, Landesleiter der Salzburger Bergrettung, der uns beim Erstellen dieses Beitrags unter die Armen gegriffen hat. Hier geht’s zum Interview mit ihm im SalzburgerLand Magazin.

Auch wenn wir es schon so oft gesagt haben: LVS-Gerät, also das Lawinenverschüttetensuchgerät, Sonde und Schaufel müssen immer am Mann sein. Doch nicht nur das. Man muss auch im Notfall und unter Stress damit umgehen können. Und zwar nicht nur einer, sondern jedes Mitglied der Gruppe. Das Ziel ist, Verschüttete innerhalb von 15 Minuten auszugraben, dann haben sie eine Überlebenschance von 90 Prozent. Organisationen wie Bergrettung, Österreichischer Alpenverein und Naturfreunde bieten regelmäßige Kurse in diesem Bereich an. Damit man es kann, wenn man es braucht.

Die Auswahl der richtigen Tour

Gesichertes oder freies Gelände?

Bevor es nun endlich in die Berge geht, sollte man sich Gedanken machen, wo man denn die ersten Schritte in den Schnee setzt. Wir glauben, dass es zu Beginn gut und richtig ist, im gesicherten Raum, also auf der Piste, zu bleiben. Das ist ungefährlicher, man kann sich in Ruhe an den neuen Sport und die Ausrüstung gewöhnen und vermeidet so Überforderung und Stress. Viele Skigebiete bieten Pistentouren mit separiertem Aufstieg und Abfahrt auf den Pisten an.

Liegen die ersten Höhenmeter hinter einem, dann sollte man endlich hinaus in die freie Natur gehen. Denn dort liegt die eigentliche Schönheit und die grenzenlose Freiheit des Skitourengehens. Wie man sich auf eine Tour im freien Gelände vorbereitet, was es alles zu bedenken gilt und worauf man niemals verzichtet darf, finden Sie in unseren 10 TO-DOs vor jeder Skitour.

Camps & Tourenlehrpfade

Skitourenwinter-Camp

Professionelle Camps von Hans-Peter Kreidl und seinem Team sind der ideale Einstieg in das Tourengehen. Unter dem Namen skitourenwinter.at bietet Kreidl gemeinsam mit geprüften Ski– und Bergführern Skitourencamps an, bei denen die Freude am Naturerlebnis und das Vermitteln von Technik sowie alpiner Sicherheit im Vordergrund stehen. Neben den Tipps und Tricks der Tourenprofis – vom Material bis zur Lawinenkunde – erfährt man zudem die besten Einkehr­­-Adressen. Angeboten werden Camps in mehreren Salzburger Regionen, sowohl für Anfänger als auch für Fortge­schrittene und auch ganz spezielle Angebote wie Skitouren-Yoga-Camps. Zudem gibt es noch Tages- und Mehrtages­touren, Alpenüber­querungen oder eine Großvenedigertour.
Alle Termine, sowie Informationen zu exklusiven Privat-Camps sind unter www.skitourenwinter.at zu finden.

Tourenlehrpfad Salzkammergut in Faistenau

In der Schule lernt man das 1×1 der Mathematik, in Faistenau das 1×1 des Tourengehens. Sieben Schautafeln informieren sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Tourengeher über Tourenvorbereitung, Schnee- und Lawinenkunde, Wild- und Naturschutz sowie Routenplanung. Interaktives Lernen und praktisches Umsetzen in der Natur stehen im Fokus dieses Konzepts. Der Tourenlehrpfad kann selbstständig begangen werden, der Verein Tourenlehrpfad bietet darüber hinaus Führungen mit einem Theorieblock an.
Info: Fuschlsee Tourismus | T +43 6226 8384 | www.fuschlseeregion.com

© www.grossarltal.info/Peter Maier

Skitouren-Lehrpfade am Hochkönig

Das Hochköniggebiet ist wahrlich ein Paradies für Tourengeher. Auf den Skitourenlehrpfaden in Dienten und am Hochkeil wird Wissenswertes zu Tourenplanung, Gefahreneinschätzung und Notfallmanagement auf Schautafeln veranschaulicht – wichtige Informationen nicht nur für Skitouren-Neulinge, sondern auch für erfahrene Tourengeher eine gute Möglichkeit, ihr Wissen aufzu­frischen. Geführte Skitouren sowie idyllische Dämmerungstouren runden das abwechslungsreiche Skitouren-Angebot in der Region Hochkönig ab.
Info: Hochkönig Tourismus | T +43 6584 20388 | www.hochkoenig.at

Freeride Camp für Frauen in Gastein

Ein Tiefschneeerlebnis speziell für Frauen, die ihre ersten Schwünge im Tiefschnee bereits gezogen haben und ihre Kompetenzen abseits der Piste verbessern möchten, findet vom 06. bis zum 09. Jänner 2022 in Gastein statt. Die dortige Bergwelt bietet die ideale Voraussetzung, um in Kleingruppen mit geprüften Ski- oder Bergführern die eigene Fahrtechnik weiterzuentwickeln und die Abfahrten in unverspurten Hängen zu genießen. Daneben lernt man im Freeride Camp die Grundlagen der Lawinen- und Schneekunde, Umgang mit LVS-Geräten, Erkennen und Beurteilen von Gefahrenstellen, vernünftige Tourenplanung uvm.
Info: Alpine Guides oder Kur- und Tourismusverband Bad Gastein | T +43 6432 339 35 608 | www.gastein.com oder www.alpineguides.at

Skitouren Camp mit Lawinenkunde & Tourenplanung

Ebenfalls im Gasteinertal findet dieses Camp vom 16. bis zum 19. Dezember 2021 statt. Eine Rundum-Schulung in Kleingruppen zu Beginn der Skisaison, um für den Skitouren-Winter bestens gerüstet zu sein. Aufstiege in traumhaften Winterlandschaften machen die anschließenden Abfahrten zu einem besonderen Genuss.
Info: Alpine Guides oder Kur- und Tourismusverband Bad Gastein | T +43 6432 3393 560 | www.gastein.com oder www.alpineguides.at 

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