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Guten Rutsch in den Urlaub

In der Wildkogel Arena gibt es einen coolen Rutschenweg, der zehn Wellen-, Mulden- und Röhrenrutschen umfasst und einen Heidenspaß verspricht. Diese familien- und klimafreundliche Abstiegsvariante führt durch einen wunderschönen Bergwald knapp 500 Höhenmeter ins Tal. Dabei immer im Blick: Das grandiose Bergpanorama des Nationalparks Hohe Tauern. Wir haben ausprobiert, wie sich so eine Rutschpartie anfühlt.

Liesl macht den Anfang und ganz ehrlich: So richtig geheuer ist sie mir nicht. 36 Meter ist Liesl lang. Sie überwindet 14 Meter Höhe und hat eine Neigung von 28 Grad. Das ist steil. Skifahrer wissen das, Skitourengeher ebenso: Ab 28 Grad Neigung geht man nicht mehr einfach so den Hang hoch, sondern meistert den Aufstieg mit Spitzkehren. Außerdem weist Liesl eine rote Markierung auf: Das bedeutet „mittelschwer“. Hätte ich Ski an den Beinen, würde ich jetzt lachen: Alles kein Problem! Doch ich habe nur eine Matte. Kein Stöcke, keine Kanten, keine Technik. Und Liesl ist keine Piste, sondern eine Rutsche: Ihr poliertes Edelstahl blitzt in der Sonne. Bis zu diesem Punkt war mir nicht klar, dass Rutschen kein Spielzeug, sondern Sportgeräte sind. Aber kneifen gilt natürlich auch nicht!

Flott geht es die Edelstahlrutsche Richtung Tal © Wildkogel-Arena

Also stürze ich mich sprichwörtlich ins Abenteuer: Setze mich auf die dicke Rutschmatte, nehme die daran befestigte Leine in die Hände und sause am Hosenboden in die Tiefe. Es geht schnell! Schneller als gedacht und in den Kurven flattert mein Herz. Unten angelangt sind alle Körperteile noch dran, mein Gesicht etwas verkniffen und mein Gefühl vor allem Erleichterung. Die erste von zehn Rutschen ist erfolgreich gemeistert. Schlimmer wird’s doch wohl nicht werden. Und tatsächlich: Von schlimm kann keine Rede mehr sein! Mit dem Rutschen verhält es sich offenbar wie mit vielen anderen Dingen, die man in der Kindheit ganz selbstverständlich gemacht und danach schmählich vernachlässigt hat. Der Körper und das Gehirn beginnen sich langsam zu erinnern: Die Angst verfliegt, die Lust bahnt sich ihren Weg. Nachdem ich Hias ebenfalls gemeistert habe, entlässt mich die 29 Meter lange Heidi bereits mit einem lauten Lachen. Rutschen macht Spaß: Ich hatte es fast vergessen!

Und so ist der neu angelegte Rutschenweg in der Wildkogel-Arena nicht nur eine besonders schöne Variante des Abstiegs, sondern eine Riesengaudi für Kinder und auch Erwachsene. Während sich die Kinder voll Begeisterung in die Edelstahlrutschen stürzen, lernen Erwachsene spielerisch, die Kontrolle abzugeben, sich einfach der Geschwindigkeit hinzugeben, loszulassen! Und loslassen ist für den Urlaub nicht die schlechteste Devise.

Der Wald-Rutschenweg von oben © Wildkogel-Arena

Zwischen den zehn Rutschen wandert man auf einem wunderschön angelegten Weg ins Tal, der durch den idyllischen Bergwald führt, in dem Schwarzbeeren am Wegesrand wachsen, Baumflechten an den Ästen wehen und von Hand geschnitzte Bänke zum Rasten einladen. Von der Mittelstation der Wildkogelbahn auf 1.644 Metern Seehöhe überwindet man rutschend und bergab wandernd bis zum Gasthof Stockenbaum knapp 500 Höhenmeter. Wer den Rutschenweg flott zurücklegt, braucht dafür gut eine Stunde. Empfehlenswert ist das allerdings nicht: Denn das Rutschen macht letztendlich so viel Spaß, dass man die ein oder andere Rutsche ein zweites Mal packt. Vor allem „Max und Moritz“, „Hänsel und Gretel“ und „Sissi und Franz“ fordern zum Zweikampf auf: Bei diesen Doppelrutschen misst man sich in der Eins-zu-Eins-Situation mit seinem Mitrutscher. Und das endet meist mit einer Revanche!

Der Rutschenweg in der Wildkogel Arena passt hervorragend zum Familienangebot der beiden Nationalparkorte Neukirchen und Bramberg: Hier, wo im Winter die längste beleuchtete Rodelbahn der Welt ins Tal führt, rutscht man im Sommer CO²-freundlich ins Tal: Ganz ohne Energieverbrauch oder Lärmbelästigung. Oder wie war das mit dem Juchiza beim Rutschen? Das alles entspricht der Philosophie von Neukirchen am Großvenediger, das „Alpine Pearl“-Ort ist und großen Wert auf Nachhaltigkeit und sanfte Mobilität legt. Im Bramberg geht’s übrigens ähnlich spektakulär ins Tal, und zwar auf Mountaincarts.

Der Rutschenweg ist eine wunderbare Option, den Abstieg auf besonders unterhaltsame Weise zurückzulegen: Er ist Belohnung und Höhepunkt einer Wanderung zugleich. Außerdem ein Riesenspaß und ein ungewöhnliches Bergerlebnis für die ganze Familie.

Unsere Empfehlung: Täglich rutschen! Es wird von Mal zu Mal lustiger!

Info

Der Rutschenweg führt von der Mittelstation der Wildkogelbahn auf 1.644 Meter zum Gasthof Stockenbaum auf 1.160 Meter. Der Weg ist kinderfreundlich, die Rutschen können beliebig oft gerutscht, aber auch umgangen werden. Die Bergfahrt ist mit der Nationalpark Sommercard und für Inhaber des Wanderpasses kostenlos, Kinder unter sechs Jahre werden kostenlos befördert.

Das Rutschen ist nur mit Rutschmatten erlaubt, die an der Mittelstation ausgeliehen werden können: Die Leihgebühr beträgt 2 Euro pro Matte. Die Begehung des Rutschenweges ist während der Öffnungszeiten der Bergbahn – jedoch nur bei gutem Wetter – erlaubt. Vom Gasthof Stockenbaum wandert man die letzten Höhenmeter in ca. einer weiteren Stunde in den Ort Neukirchen oder benützt den Rutschenbus (inkludierte Leistung der Nationalpark Sommercard, ansonsten ist eine geringe Taxi-Gebühr zu entrichten).

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