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Ein Bauernherbsttag am Bauernhof

Der Bauernherbst ist bei den Salzburger Landwirten Erntezeit für Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse

Im Bauernherbst kehrt bei den Landwirten langsam Ruhe ein. Noch ist zwar viel zu tun, denn das Vieh ist wieder vom Almsommer zurück und will im Stall versorgt werden. Die letzten Obstbäume müssen geerntet und die Früchte verarbeitet werden. Die Bauern sind auch Mitwirkende bei über 2000 Bauernherbst-Veranstaltungen im SalzburgerLand. Mit regionalen Speisen verwöhnen sie bei Hof- und Dorffesten die Gäste oder verkaufen ihre selbst erzeugten Produkte auf den Wochenmärkten.

Früh startet der Tag am Bauernhof, denn es ist viel zu tun. Die Kühe werden gemolken und danach auf die herbstlichen Weiden geführt. Die Milch wird entweder gleich am Hof zu  Käse und Butter verarbeitet, oder in den „Millibitschn“ – den großen Milchkannen – zum Abtransport in die regionale Molkerei bereitgestellt. Im Hühnerstall sammelt die Bäuerin die frischen Eier ein. Was sie nicht selbst zum Backen und Kochen braucht, legt sie für den eigenen Hofladen oder den Verkauf am Bauernherstmarkt zur Seite.

Letzter „Eiheiga“

Ein letztes Mal für dieses Jahr geht es für die Bauersleute hinaus auf die Felder, um das Heu für den nahenden Winter einzufahren. Im ebenen Tal wird meist maschinell gemäht. Aber für Böschungen und steilere Wiesen packt der Bauer noch heute seine Sense aus und Schnitt für Schnitt schreitet er das Sensenblatt schwingend voran. Die ganze Familie hilft zusammen beim „Eiheign“ – dem Zusammenrechen des getrockneten Heus. Vielerorts sieht man auch noch die Heureiter. Auf diese hölzernen Gestelle wird das frisch geschnittene Gras zum Trocknen aufgehängt. Erst wenn die Herbstsonne das Heu vollständig getrocknet hat, wird es zu Ballen gebunden oder lose in den Heuboden am Bauernhof verfrachtet.

Selchen und Einkochen am Bauernhof

Der Herbst ist auch die Zeit des Selchens, wenn nach dem Schlachten das frische Fleisch zu Würsten oder Speck verarbeitet wird und in die eigene Selchkammer kommt. Die Bauernherbst-Wirte holen jetzt auch gern das frische Fleisch von Almochsen, Schweinen oder selbst gejagtes Wildbret, das sie für ihre speziellen Bauernherbstgerichte zubereiten. Am ganzen Hof duftet es, wenn die Bäuerin die eben geernteten Früchte zu leckere Marmeladen einkocht oder fruchtige Säfte presst. Der Bauer holt noch die letzten Vogelbeeren von den Bäumen, die er später am Bauernhof zu hochwertigem Vogelbeer-Schnaps brennt. Dazwischen wird noch frisches Brot und diverse Kuchen gebacken, um für die Bauernherbst– und Wochenmärkte gerüstet zu sein.

Wenn die Kühe langsam von selbst zurück zum Stall marschieren, wissen die Bauersleute, es ist wieder Zeit zum Melken. Es wird ausgemistet und frisches Heu vom Heuboden geholt, bevor für diesen Tag im Stall Ruhe einkehrt. Jetzt wird erstmal gemeinsam gegessen. Bei einer deftigen Brettljause lässt die Familie ihren arbeitsreichen Tag gemeinsam ausklingen, bevor sie am nächsten Tag ihre Produkte am Markt verkaufen oder die Bauernherbst-Wirte mit den frischen Zutaten für regionale Speisen beliefern.

Bauernherbst-Wirte

Bauernherbst Wirte sind ganz einfach am Bauernherbst-Zeichen in der Speisekarte und der Heukugel vor der Eingangstüre zu erkennen. Am Menü stehen im Bauernherbst besonders traditionsreiche Gerichte, zubereitet aus erntefrischen und heimischen Spezialitäten von der regionalen Landwirtschaft. Pinzgauer Schottnocken von den speziell geräucherten Käsekegeln, Schöpsernes beim Lungauer Schafaufbradln, Flachgauer Bockbeidei, Tennengauer Almochsengulasch oder Pongauer Biersuppe. Deftig und einfach köstlich Salzburgerisch! Darum darf nach dem Essen ein selbstgebrannter Schnaps nicht fehlen, bevor es gut gestärkt weiter zum Herbsttanz oder Dorffest geht.

 

FERTAL FEED MIT ALLEN WIRTEN

 

 

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