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Kindheit und erste Reisen

1756 - 1763

Mozart in Jungen Jahren, Quelle: Wikipedia

1756

Am 27. Januar 1756 kam um 8 Uhr abends im Hagenauerhaus Getreidegasse Nr. 9 Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus zur Welt.
Vater: Leopold Mozart, hochfürstlicher Hofmusiker
Mutter: Anna Maria Mozart, geborene Pertl

Salzburg hatte sich zur Zeit Mozarts in eine große Mittelstadt entwickelt, die um 1771 etwas über 16.000 Einwohner zählte.

Wichtigstes gesellschaftliches und kulturelles Zentrum waren der geistliche Fürstenhof und die 1623 gegründete Benediktineruniversität. Der Salzburger Kaufmannsstand verfügte über weitreichende Handelsbeziehungen, die Salzburg aus der provinziellen Enge rückten.

1761

Die ersten Kompositionen Wolfgangs entstanden. Wolfgang Amadeus Mozart trat erstmals am 1. September 1761 öffentlich in Salzburg auf, wo er in dem lateinischen Schuldrama "Sigismundus Hungariae Rex" als einer der "salii" (Tänzer) in der Aula der Universität mitwirkte.

Zu seinen frühen Salzburger Kompositionen zählen u.a. das geistliche Singspiel "Die Schuldigkeit des Ersten Gebots" KV 35 für den fürsterzbischöflichen Hof (1767), das Schuldrama "Apollo et Hyacinthus" KV 38 für die große Aula der Universität (1767), seine Missa brevis d-Moll KV 65 (61a) für die Universitätskirche sowie die C-Dur-Messe KV 66, die sogenannte "Dominicus-Messe", für die Primiz seines Jugendfreundes und nachmaligen Abtes von St. Peter, Kajetan Rupert Hagenauer. Mozart besuchte zeitlebens weder eine Schule noch eine Universität, war aber durch seine Kompositionen für den erfolgreichen Schulabschluss seiner Freunde mit der Salzburger Universität eng verbunden.

1762

Am 12. Januar 1762 begab sich der Vater erstmals mit seinen "Wunderkindern" auf eine Kunstreise. Während der dreiwöchigen Reise nach München konzertierten Wolfgang und Nannerl vor dem Kurfürsten Maximilian III. Joseph von Bayern.

Es wurde errechnet, daß Mozart 3720 Tage - das ist beinahe ein Drittel seines Lebens - auf Reisen war. Trotz der Unbequemlichkeit der Kutschen reiste er gerne.

Noch im Herbst des Jahres 1762 fuhr die Familie Mozart nach Wien. Am 13. Oktober erhielt sie ihre erste Audienz bei Kaiserin Maria Theresia. "Der Wolferl ist der Kayserin auf den Schooß gesprungen, sie um den Halß bekommen und rechtschaffen abgeküsst", berichtete der stolze Vater seinem Hausherrn Hagenauer am 16. Oktober in einem Brief. Neben anderen wertvollen Geschenken erhielten die Kinder je ein Galakleid.

1763

Bald nach seiner Rückkehr aus Wien wurde Leopold Mozart am 28. Februar 1763 von Fürsterzbischof Sigismund Christoph Graf von Schrattenbach, der durch seine Aufgeschlossenheit die Reisen der Mozarts auf großzügigste Weise förderte, zum Vizekapellmeister ernannt.

Wolfgang tritt erstmals als Musiker öffentlich beim Geburtstag des Fürsterzbischofs auf.

 

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