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Gery Keszler

Der Life Ball Gründer im Interview

Gery Keszler, Gründer und Mastermind hinter dem Life+ Trägervereins und des Life Balls, lässt im SalzburgerLand Interview 25 Jahre Life Ball Revue passieren und erklärt, warum Life Ball und Sound of Music so gut zusammenpassen.

Life Ball feiert 25-Jahr-Jubiläum? Was bedeutet das für Sie?
Gery Keszler (GK): Für mich sind 25 Jahre Life Ball ein bedeutender Meilenstein, wenn man bedenkt, dass wir 1993 ein einmaliges Event geplant hatten. Den Ball 2018 werden mein Team und ich nutzen, um sowohl einen Blick in die Vergangenheit als auch in die Zukunft zu werfen. Welche Ziele hat der Life Ball in Bezug auf HIV/AIDS bisher erreicht? Was sind seine gesellschaftspolitische Bedeutung und wo stehen wir in Bezug auf die übergeordnete Aufgabe, die AIDS-Hilfsorganisationen dabei zu unterstützen, effektiv Leben zu retten.

Warum passen Life Ball und das Thema „Sound of Music“ so gut zusammen?
GK: Als schillernder Hybrid aus Botschaft und Unterhaltung hat sich der Life Ball als Fest des Lebens etabliert. Er repräsentiert ein weltoffenes Österreich und erreicht ein zunehmend internationales Publikum. Dieses Spannungsfeld aus österreichischen Qualitäten, mit denen der Life Ball eng verbunden ist, und internationaler Breitenwirkung verkörpert auch der Film „The Sound of Music“ (1965). Darum haben wir uns entschieden, die berührende Geschichte der von Trapp-Familie im Jubiläumsjahr als kreativen Leitfaden durch das Jahr einzusetzen.

Life Ball Style Bible Sound of Music Shooting Pferdeschwemme Salzburg

© Markus Morianz

Warum genau zum Jubiläum ein so dezidiertes Österreich-Thema?
GK: Ein Projekt wie der Life Ball ist weltweit meiner Meinung nach nur in Österreich und ganz speziell in Wien möglich. Seit Anbeginn unterstützen unsere Vision Jahr für Jahr hunderte Ehrenamtliche. Politik und Wirtschaft stehen gleichermaßen hinter der Sache. Sie unterstützen uns nicht nur, sie kämpfen mit uns für die Anliegen des Life Ball! Auch deshalb widmen wir den diesjährigen Life Ball einem ganz österreichischen Thema. Mit der Interpretation von Schlüsselszenen aus The Sound of Music tauchen wir in Österreichs Geschichte, Kultur, Gewohnheiten und Klischees ein. Die wichtigsten gesellschaftlichen Werte wie Vielfalt, Toleranz und Sensibilität spielen dabei ebenfalls eine tragende Rolle

Die Erstellung der Style Bible an den Originalschauplätzen von Sound of Music war ein Meisterstück von Fotograf Markus Morianz. Wie haben Sie das „Making of“ im SalzburgerLand miterlebt?
GK: Heuer haben wir zum ersten Mal nicht in einem Studio fotografiert, sondern größtenteils outdoor und an Originalschauplätzen des Films. Das war logistische Schwerstarbeit, aber nicht zuletzt durch die großartige Unterstützung vor Ort konnten wir die zwölf Sujets an zwölf Originalschauplätzen innerhalb von zehn Shootingtagen umsetzen.

Life Ball 2018 Gery Keszler Style Bible

Fotos von Kolarik/Leo, Christoph Leder (Mitte) & Markus Morianz (r.u.)

Die Style Bible Präsentation war zum ersten Mal in der Life Ball Geschichte nicht in Wien. Wie hat es Ihnen im Schloss Leopoldskron gefallen?
GK: Der Film lebt von den großartigen Schauplätzen im Salzburger Land. Die Ballnacht im Hotel Schloss Leopoldskron ist eine zentrale Szene in der Dramaturgie des Films. Die Präsentation der Style Bible ebendort zu machen, wo wir eine unserer opulentesten Szenen fotografiert haben, war ein logischer Schritt. Wir hatten vor Ort und hinter den Kulissen großartige Unterstützung durch den General Manager des Hotels, Herrn Daniel Szelényi, der uns mit großer Leidenschaft begleitet hat. Der Abend in Salzburg war absolut großartig und ein hervorragender Kick-off für den 25. Life Ball. Persönlich hat mich sehr gerührt, dass einige Mitstreiter der ersten Stunde an diesem Event teilgenommen haben, aber auch, dass die 25. Life Ball-Saison von Herrn Landeshauptmann des Bundeslandes Salzburg, Wilfried Haslauer, eröffnet wurde. Unsere Sponsoren und Partner haben mit ihrem Auftritt bei unserem ersten Event in der Jubiläumssaison bekräftigt, wie wichtig es ist, sich nicht nur einmalig für die Sache einzusetzen, sondern, dass der Kampf gegen HIV / AIDS auch für sie 365 Tage im Jahr Bedeutung hat. Solche wichtigen Signale von unseren wichtigsten Partnern geben mir jedes Jahr auf’s Neue viel Kraft für den Life Ball.

Die heimlichen Stars der Style Bible 2018

© Life Ball / Markus Morianz

Haben Sie eine persönliche Verbindung zu Sound of Music und wann haben Sie den Film zuerst gesehen?
GK: Ich habe den Film das erste Mail auf einem Langestreckenflug vor zwei Jahren gesehen und danach gleich noch drei Mal auf dieser Reise angeschaut. Der Film spricht wunderschöne Emotionen an, aber er thematisiert auch heikle Themen. Genau diese Verbindung ist immer auch ein Anliegen des Life Ball. Wir feiern das Leben, aber sind auch gesellschaftskritisch und gesellschaftspolitisch verändernd. Ich bin immer wieder erstaunt, dass „The Sound of Music“ in Österreich nahezu unbekannt ist, aber international unfassbare Begeisterung auslöst, vor allem bei Amerikanern und Asiaten.

Welchen Charakter finden Sie in Sound of Music am interessantesten?
GK: Die Entwicklung, die Fräulein Maria in dem Film durchmacht ist für mich mit so vielen wichtigen Themen verbunden – Kirche und Laizismus, Liebe zu Gott, aber auch der Segen ihrer Mutter Oberin für ihre Entscheidung, Kapitän von Trapp zu heiraten und eine Patchwork-Familie zu gründen. Diese Vielschichtigkeit greifen wir auf. Denn, und das ist eine wichtige Botschaft des Life Ball und des Films, der Glaube an das Gute und die Kraft, es auch umzusetzen, steckt in uns Allen – egal wo man geboren wurde, egal wen man liebt. Oft bekommen wir den besten Rat von Menschen, die uns auf den ersten Blick völlig fremd sind. Aber Herzensbildung, Solidarität und wahre Freundschaft finden wir überall, solange wir die Lebensentwürfe der Anderen respektieren.

Der Familienzusammenhalt stand bei der Trapp-Familie neben der Musik an oberster Stelle. Wie wichtig ist Familie bzw. Zusammenhalt in Ihrem Leben?
GK: Ich bin überzeugt davon, dass die Familie das Fundament des Lebens bildet. Nicht nur die des Blutes, sondern auch die des Herzens. Auf ihrem sicheren Fundament trainieren wir unsere Beziehungsfähigkeit, soziale Kompetenz und Toleranz. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, die alternative Beziehungsmodelle – vor allem von gleichgeschlechtlichen Paaren – akzeptiert.

Zum Schluss noch eine Insider-Frage: Können Sie schon ein paar Details zu Ihrem Life-Ball-Auftritt Outfit verraten?
GK: Als Obmann von LIFE+, dem Verein hinter dem Life Ball, bin ich an diesem Abend in erster Linie ein Repräsentant unserer Organisation und trete daher klassisch im Smoking auf. Da gibt es keine Überraschungen.

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