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Die Salzburger Pfingstfestspiele

Die Pfingstfestspiele bringen jährlich zu Pfingsten exzellente Konzerte und Produktionen auf die Bühnen

Bereits Hugo von Hofmannsthal hatte die Vision, nicht nur im Sommer Festspiele abzuhalten. Realität wurde diese Vision allerdings erst lange nach seinem Tod. 1967 rief Herbert von Karajan die Osterfestspiele ins Leben und nur wenige Jahre später folgten – ebenfalls mit Karajan als treibender Kraft – die Pfingstfestspiele.

Kleines und exklusives Festival in Salzburg

Die Pfingstfestspiele sind nicht nur das jüngste, sondern auch das kürzeste der drei Festspiele. Von Freitag, 29. Mai bis Pfingstmontag, 1. Juni 2020 finden die Konzerte und die beiden Opern „Don Pasquale“ und „Orphée“ statt.

La couleur du temps – Die Farbe der Zeit

Das Leben von Pauline Viardot-Garcia, einer Sängerin, einer Musikbotschafterin Europas, einer exzellenten Pianistin und Komponistin, stellen die Salzburger FestspielePfingsten ins Zentrum des Programmes 2020. Waren es vor dem 19. Jahrhundert vor allem die Männer und Kastraten, die als herausragende Künstlerpersönlichkeiten das musikalische wie gesellschaftliche Leben beeinflussten, so übernahmen Anfang des 19. Jahrhunderts mehr und mehr Frauen diese Rolle – der „Divo“ wurde zur „Diva“.

„Je weiter die Strahlen der Aufklärung das 19. Jahrhundert erleuchteten, desto mehr wandten sich die Fans von diesen extravaganten, von absolutistischen Monarchen verzogenen jungen Männern ab und einer neuen Gottheit zu: der Primadonna. Von nun an lagen sie Frauen zu Füßen, wunderbaren Künstlerinnen, welche die Werte der postrevolutionären und bürgerlichen Gesellschaft besser verkörperten als Kastraten, deren Künstlichkeit, vom Hochadel so geliebt, plötzlich als unnatürlich angesehen wurde. Frauen waren die neuen Musen für aufstrebende Komponisten, sie nahmen Einfluss darauf, was letztendlich in eine Partitur gelangte, auf die Repertoirepolitik an Theatern, Besetzungen und Gagen; manch eine von ihnen verfügte über großen gesellschaftlichen Einfluss“, sagt Cecilia Bartoli, die künstlerische Leiterin der Salzburger Festspiele Pfingsten. Hier geht es zum Programm.

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Die Pfingstfestspiele im Wandel der künstlerischen Leitung

Große Persönlichkeiten prägten seit der Gründung die Festspiele. Klarerweise sollte eine unabhängige Institution geschaffen werden, die sich in der Programmlinie auch klar von den Festspielen im Sommer und den Osterfestspielen abheben sollte:

  • Karajans Zeit: Zu Anfang war das Festival als Ergänzung zu den Osterfestspielen gedacht. Der Andrang auf das sechs Jahre zuvor begründete Festival war groß und Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker gestalteten fast ausschließlich das Programm auf höchstem Niveau
  • Ab 1982: In der Folge wurden vermehrt andere Orchester und Dirigenten eingeladen. Das Werk Anton Bruckners stand bis zum Tod Karajans im Jahr 1989 im Vordergrund. Ab diesem einschneidenden Ereignis fehlte den Salzburger Pfingstfestspielen aber zunehmend die durchgängige Linie.
  • Neustart 1997: Nachdem die Pfingstkonzerte 1997 in Baden-Baden ausgerichtet wurden, erfolgte ein Jahr später der Neustart. Thematisch widmete man sich nun – in klarer Abtrennung zu den anderen Institutionen – den Komponisten des Barocks.
  • Riccardo Muti: 2007 sollten sich die Festspiele wiederum neu erfinden. Der Neapolitaner Muti sollte auch die Komponisten seiner Heimat in den Fokus rücken. Bis 2011 standen somit italienische Komponisten des 18. Jahrhunderts auf dem Programm.
Cecilia Bartoli als künstlerische Leiter

Seit 2012 ist Cecilia Bartoli nicht nur die künstlerische Leiterin, sondern übernimmt auch die Hauptrolle in der Opernproduktion. Gleichzeitig wurde 2012 auch Alexander Pereira Intendant des Festivals und setzte durch, dass die Opernproduktionen künftig auch für die Sommerfestspiele genutzt werden sollten:

  • 2012: Friedrich Händel: Giulio Cesare in Egitto
  • 2013: Vincenzo Bellini: Norma
  • 2014: Gioachino Rossini: La Cenerentola sowie Otello
  • 2015: Christoph Gluck: Iphigenie en Tauride
  • 2016: Leonard Bernstein: West Side Story

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