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25 Jahre Glocknerkönig – 2020 aufgrund Covid-19 Maßnahmen leider abgesagt

Der Klassiker der Alpen feiert Geburtstag

18 langgezogene Kehren, eine ständige Steigung von 9 bis 15 Prozent ab Kilometer 14,5, 27,3 Kilometer Länge und 1.671 Höhenmeter. Der Glocknerkönig trennt die Spreu vom Weizen und gilt doch als eines der beliebtesten Jedermann-Radrennen des Landes. Seit genau 25 Jahren quälen sich Jahr für Jahr tausende von Teilnehmern von Bruck über die Großglockner Hochalpenstraße hinauf zum Fuscher Törl auf 2.428 Höhenmeter und wachsen dabei nicht selten über ihre eigenen körperlichen und mentalen Grenzen hinaus.

Der Name Großglockner lässt keinen Radsportler kalt. Er löst ein Feeling aus, das nicht selten mit Sehnsucht einhergeht. Und jeder möchte ihn zumindest einmal im Leben bezwingen. Oben am Fuscher Törl oder sogar auf der Edelweißspitze stehen und auf die vielen Serpentinen hinuntersehen. Ein tolles Gefühl! Mischt sich dazu noch ein gewisses Maß an Wettkampfgedanken, die Lust, sich mit anderen auf Österreichs höchster befahrbarer Straße zu messen und diese einmal autofrei erleben zu können, dann ist man beim Glocknerkönig, dem Klassiker der Alpen, genau richtig.

Der Glocknerkönig ist kein Honiglecken. Soviel gleich einmal vorweg. Doch hat man dann erst einmal die letzten Meter vor dem Ziel nach 1.695 Höhenmeter  erreicht, dann sind sind all die Mühen plötzlich vergessen. Die Zuschauer tragen einen förmlich über die Linie und man fühlt wie der Allergrößte. Ein Erlebnis, das man beim Jubiläums-Glocknerkönig am 7. Juni 2020 mit rund 2.700 Gleichgesinnten aus über 25 Nationen teilen wird. Doch alles der Reihe nach…

Jaja, der innere Schweinehund

Noch einmal zum Mitschreiben: 27,3 Kilometer, eine ständige Steigung von 9 bis 15 Prozent, 18 lange Kehren und last but not least 1.671 Höhenmeter, die es zu bewältigen gilt. Die Faszination des Glocknerkönigs liegt für die tausenden von Teilnehmern eindeutig in der Strecke und der herausfordernden Streckenführung. Als reine Bergauf-Strecke lässt sich keine Verschnaufpausen zu und zeigt antrainierten Teilnehmern ziemlich schnell auf, dass man hierher nur mit einem guten Maß an Vorbereitung kommen sollte. Viel Training, Ehrgeiz und Leidensfähigkeit – das ist das Rezept, um bei einem der drei Bewerbe des ‚Königs‘ ganz vorne dabei zu sein. 

Glocknerkönig Classic

Der Start des Klassikers befindet sich in Bruck am Nullpunkt der Glocknerstraße. Um exakt 7 Uhr geht’s los. Zum Aufwärmen führt die Strecke zu Beginn relativ flach bis kurz nach Fusch. Dann wird es zunehmend steiler. 4,5 weitere Kilometer, dann erreicht das Feld die Mautstelle Ferleiter, wo die Herausforderung so richtig beginnt. Auf den kommenden 12 Kilometern geht es nur mehr bergauf. 18 langgezogene Kehren und eine ständigen Steigung zwischen 9 und 15% liegen zwischen hier und dem Ziel des Classic-Bewerbs beim Fuscher Törl. Für die Stärkung zwischendurch wird eine Labstelle beim Gasthaus Piffkar mit Tee und Wasser auf die Fahrer warten. Den Streckenrekord in der Männer Wertung hält seit 2005 Roland Stauder mit einer Zeit von 1:15:15. Eine großartige Leistung, an die bisher noch kein anderer Fahrer herankommen konnte. Obwohl jedes Jahr eine Prämie für den neuen Rekord ausgeschrieben wird. Manche standen schon bei 1:16, darunter schaffte es allerdings auch mit moderner, immer leichterer Technik, niemand. In der Damen-Wertung halt Christina Rausch den Rekord mit 1:27:29 aus dem Jahr 2017. 

Glocknerkönig Light

Die Teilnehmer des Light-Bewerbes starten um 7:45 Uhr bei der Mautstation Ferleiten auf 1.115 m Seehöhe und fahren die 12 Kilometer hinauf zum Fuscher Törl. Wobei Light so ziemlich die Untertreibung des Jahrhunderts ist, bedenkt man, dass dieser Abschnitt nichts weniger als den herausforderndsten Teil des Rennens darstellt. Damit es keine Behinderungen mit den Startern der Classic-Wertung kommt, werden die Teilnehmer dieses Bewerbs in kleinen Blöcken gestartet. Zu diesem Zeitpunkt ist der große Pulk der Classic Starter bereits in Ferleiten durch, außerdem ist die Strecke in diesem Teil 3-spurig.

Glocknerkönig Ultra

Die Ultra-Wertung ist der neueste, längste und gleichzeitig auch härteste Bewerb des Glocknerkönigs. Nachdem die gesamte Classic-Strecke, von Bruck zum Fuscher Törl, zurückgelegt wurde, geht es für die zähsten Teilnehmer seit 2018 auch noch hinauf zur Edelweißspitze. Mit ihren 2.572 m Seehöhe ist sie der höchste offiziell zu befahrende Gipfel der Alpen. 7 zusätzliche Kehren, 143 Höhenmeter, eine Steigung von durchschnittlich 14 Prozent, die dünne Luft und das schwer zu befahrende Kopfsteinpflaster verlangen den Fahrern noch einmal alles ab. Insider sprechen davon, dass die Teilnehmer vom Rad fallen würden, sobald sie zu treten aufhören. Der Streckenrekord der Herren aus dem Jahr 2018 liegt bei 1:25:59 und wird von Thomas Frauenschuh gehalten. Bei den Damen ist Esther Fennel mit ihren 1:41:28, ebenfalls 2018 aufgestellt, die Spitzenreiterin. 

Dabei sein ist alles!

Das Schöne an diesem Rennen ist, dass an sich jeder Glocknerkönig ist, der sich dieser Herausforderung stellt. Egal ob Amateur, Profi oder Hobbysportler – hier kann jeder mitmachen und sich seinem inneren Schweinehund stellen. Das Teilnehmerfeld, bestehend aus rund 2.700 Radfahrern aus der ganzen Welt, ist dabei immer besonders bunt. 2019 kam der exotischste Teilnehmer aus Mexiko, der jüngste Starter war gerade einmal 10 Jahre alt, der älteste 80 Jahre alt. Es gibt also keine Ausreden. In diesem Sinne: sofort mit dem Training starten, damit auch Sie am 7. Juni oben beim Fuscher Törl über die Ziellinie getragen werden und sich die begehrte Finisher-Medaille umhängen können. 

Die Teilnahme ist für Jedermann möglich, die Anmeldung erfolgt online unter www.glocknerkoenig.com.

PS: Glocknerkönig goes GREEN

Die Natur ist der größte Schatz im SalzburgerLand. Einen Schatz, den es zu bewahren und bewachen gilt. Der Glocknerkönig führt in das Herz des Nationalparks Hohe Tauern. Ein besonders sensibler, hochalpiner Lebensraum, der keinerlei menschlichen Eingriff zulässt. Dies gilt auch für den Tag des Rennens. Deshalb kommen hauptsächlich umweltverträgliche Produkte zum Einsatz. So sind 10.000 Trinkbecher und sämtliche Teller kompostierbar und die Gabeln aus Holz. Die Merchandising T-Shirts bestehen aus Bio Baumwolle und werden von der Geschützen Werkstätte produziert.

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