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Stadtgärtner Peter

„Für mich ist es die Erfüllung, Stadtgärtner in Salzburg zu sein.“

Peter Ebner ist gelernter Gärtner und startete bereits 1989 seine Karriere im Mirabellgarten. Seit mittlerweile 15 Jahren leitet er als Obergärtner ein Team von über zehn Mitarbeiter*innen. Im Interview haben wir erfahren: Seine Leidenschaft für Pflanzen hat er sehr früh entdeckt – und er ist bis heute von seinem Beruf, oder eher seiner Berufung, fasziniert.

Berufswunsch Gärtner – von klein auf

Für Peter stand recht schnell fest, dass er einen anderen beruflichen Weg einschlagen würde als den seiner nahen Verwandten: „Mein Bruder und mein Vater waren Kfz-Mechaniker. Ich bin in Salzburg in der Josefiau aufgewachsen. Gleich gegenüber war die Gärtnerei Neuhauser, und da bin ich als kleiner ,Bua‘ schon immer herumgetollt. Mich hat das einfach interessiert.“

 

Im heimischen Garten hat er regelmäßig seiner Oma geholfen. Mit der Zeit entstand der Berufswunsch, Gärtner zu werden. Seine Lehre absolvierte Peter in der Gärtnerei Zwuck in Leopoldskron – zunächst lernte er Zierpflanzenbaugärtner, bevor er auf Landschaftsgärtner umstieg.

Was die Arbeit in den Salzburger Stadtgärten ausmacht

Das Städtische Gartenamt Salzburg hat fünf Stadtteilobergärtner, einer davon ist Peter: „Ich bin für den Stadtteil zentral, also Mirabellgarten, Makartplatz, Kurgarten und Franz-Josef-Straße zuständig. Praktisch von der Staatsbrücke bis zur Eisenbahnbrücke und rauf bis zur Linzer Gasse. Das ist alles mein Gebiet.“ Dieses umfasst also diverse Außenflächen und damit weit mehr als nur den Mirabellgarten selbst. Auf diesem liegt aber natürlich das Hauptaugenmerk.

 

Wie läuft so ein Tag als Obergärtner ab? „In der Früh sitzen alle beisammen. Die Arbeit wird eingeteilt, und es wird besprochen, was anfällt. Dann begeben sich alle zu ihrem Arbeitsplatz, mich eingeschlossen. Ich schreibe im Büro Anwesenheitslisten und Krankenstände, verrichte aber auch selbst Arbeiten im Garten oder gehe für die Firma einkaufen.“ Insgesamt ist es seine Hauptaufgabe, reibungslose Abläufe sicherzustellen.

Peter hat noch einen Tipp für uns: „Am schönsten ist die Stimmung im Mirabellgarten, wenn wir in der Früh um fünf gießen. Im Sommer ist das wirklich ein Traum. So ruhig. Einfach herrlich.“

Gartengestaltung aus Meisterhand

Wer sich schon immer einmal gefragt hat, wer eigentlich entscheidet, was im Mirabellgarten blüht: Neben der Mitarbeiterorganisation liegt auch die kreative Gartengestaltung in Peters Hand. Die Ornamente bleiben immer die gleichen und werden beim Umpflanzen höchstens nachkorrigiert. Der Rest entspringt seiner Vorstellungskraft:

Die Arten und Farben der Pflanzen suche ich aus. Da habe ich meine Kataloge und meine Erfahrungswerte, welche Pflanzen wir wann wo setzen können. Meist stehe ich einfach einmal eine Stunde da heraußen und stelle mir alles gedanklich vor. Anschließend suche ich mir die richtigen Pflanzen und Mengen dafür aus und bestelle diese bei der Stadtgärtnerei.

 

Die benötigen Mengen kennt der Obergärtner übrigens nach unzähligen Umpflanzungen auswendig. Apropos Umpflanzungen: Diese finden zweimal im Jahr statt, wie uns Peter erzählt: „Im Frühjahr und im Herbst kommt alles raus. Im Frühjahr wird die Winterbepflanzung gegen die Sommerflora getauscht. Das sind ca. 35.000 Blumen. Dazu setzen wir bei der Umpflanzung im Herbst noch ca. 12.000 Zwiebelgewächse – also Tulpen, Narzissen oder Kaiserkronen – in die Erde.“

Die schönen und nicht so schönen Momente als Stadtgärtner

Wir fragen Peter nach den schönsten Momenten in seinem Arbeitsalltag als Obergärtner: „Die Anerkennung durch die Einheimischen ist wichtig, von den Salzburger*innen. Die sich immer wieder bedanken, dass wir den Garten und die Kreisverkehre so schön machen. Das ist für uns das Zeichen, dass alles passt, was mir letztlich am meisten gibt.“

Und wie geht es für ihn in Zukunft weiter? Peter hat noch Pläne für den Mirabellgarten. Grundsätzlich möchte er aber, dass es für ihn beruflich so bleibt, wie es ist. Er hat den Mirabellgarten übernommen und damit seinen Berufswunsch wahr werden lassen:

Ich bin stolz, dass ich den Mirabellgarten führen darf. Das habe ich erreicht, eine Arbeit, die mich erfüllt, und ich brauche eigentlich nimmer mehr.

 

Natürlich gibt es nicht nur Anerkennung und Lob – was für Peter auch in Ordnung ist, solange das Ganze nicht zu einer Fehlerreiterei wird: „In jedem Garten finde ich Fehler oder etwas, das ich persönlich vielleicht als nicht so gelungen empfinde. Trotzdem meine ich, dass nicht sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt werden müssen, um sogenannte Mängel wie Wasserlacken umgehend zu beheben.“ Auch Vandalismus in Form von ausgerissenen Pflanzen oder umgestürzten Vasen ist ihm schon untergekommen. Alles in allem überwiegen für Peter aber definitiv die schönen Momente.

Mit dem SalzburgerLand verbunden

Peters Begeisterung für seine Arbeit ist vom ersten Moment an offensichtlich, genauso wie die tiefe Verbundenheit zu seiner Heimat. Die betont er zum Abschluss unseres Gesprächs noch einmal besonders:

Für mich ist es die Erfüllung, dass ich da herinnen als Stadtgärtner arbeiten darf. Ich identifiziere mich praktisch mit dem Garten. Es ist einfach herrlich. Und ich möchte auch nirgendwo anders sein. Für mich ist Salzburg sowieso eines der schönsten Bundesländer.

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