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Marcel Hirschers Sommer-Top5

Prominente Salzburger und ihre Lieblingsplätze

Marcel Hirscher schrieb in seiner sportlichen Karriere Ski-Geschichte. Wintersport regierte über viele Jahre seine Welt. Auf Schnee zeigte er zwischen den Slalomstangen sein grandioses Können und im Sommer diente das SalzburgerLand als perfekte Trainingslocation für eine akribische Rennvorbereitung. Nach Serien-Spitzenplätzen im Slalom, Riesentorlauf und in der Alpinen Kombination, acht Gesamtweltcup-Kugeln, sieben Weltmeistertiteln und drei Olympia-Medaillen zog sich Marcel Hirscher am 4. September 2019 aus dem aktiven Rennsport und einem sehr intensiven Lebensabschnitt zurück. Im Ruhestand sieht sich der 32-jährige Annaberger aber absolut nicht und meint: „Klar, es ist ruhiger als zuvor, aber ich kann nun für viel mehr Fülle in meinem Leben sorgen. Es fängt jetzt erst richtig an!“

Was nun beginnt, hat viele Facetten. Zum einen setzt sein kleiner Sohn neue Prioritäten im Leben des Ski-Stars, zum anderen füllt auch ein neues Arbeits-Projekt die Zeit von Marcel Hirscher. Mit „The<Mountain>Studio“ gründete er ein eigenes Outdoor-Label. „Und wenn ich nicht gerade am Testen und Tüfteln an der neuen und nachhaltigen Outdoor-Bekleidung bin, findet man mich im Winter beim Freeskiing und im Sommer an meinen Lieblingsplätzen im SalzburgerLand. Viele Jahre bin ich für den Weltcupzirkus durch die Welt gereist. Gesehen habe ich dabei neben Piste und Hotel aber wenig – und vor allem für das Kennenlernen meiner eigenen Heimat blieb zu wenig Zeit. Heute erkunde ich die Welt vor meiner Haustüre und lasse mich immer wieder von neuen traumhaften Plätzen überraschen.“ Denn dafür lohnt es sich zu leben.

Gern ist Marcel Hirscher auch mal mit dem E-Bike unterwegs (c) Dominic Tritscher

Marcel Hirschers Lieblingsplätze im SalzburgerLand

 

1. Bischofsmütze


Ein markanter Riese und beliebter Kraftberg im Dachsteinmassiv, umgeben von einer alpinen Bilderbuchlandschaft, ist die Bischofsmütze der „Heimatberg“ von Marcel Hirscher. Schon frühe Kindheitserinnerungen prägte dieser Berg, denn Hirschers Eltern bewirtschafteten die Stuhlalm auf 1.465 m, direkt am Fuße der Bischofsmütze. „18 Sommer lang war ich auf der Alm. Eine schöne Zeit. Aber auch mit Entbehrungen. Denn eben schnell mal an den See oder ins Schwimmbad, diese Option gab es für mich nicht – dafür musste ich erst mal zwei Stunden mit dem Rad fahren. Und ein Hüttenleben ohne Strom, Warmwasser und Fernsehen war nicht immer einfach, doch es prägte mein weiteres Leben und verhalf mir zu ganz viel Bodenhaftung. Die Bischofsmütze bietet schöne Wanderungen über die Almen und ein Gipfelsieg ist ein anspruchsvolles Erlebnis für Bergsteiger. Wenn ich am Gipfel stehe, bekomme ich Gänsehaut, fühle Respekt und zugleich Leichtigkeit. Dort oben habe ich Zeit nachzudenken. Nicht umsonst nennt man den Gebirgskamm auch die ,Salzburger Dolomiten‘ – hier ist der Fels schroff und Touren sind fordernd, aber eindrucksvoll. Mir gibt das Bergsteigen auf die Bischofsmütze viel, denn ich muss mich hier voll und ganz auf mich konzentrieren und abschalten. Ich weiß zu schätzen, wie viel Glück ich im Leben hatte. Jetzt ist es an der Zeit, mein Glück in kleinen Abenteuern vor der Haustür zu finden.“

2. Klettersteig auf den Donnerkogel


„Ich bin kein ,Oberheld‘, wenn es um Höhen geht, aber dieser coole Klettersteig mit der 40 m langen Himmelsleiter über eine tiefe Schlucht zum Großen Donnerkogel hat es mir echt angetan. Natürlich haben die Knie gezittert und es war anfangs wirklich eine große Herausforderung, den ersten Schritt auf die Leiter zu setzen. Doch hat man sich an das Gefühl der Ausgesetztheit gewöhnt und Vertrauen in die starken Stahlseile gefasst, ist das Erlebnis einfach unvergleichlich. Ich bin selbst ein Klettersteig-Neuling, doch hier am Donnerkogel habe ich vielleicht eine neue Leidenschaft entdeckt und es werden noch einige Klettersteige im SalzburgerLand folgen. Wenn man auf der Himmelsleiter steht, pumpt das Adrenalin – trotzdem aber kann man den Moment und die atemberaubende Aussicht genießen. Früher bestand jeder Renntag aus purem Nervenkitzel – heute genieße ich es lieber moderat und muss nicht mehr ans Limit gehen.“ Der Klettersteig ist am leichtesten von der Bergstation der Gosaukammbahn oder mit der Donnerkogelbahn von meinem Heimatort Annaberg-Lungötz aus erreichbar.  Der Klettersteig beinhaltet schwere Schlüsselstellen in C/D und besonders die Himmelsleiter erfordert absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Für die erste genussvolle Begehung empfiehlt sich die Buchung eines Bergführers.

3. The EPIC Bikepark Leogang


„Ich liebe die Vielfalt, die mir der Bikepark in Leogang bietet – ich kann mich an Sprüngen ausprobieren, auf dem Downhill Gas geben oder den Flow auf den Singletrails genießen. Der Thrill, mich an der Leistungsschwelle zu bewegen ist auch nach meiner aktiven Zeit im Skirennsport immer noch in mir und mit jedem Downhill-Run lerne ich dazu. Das macht mir riesigen Spaß. Ich bewundere die Downhill-Profis, die auf den Weltcup-Strecken im Bikepark unvorstellbare Leistungen zeigen – sie lassen die echt schwierigen Abfahrten so einfach aussehen. Auch das Rundherum passt hier, es ist einfach alles da, was das Herz nach dem Downhillen begehrt: Ich kann gut essen gehen, finde zahlreiche Unterkünfte vom unkomplizierten Camping bis zum luxuriösen Hotel. Mit einem Wort, ich bin ein Fan vom EPIC Bikepark Leogang!“ Der EPIC Bikepark an der Asitzbahn in Saalfelden Leogang feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag und gehört heute zu den renommiertesten Bikeparks in Europa. Vom Riders Playground für den Bike-Nachwuchs bis zu den fordernden Weltcupstrecken, Pumptracks, Singletrails und Jump-Lines ist für Abwechslung gesorgt.

4. Mahdalm in Annaberg


Eine Mountainbike-Tour in der Heimat der Ski-Legende darf unter den Lieblingsplätzen nicht fehlen, wie Marcel Hirscher bestätigt: „Eine wunderbare Bike-Tour, die ich direkt von Annaberg aus radle. Hier werden viele Kindheitserinnerungen geweckt. Die grüne Almlandschaft, unterhalb der majestätischen Bischofsmütze und den steilen Felswänden des Gossau Kammes haben mich schon immer inspiriert. Der Zauber dieses Orts ist ungebrochen. Die Region um Annaberg-Lungötz ist meine Heimat und rund um die Mahdalm findet man wundervolle Natur mit vielen unberührten Platzerln. Mittlerweile fahre ich auch immer öfter mit dem E-Bike, denn wie früher im Skisport fahre ich rauf, um runterzufahren. Mit dem E-Bike kann ich bergauf viele steile Passagen bewältigen, bei denen ich sonst schieben müsste. Und das Runterfahren ist dann der wahre Genuss. Am liebsten radle ich diese Runde übrigens allein – denn da kann ich inmitten der Natur super abschalten und nachdenken.“

5. Seekajaken am Wolfgangsee


Aufgewachsen an der Lammer ist Marcel Hirscher von früh an auch ein Fan des Wildwassersports. Auf dem mittleren und unteren Abschnitt der Lammer fühlt er sich beim Paddeln daheim. Aber auch das schnelle Dahingleiten mit dem schnittigen Seekajak hat für den Ski-Star seinen Reiz und so fällt sein fünfter Lieblingsplatz auf den wunderschönen Wolfgangsee. „Es ist unglaublich entspannend, wenn man frühmorgens mit dem Seekajak über die glatte Wasseroberfläche gleitet und rundum am Ufer des Sees die Natur erwacht. Weit draußen am See finde ich genug Abstand von allem, ich genieße den Perspektivenwechsel, die Reflexionen im Wasser und meine Gedanken werden frei. Als Kind habe ich meine Sommer auf der Alm verbracht und oft sehnsuchtsvoll an den See gedacht. Heute finde ich Zeit dafür und genieße meine See-Momente in aller Stille. Die Zeit am See ist für mich etwas Besonderes und sorgt für eindrückliche Erinnerungen. Mit einem kleinen Boot frühmorgens allein auf so einem riesigen See – das ist ein wirklich beeindruckendes Erlebnis.“

Wer auf den Spuren von Skistar Marcel Hirscher echte Lieblingsplätze im SalzburgerLand erkunden will, findet unter www.salzburgerland.com weitere Infos und noch viele zusätzliche Möglichkeiten zur Inspiration. Bis bald im SalzburgerLand!

 

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