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Waldbaden im Gasteinertal

Einatmen. Die Vögel zwitschern, die Blätter der Bäume rauschen leise im Wind und das Wasser des Baches plätschert verspielt zwischen den Steinen. Sonst herrscht absolute Stille. Ausatmen. Das ist Waldbaden in Gastein. Die bewusste Bewegung im Wald und der allerneueste Trend. 

Der Wald tut uns gut. Das weiß man spätestens dann, wenn man nach einem langen Arbeitstag die Laufschuhe anzieht, die Zivilisation hinter sich lässt und unter einem mächtigen Baum tief durchatmet. Waldbaden ist die Auszeit im Wald. Doch was bei uns noch neu erscheint, kennt man in Japan schon seit vielen Jahrzehnten. Shinrin Yoku, die achtsame Herangehensweise an die Natur, gilt dort als natürlicher Jungbrunnen, wird oft an den Wochenenden praktiziert und teilweise sogar von Ärzten verschrieben. 

©Edith Danzer

#GemmaWaldbaden

Waldbaden? Ich bin mir sicher, dass viele von Ihnen heute zum ersten Mal davon lesen. Keine Sorge, das ging mir vor kurzem genauso. Baden in der Luft scheint ja per se schon einmal ein Widerspruch, trotzdem macht es auch irgendwie neugierig, oder? Auf jeden Fall wollte ich ein bisschen mehr davon erfahren. Waldbaden gibt es im Gasteinertal seit dem Sommer 2018 und kann dort sowohl in Bad Hofgastein als auch im Angertal praktiziert werden. Es geht darum, dass das Einatmen der vielfältigen ätherischen Pflanzenduftstoffe kraftvolle und positive Effekte auf unseren Gesamtorganismus ausübt und das allgemeine Wohlbefinden steigert. Und zwar innerhalb kürzester Zeit. Dieser ‚Vital-Trank‘, der von den Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen über die Luft serviert wird, stärkt das Immunsystem, während die Bewegung, die man im Wald zwangsläufig macht, Körper und Geist entspannt und uns fitter und wacher erscheinen lässt. So werden die Sinne angeregt und nicht selten erzählen Menschen, die das erste Mal beim Waldbaden waren, dass sie sich selten zuvor so stark im Hier und Jetzt fühlten. Außerdem werden Angstzustände und Depressionen verringert. 

Das Gasteinertal kann man ohne Übertreibung als Vorreiter- und Pionierregion vieler Gesundheitsthemen bezeichnen. Auch mit dem Thema Waldbaden hat man hier Großes vor. Mittelfristig hat man sich zum Ziel gesetzt, in Bad Hofgastein ein ‚Wald-Therapiezentrum‘ zu errichten, das den Menschen als Alpines Spa unter freiem Himmel dienen soll. Doch auch wenn man heute noch nicht ganz so weit ist, kann man in den Wälder vor Ort schon allerlei Positives erleben. 

Welt aus – Wald an

Unter dem klingenden und vielversprechenden Namen ‚Welt aus – Wald an‘ hat Alfred Silbergasser, Energetiker, Wildnispädagoge, Naturmensch und Gasteiner, eine Methode entwickelt, um den Menschen den Wald und seine Kraft näher zu bringen. Mit maximal fünf Teilnehmern marschiert er in Bad Hofgastein zu seinem privaten Waldstück an den Hängen des Fulseck auf rund 1.230 Höhenmetern. Das Mobiltelefon bleibt dabei ebenso im Tal wie schlechte Laune. Stattdessen bekommt man beim Abmarsch eine Hängematte in die Hand gedrückt. Man weiß ja nie. Im Wald stehen Wyda-Übungen nach der druidischen Mental- und Bewegungslehre ebenso auf dem Programm wie eine gemeinsame Jause in einer abgelegenen Hütte. 

Auszeit im Wald

Ebenfalls ganz der Wirkung des Waldes verschrieben hat sich Sabine Schulz. Im Angertal und am Wasserfallweg zeigt sie den Menschen, welche Wirkung die Pflanzenwelt auf das unmittelbare Wohlbefinden haben kann. Dabei stehen Waldbadeübungen in Resonanz mit der Natur im Mittelpunkt. 

Egal ob Sie mittlerweile überzeugt sind oder immer noch zu den Zweiflern gehören, die einem Tag im Wald nichts abgewinnen können. Springen Sie über Ihren eigenen Schatten und probieren Waldbaden aus. Sie werden es sicher nicht bereuen. Ein intensiveres und schöneres Erlebnis werden Sie so schnell nicht wieder haben. Vertrauen Sie mir!

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