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Vorhang auf für die Kulturinsel

Die Pernerinsel Hallein hat sich als außergewöhnliche Spielstätte der Salzburger Festspiele einen festen Platz im Herzen der Zuseher und Künstler erobert. Die ehemalige Solereinigungsanlage ist dank ihres herben Charmes besonders als Bühne für zeitgenössische Konzerte und experimentelle Theaterstücke höchst begehrt. Und so hat sich auf der einzigen bebauten Insel der Salzach eine Festspielbühne etabliert, die Jahr um Jahr Besucher aus aller Welt in ihren Bann schlägt. 

„Jedem Ende wohnt ein Anfang inne“ sagte schon Hermann Hesse. Die Halleiner dachten wohl erst nicht an einen Neuanfang, als die Sole- und Salzproduktion im Juli 1989 eingestellt wurde. Es war ein historischer Einschnitt für die Stadt Hallein, und ein herber: zahlreiche Menschen verloren ihren Arbeitsplatz, auch die Identität der „Salzstadt“ litt unter der Schließung. So war es in jeglicher Hinsicht ein Paukenschlag, als 1992 erstmals ausgewählte Produktionen der prestigeträchtigen Salzburger Festspiele im Umfeld der ehemaligen Industrieanlagen aufgeführt wurden. Auf Initiative verschiedener Kulturschaffender wurde die historische Sudhalle mit neuem Leben gefüllt. Denn obwohl die Salzburger Festspiele über weltberühmte Spielstätten verfügen – von der Bühne vor dem barocken Dom über das Große Festspielhaus bis hin zur in den Stein des Mönchsbergs gehauenen Felsenreitschule – eine Bühne für moderne, zeitgenössische Kunst und experimentelles Theater hatte noch gefehlt. 

Als alles begann: das erste Plakat der Pernerinsel im Premierenjahr 1992.

Eine ungewöhnliche Spielstätte

Und so begann der Siegeszug dieser ungewöhnlichen Spielstätte, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Meilensteine auf der Pernerinsel waren unter anderem die schon legendäre Aufführung von Andrei Șerbans „Antiken-Trilogie“, die im August des Premierenjahres über die Bühne ging. Oder der 12-stündige Theatermarathon „Schlachten!“ aus dem Jahr 1999, 2010 dann „Ödipus aus Kolonos“ mit Klaus Maria Brandauer in der Titelrolle und 2011 „Faust“ in der Inszenierung von Nicolaus Stermann. 2017 gelangten mit Gerhart Hauptmanns „Rose Bernd“ und „Lulu“ von Frank Wedekind zwei Neuinszenierungen zur Aufführung, die wie geschaffenen schienen für den spröden Charme der Pernerinsel. Und es werden nicht die letzten bleiben. Denn mit den Salzburger Festspielen wurde der Pernerinsel und ihren ehemaligen Industrieanlagen neues Leben eingehaucht – ein buntes, faszinierendes und vielschichtiges Leben, an dem alle teilhaben können. 

Fotocredits:
© TVB Hallein, Stefan Zenzmaier (Titelbild)
© Charlotte Oswald (1)
© Monika Rittershaus (2)
© TVB Hallein (3 & 4) 

 

 

 

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