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Mit dem Fahrrad auf Zeitreise

Unter dem Motto „Kommt Zeit, kommt Rad“ – „Das Fahrrad von 1820-1920“ zeigt das Burgmuseum Golling außergewöhnliche Exponate aus dem ersten Jahrhundert der Geschichte des Fahrrades.

Mitten in schmucken Ort Golling thront eine jahrhundertealte Burg. In diesem alten Gemäuer entführt das moderne Burgmuseum in längst vergangene Tage. So zeigt eine spannende Zeitreise die Geschichte des Ortes, das Uhrenmuseum weist auf die Kunst alter Meister hin und die Sonderausstellung „Kommt Zeit, kommt Rad“ – offenbart die Entwicklung des Fahrrades von 1820-1920.

Das erste Rad war ein Laufrad. Es bestand aus Holz. Dann kamen Hochräder. Da war Auf- und Absteigen eine Kunst. „Wer mit diesem Rad fahren wollte, brauchte, um aufsteigen zu können, eine Mauer oder einen Baum. Daran lehnte der Fahrer das Rad. „Nur Geschickte konnten sich über einen Bügel am Hinterrad in den Sattel schwingen. Absteigen war wieder spannend. Da musste der Fahrer abspringen“, erzählt Kustos Erich Urbanek.

Das Fahrrad im Dienste des österreichischen Militärs
Was war der Grund, dass ein Rad zur Fortbewegung gebaut wurde? Urbanek: „1815 veränderte der Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien zeitweise weltweit das Klima. Die damit einhergehenden Missernten ließen die Getreidepreise nach oben schnellen, dadurch wurde die Pferdehaltung für viele unerschwinglich.“ Dieses ‘Pferdesterben’ war also ein Ansporn für Karl Drais (1785–1851), sich mit Fahrzeugen zu beschäftigen, die ohne Pferdeantrieb auskamen. Die Armee nützte die Erfindung des Fahrrades. Bereits 1885 fuhren zwölf Offiziere in zwölf Stunden auf Hochrädern nach Graz und kurz darauf war bei den Tullner Kaisermanövern der erste Einsatz im Felde.

Rad für die Armee

Die Radlerin
Damen schwangen sich erstmals Ende des 19. Jahrhunderts in den Sattel des Tretrosses. „… Radfahren als Akt der Befreiung, mit dem die Frauen der Enge und erstickenden Atmosphäre der Stadt entfliehen und ihr Bedürfnis nach körperlichen Entwicklung stillen konnten…“ steht auf einer Wandtafel.

Sonderausstellung "Kommt Zeit, kommt Rad" eine Zeitreise von 1820 bis 1920

Neben den ersten Damenrädern, dem Waffenrad für die Arme und dem Hochrad zeigt die Sonderausstellung „Kommt Zeit, kommt Rad“ weitere außergewöhnliche Exponate aus dem ersten Jahrhundert der Geschichte des Fahrrades. „Im 19. Jahrhundert durchlief das Fahrrad vier entscheidende Entwicklungsstufen bis zum brauchbaren Massenverkehrsmittel: Heute ist es aus dem Leben der Menschheit nicht mehr wegzudenken“, sagt Urbanek.

Neben dem interessanten Museum lädt die Burg Golling Besucherinnen und Besucher zu zahlreichen Veranstaltungen, wie z.B. das Sternenkino, die Kleinen Festspiele oder der Weihnachtsmarkt auf der Burg, ein.

Öffnungszeiten des Museums: Mai, Juni, Okt. – Do bis So 10:00 – 12:00 Uhr & 13:00 – 17:00 Uhr
Juli, Aug. , Sep – Di bis So 10:00 – 17:00 Uhr. office@golling.info

 

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