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Die Felsentherme Bad Gastein

Seit über 5 Jahrzehnten erfreut die Felsentherme (das ehemalige Felsenbad) die vielen Besucher und Gäste des Gasteinertals und gehört auch nach all den Jahren noch lange nicht zum alten Eisen. Dafür sorgen nicht nur die vielen engagierten Mitarbeiter und das ständige Bemühen, durch Modernisierungen am Ball zu bleiben – auch der Entwurf des Bades aus den 1960ern und der mutige Umgang mit den Elementen Fels und Wasser tragen dazu bei, dass Salzburgs höchstgelegenste Therme in den kommenden Jahrzehnten nichts von ihrem Charme und der natürlichen Eleganz verliert. Eine Hommage an ein besonderes Bauwerk, das ein ganzes Tal verändern sollte. 

„Das Prinzip aller Dinge ist Wasser; aus Wasser ist alles, und ins Wasser kehrt alles zurück.“ Thales von Milet (um 625 – 545 v. Chr.)

Ein Schwimmbecken umrahmt von riesigen Felsen, herausgeschlagen aus den Gasteiner Bergen, gefüllt mit frischem Gasteiner Thermalwasser, das rund 30 Grad Celsius warm aus den 18 Thermalquellen Bad Gasteins in das Becken sprudelt. Angereichert mit dem Heil-Gas Radon und vielen wertvollen Mineralien. Dafür lieben die Besucher die Felsentherme in Bad Gastein seit mehr als 5 Jahrzehnten. Nicht nur Ruhesuchende kommen hier auf ihre Kosten. Auch die Kinder haben ihren Spaß in der Erlebnistherme mit der 70-Meter-Erlebnisrutsche, einem Strömungskanal und der magischen Felsengrotte mit Thermal-Wasserfall. Das 34 Grad warme Wasser der Freiluft-Therme ist vor allem im Winter und bei Schlechtwetter ein Genuss. Was gibt es auch Schöneres, als im warmen Wasser zu entspannen, während die Schneeflocken sanft auf das Gesicht fallen.

©Felsentherme

 

Gänzlich fallenlassen können sich die Besucher in der Saunawelt: Die Panorama-Sauna bietet atemberaubende Ausblicke auf die Gasteiner Bergwelt, in der Knappen-Sauna gibt es tolle Erlebnis-Aufgüsse und in der Stollen-Sauna schwitzt man am Dach der Felsentherme auf 1.110 Meter Seehöhe. Nachdem das Wort Kur nahezu untrennbar mit dem Gasteinertal verbunden ist, soll natürlich auch das Thermalkurhaus der Felsentherme nicht unerwähnt bleiben. Es wurde kürzlich renoviert und ist mit einem direkten Verbindungsgang von der Therme aus erreichbar. Erfahrene Therapeuten machen mit Heilmassagen, Fangotherapien und Radon-Thermalwannenbädern nicht nur müde Sportlerbeine wieder fit.

So präsentiert sich die Felsentherme heute. Nach über 50 Jahren ihres Bestehens hat sie nichts von ihrer Attraktivität verloren und begeistert nach wie vor. Dabei hat alles mit einer kühnen Idee und dem Mut der Gasteiner, neue Wege zu gehen, angefangen…

Sommerfrische in den Bergen

Die 1960er waren in Gastein die Jahre der Sommerfrische. Wachsender Wohlstand und Motorisierung brachten immer mehr Gäste ins Tal. Man genoss die Berge, die Luft, generell das Leben am Land. Doch mit steigender Quantität stieg auch die Forderung nach mehr Qualität und die Rufe nach einem Hallenbad wurden immer lauter. Erhört wurden sie dann ab Mitte des Jahrzehnts, als der Salzburger Architekt Gerhard Garstenauer seine Pläne für Salzburgs erstes Thermalbad präsentierte und große Zustimmung erfuhr. Von dem Entwurf des Architekten, der mit seinem Stil das ganze Tal prägen sollte und sich später auch noch für die Sphärischen Kugelbauten in Sportgastein, das Kongresshaus in Bad Gastein und die Sonnenbadeanlage in Dorfgastein verantwortlich zeigen sollte, erwartete man sich, dem angestaubten Kurbetrieb des 19. Jahrhunderts neues Leben einhauchen zu können. 

Los ging es mit der Nutzung des Gasteiner Thermalwassers jedoch schon viel früher. Ein Bad darin wirkt immerhin Wunder. Das wussten die Menschen wohl auch schon vor fast tausend Jahren. Schließlich zierte einen Krug bereits im Jahr 1180 das Wappen eines gewissen Luitoldus de Gastein, was als der bewusste Hinweis auf die Verabreichung von Bädern gedeutet werden kann. Bis heute findet man das Symbol der Kanne im Wappen von Bad Gastein. Ab 1350 geht man dann von einem geregelten Badebetrieb aus. Rasch verbreitete sich die Kunde von den Heilkräften des Wassers und die Bekanntheit Bad Gasteins als Wildbad, eine frühe Form dessen, was später ein Kurort werden sollte, wuchs rasant. Dachte man damals noch, dass Gold und Silber das Wertvollste sei, was die Berge Gasteins freigaben, so kann man heute davon ausgehen, dass das Thermalwasser das eigentliche Tauerngold darstellt. 

Modell der Felsentherme des Architekten Gerhard Garstenauer.

Der wahre Schatz der Tauern

Das Wasser, das nach über 3.000 in den Tiefen der Berge aus 18 Quellen in Bad Gastein gewonnen wird. ist weltweit einzigartig. Auf seiner Reise durch den Fels nimmt es nicht nur zahllose Spurenelemente wie das charakteristische Radon aus den unterschiedlichsten Gesteinsschichten auf, es erwärmt sich auch auf eine Temperatur von 44,3 Grad Celsius. Davon inspiriert, wollte Garstenauer den Elementen Fels und Wasser ein Denkmal setzen. Am 28. September 1968 war es dann soweit und Salzburgs erstes und höchstgelegenes Thermalbad wurde feierlich eröffnet. Die Kombination aus dem blanken Stein und dem Wasser war damals wie heute einzigartig und so schrieben die Salzburger Nachrichten zur Eröffnung euphorisch: „Das Schwimmen im einzigartigen Gasteiner Thermalbad macht die Kuranwendung zweifellos attraktiver und wirkungsvoller als das Liegen in einer Badewanne.“

2018 feierte das Felsenbad, das mittlerweile Felsentherme heißt und immer wieder modernisiert wurde, sein 50-jähriges Jubiläum. Ein Runder, der in den Jahren zuvor zum Anlass genommen wurde, um eine Generalsanierung durchzuführen und das Bauwerk fit für die kommenden Jahrzehnte zu machen. 

Felsentherme Bad Gastein
Bahnhofplatz 5
5640 Bad Gastein
Tel. +43 6434 2223-0
office@felsentherme.com
www.felsentherme.com

©alle Bilder: Felsentherme

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