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Heli Putz – Der Vater des Red Bull Playstreets in Gastein

Heli Putz ist der Erfinder und Vater des Red Bull Playstreets. Vor über zehn Jahren brachte er das neue Eventformat nach Bad Gastein und entwickelte es zu einem der größten Freeski-Events weltweit. Wir haben ihn zum Interview getroffen.

Wie bist du auf die Idee Playstreets gekommen?

Ich komme ja aus der Freeride-Ecke und ich war und bin immer auf der Suche nach Eventformaten, die es noch nicht gegeben hat. Unser Ziel war es, einen Platz zu suchen, wo das Publikum schon vorhanden ist. Wir gehen sozusagen zum Publikum und nicht umgekehrt. So viele Orte gibt es in Österreich nicht, die dafür in Frage kommen.

Wie kam der Deal mit Bad Gastein zusammen?

Bad Gastein ist der ideale Ort für den Event. Es geht steil runter und alles ist sehr eng. Wobei die Fahrer hier nicht alles zeigen können, weil eigentlich der Platz fehlt. Die könnten ja viel weiter und höher springen. Ich bekam von Anfang an die Unterstützung vom Ort. Wie ich dann gekommen bin und alles aufgebaut habe, ist ihnen dann schon einmal ganz anders geworden.

Wann beginnen die Vorbereitungen zum Event?

Nachdem die Holzkonstruktionen aufwendig zu bauen sind, habe ich den ersten Bauteil im November fertig gestellt. Den zweiten im Dezember und die letzten Konstruktionen wurden in den drei Wochen vor dem Event fertiggestellt.

Wird alles vor Ort aufgebaut?

Ja, wir stellen alles vor Ort auf. Anders geht es nicht. Wir können im Bauhof die Kanthölzer stapeln und verwenden diese alle zwei Jahre. Bei jedem Event kommen aber 30 % an Material dazu, weil wir den Parcours immer wieder vergrößern.

Was ist die größte Challenge?

Die größte Challenge ist sicher alles, was mit den Behörden zu tun hat. Wir befinden uns in einem öffentlichen Gelände und müssen den gesamten Bereich zu einem Veranstaltungsgelände umbauen. Die Auflagen werden auch nicht weniger, das kostet uns mittlerweile mehr Geld als der Event zu Beginn an Geld benötigt hat.

Wie viele Mitarbeiter arbeiten an dem Projekt mit?

Die Holzkonstruktionen haben wir zu dritt gebaut. Dann kommen für zwei Wochen die Shaper nach Gastein, dann kommen die Mitarbeiter des Bauhofs dazu. Am Ende sind es zirka 340 Mitarbeiter.

Warum gibt es das Event nur alle zwei Jahren?

Wir haben die ersten drei Jahre den Event veranstaltet, das war 2007 bis 2009. Dann kamen andere Events dazu und die Zeit wurde knapp. Jetzt können wir durch den zweijährigen Turnus den Event gut vorbereiten und viel mehr Aufmerksamkeit erreichen. Das Interesse der Zuseher ist sicherlich größer, wenn wir den Event alle zwei Jahre veranstalten.

Was macht das Playstreets so einzigartig?

Wir haben mittlerweile einen besonderen Stellenwert in der Szene. Die Fahrer wollen unbedingt bei uns mitfahren. Die Streckenführung ist gewaltig, über 600 Meter sind acht Obstacles zu bewältigen, das ist eine Challenge für die Fahrer. Zudem ist die Kulisse besonders, die 15.000 Zuseher befinden sich – links und rechts, oben und unten – direkt an der Strecke und feuern die Freeskier an.

Was erwartet die Teilnehmer in Gastein und was muss der zukünftige Sieger zum Playstreets mitbringen?

Ich war immer auf der Suche nach dem kompletten Skifahrer. Der komplette Skifahrer kann sich auf neue Situationen immer einstellen. Ich bin auch gegen Normen, sondern für das Freie. Ich möchte den Sportler immer fordern, egal in welcher Sportart und die Teilnehmer werden in Gastein auf jeden Fall gefordert. Es gewinnt oft nicht der Superstar sondern auch der junge Fahrer, der gut Skifahren kann, sich auf die Gegebenheiten einstellt und die besten Tricks in die Luft zaubert.

Fotos: © redbullcontentpool

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