Sie befinden sich hier » SalzburgerLand Magazin » Gesundheit » Weise Kräuterfrau aus dem Riedingtal

Weise Kräuterfrau aus dem Riedingtal

Gemächlich grasen die Kühe auf der Almweide im Naturpark Riedingtal im Lungau. Vorbeikommende Wanderer beobachten sie aus den Augenwinkeln, sonst schenken sie ihnen keine Beachtung. Einer der Wanderwege führt zur Zaunerhütte auf 1733 Meter Seehöhe. Hier bewirten Senner Willi und seine Frau, die Kräuterfee Heidi Kremser, ihre Gäste.

Heidi trägt ein rotes Dirndlkleid und sitzt mit ihren Gästen im Schatten der Hütte. Angeregt plaudern sie über Gott und die Welt. Als weitere Wanderer einkehren, begrüßt Heidi sie herzlich. Die Gäste wollen zuerst mit aromatischem Almkräutersaft ihren Durst stillen. Heidi sammelt für diesen selbstgemachten Sirup viele verschiedene Kräuter, die rund um die Hütte wachsen.

Dazu zählen Gänseblümchen, Spitzwegerich, Thymian, Rotklee, Schafgarbe, Frauenmantel, Brennnessel und Heidelbeerblätter. Diese Blüten und Blätter legt Heidi auf weiße Küchenrolle. Ameisen und kleine Käfer krabbeln weg. Nach dem Reinigen gibt Heidi die Heilkräuter in einen Eimer und gießt so viel frisches Quellwasser hinein, dass alles Gün mit Wasser bedeckt ist. Heidi rät: „Viele Kräuter verwenden. Die meisten nehmen für ihren Sirup zu wenig. Daher schmeckt der Saft wenig nach Kräuter.“ Zucker und Zitrone zählen zu den weiteren Zutaten. Nachdem Heidi alles in den Eimer gefüllt hat, rührt sie um und stellt das Gemisch in die Sonne. Nach ein paar Tagen und öfterem Umrühren hat sich der Zucker aufgelöst und die Kräuter haben ihre heilenden und geschmackvollen Stoffe an das Wasser abgegeben. Gut gekühlt schmeckt dieser Saft an heißen Sommertagen besonders gut.

Selbstgemachter Käse aus frischer Almmilch
Nachdem der erste Durst gelöscht ist, bestellten die Gäste Bauernbrot, Almbutter und Käse. Alles wird auf dem Bauernhof unten im Tal oder auf der Zaunerhütte hergestellt. Besonders stolz ist Heidi auf den alten Kupferkessel. Er baumelt auf einem Haken direkt über der offenen Feuerstelle in der Hütte. In diesem so genannten „Sennkessel“ machen die Bauersleute Käse. „Heidi erklärt: „Käse ist auf Kupfer angewiesen, denn das Kupfer verhindert Nachgärungen und sorgt für eine schnellere Reife und ein volles Aroma.“

Das Besondere das Heidi und Willi ihren Gästen bieten, sind neben den selbst hergestellten Hart- und Weichkäsearten aus frischer Almmilch Tees, Sirupe, Tinkturen, Salben und Almkräutercremes. So manchen Wanderer haben diese von verschiedenen Plagegeistern befreit. Denn in den Bergen, so heißt es, ist für jedes Leiden ein Kräutlein gewachsen. Sehr gute Erfahrungen hat die Kräuterfrau übrigens mit den Wurzeltropfen gemacht:

Wurzeltropfen:
(Meisterwurz, Enzianwurz) Wurzeltropfen sind ein altes Bergbauernhausmittel und galten als „Helfer in der Not“. Sie stärken das Gedächtnis, tun Magen, Darm und Bronchien gut, machen gesundes Blut und entfernen den Kalk aus den Adern. Wurzeltropfen helfen den Menschen, bis ins hohe Alter aktiv zu bleiben. Sie stärken das Immunsystem, töten Krankheitserreger ab, sind Fieber- und Cholesterin- und Blutdruck- senkend. Bei Bedarf 2 x tgl. 10-15 Tropfen einnehmen. Vorbeugend 1 x tgl.

Ansprechpartner: Familie Kremser
Telefon: +43 650 3870063 od. +43 6478 378
E-Mail: zauneralm@aon.at
Internet: www.zauneralm.at.tf

Voriger Beitrag

Berg-Gesund im Großarltal … »

Nächster Beitrag

Keine Angst vor Kühen auf der A … »

Ihre Meinung ist gefragt

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

mit Facebook kommentieren

Kommentare

Kommentare

Bisher noch keine Kommentare

Blogheim.at Logo

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen