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Die Zittauer Hütte

Als alpiner Stützpunkt im Wander- und Hochtourenparadies im westlichsten Teil des Nationalparks Hohe Tauern beschreibt sich die Zittauerhütte stolz selbst auf ihrer Website. Und tatsächlich kann man dieses wunderschöne Fleckchen Erde kaum treffender beschreiben.

Startpunkt für die meisten Wanderer ist sicherlich der Parkplatz am Gasthof Finkau (1420m). Bereits nach einigen Minuten, vorbei an der Finkaukapelle, erreicht man die Leitenkammerklamm.
Über 100 Meter bahnt sich hier das Wasser durch das Gestein und formte über tausende von Jahren die Landschaft mit Auswaschungen, Strudellöchen und Gumpen (So nennt man im Pinzgau Vertiefungen am Bachgrund).

Die Leitenkammerklamm wurde 2002 zum Naturdenkmal deklariert.
Vorbei an der Trissel Alm, kann man mit etwas Glück zwischen der Brücke und dem sehr markanten Felsen auf der anderen Seite des Gletscherbachs die Murmeltierfamilie (ugs. Manggei) beobachten, die jedes Jahr pünktlich zum Alpinen Frühlingsbeginn ihr Lager am Bachufer aufschlägt. Ein geübtes Auge ist definitiv von Vorteil.  Diese Alpenbewohner suchen nämlich sehr schnell pfeifend das Weite und lassen sich so schnell nicht mehr blicken.

Der Almweg führt nach einer anfänglichen Steigung durch das gesamte Wildgerlostal bis zur Materialseilbahn der Zittauerhütte. Bis zu diesem Punkt ist es auch problemlos möglich mit dem Mountainbike zu fahren. Ab jetzt geht es steil, aber mit Seilen gut gesichert entlang des Bachlaufes den Wandersteig hinauf. Sind die letzten Höhenmeter geschafft, hat man den unteren Wildgerlossee (2328m) erreicht, an dessen Ufer die Zittauerhütte thront. Viel Wert auf traditionelle Küche legt Hüttenwirt Hannes Kogler mitsamt Familie. Sofern es die Arbeit erlaubt, lässt sich dem passionierten Alpinisten und Bergretter auch eine Einweisung ins Gelände mit allen Wegen von und zu der Hütte entlocken.

Der Auf- und Abstieg zur Schutzhütte, die mit dem Umweltgütesiegel des Alpenvereins ausgezeichnet ist, ist an einem Tag zu schaffen und auch für Kinder geeignet, sofern diese schon trittsicher unterwegs sind. Allerdings empfiehlt sich die Übernachtung, da gerade die letzten und ersten Sonnenstrahlen auf die Reichenspitzgruppe einem den Atem rauben werden.

Gehzeit zur Schutzhütte: ca. 4h
Die Richterhütte über Roßkarscharte (2.690m) oder das Krimmler Tauernhaus über die Rainbachscharte (2.720m) sind von der Zittauerhütte in ca. 4 Std. Gehzeit erreichbar.

Buchungen und Anfragen sind während der Sommermonate möglichst telefonisch durchzuführen!
Hüttentelefonnummer (Funktelefon): +43 6564 8262
Mobiltelefonnummer: +43 664 873 22 05

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