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Spätherbst-Tour auf die Schönfeldspitze

Wenn wir uns langsam von der warmen Jahreszeit verabschieden und sich das Farbspektrum von Grün auf Gelborange- und Ockertöne umstellt, dann ist endlich die Zeit der malerischen Herbstwanderungen angebrochen. Die Natur zeigt nochmal so richtig, was farblich in ihr steckt und liefert – entsprechendes Wetter vorausgesetzt – ideale Wanderbedingungen. Für späte Hochtouren wie jene auf die über 2.600 m hohe Schönfeldspitze im Steinernen Meer müssen aber alle Bedingungen passen.

Da der Winter auch in höheren Lagen mitunter ein wenig länger auf sich warten lassen kann, bietet die Salzburger Bergwelt auch im Spätherbst noch zahlreiche Gipfelmöglichkeiten. Bleibt der Schnee aufgrund längerer Trockenperioden gänzlich aus, können sogar echte Hochtouren noch im November oder sogar Dezember ohne Winterausrüstung gegangen werden.

Aussicht ohne Ende im Steinernen Meer

Eine dieser traumhaften, aber durchaus anspruchsvollen Herbstwanderungen führt uns auf die 2.653 Meter hohe Schönfeldspitze. Die markante und sogar von der Stadt Salzburg aus sichtbare Pyramide im Steinernen Meer kann als Bindeglied zwischen nördlichen Kalkalpen und Pinzgauer Grasbergen betrachtet werden. Bei perfekter Fernsicht blickt man vom Salzburger Seenland im Norden bis zum Alpenhauptkamm im Süden mit allen prominenten Vertretern wie Großglockner, Wiesbachhorn, Großvenediger und vielen mehr. Nicht zu vergessen sei auch seine Majestät der Hochkönig, welcher als direkter Nachbar im Osten thront. 

Schönfeldspitze_uitz

Eine Tour mit Ansprüchen

Die Schönfeldspitze wird in dieser Tour frühmorgens von Maria Alm aus in Angriff genommen, von wo aus der Gipfel in 4 bis 5 Stunden machbar ist. Gut ausgestattet mit festem Schuhwerk und Teleskopstöcken wandern wir entlang des Grießbachs bergauf Richtung Riemannhaus. Die Hütte erreichen wir in 2 bis 3 Stunden bei teils steilem und seilgesichertem Aufstieg. Der Alpenvereinsstützpunkt an der Pforte zum Steinernen Meer ist im Spätherbst nicht regelmäßig bewirtschaftet, man sollte also lieber zu viel als zu wenig Proviant mitnehmen. Es gilt weiters zu beachten, dass am Steinernen Meer aufgrund des porösen Kalkgesteins absolute Wasserarmut herrscht. Plätschernde Bächlein und Quellen sucht man hier meist vergeblich, weshalb an ausreichend mitgeführte und gefüllte Trinkbehälter zu denken ist. Hat man das alles berücksichtigt und liegt neben stabilem Wetter auch Schwindelfreiheit und die nötige Kondition vor, steht dieser Tour nichts mehr im Wege.

Blick aufs Steinerne MeerVom Riemannshaus wandern wir erst 40 Minuten flach über das Plateu des Steinernen Meers hinüber zum Gipfelanstieg der Schönfeldspitze. Auf dem gut markierten Weg gelangen wir durch felsiges Terrain mit mehreren leichten Kletterpassagen mit Seilversicherung hinauf zum Gipfelgrad, der uns zum außergewöhnlichen Gipfelkreuz führt. Dieses besteht aus einer Holzpietà, also der Darstellung Marias mit dem toten Jesus in den Armen, wobei letzterer den Querbalken des Kreuzes bildet.

Oben angekommen heißt es jetzt nur noch genießen, genießen, genießen. Ein selten überwältigendes Panorama, das sich so schnell nicht mehr aus der Erinnerung entfernen lässt.

Tourdaten:

  • Ausgangspunkt: Maria Alm – Grießbachwinkel
  • Gehzeit: 3-4,5h Aufstieg, 2-3h Abstieg
  • 1.650 Höhenmeter Anstieg

Riemannshaus

bei Hüttenbetrieb:
Tel. +43 6582 73300
außerhalb der Saison:
Tel. +43 664 3575284
www.riemannhaus.de

Fotos © Lukas Uitz

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