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Ein Christbaum auf 2.571 m

Am höchsten Punkt: Die Edelweißspitze 

 Seit 1935 ist die Edelweißstraße als 1,6 km lange „Sackgasse“ der Großglockner Hochalpenstraße eröffnet. Sie führt vom berühmten „Fuscher Törl“ hinauf zur höchsten befahrbaren Stelle des Großglockners, die Edelweißspitze mit ihren 2.571 m. Wer hier mit dem Auto, dem Motorrad oder Fahrrad ankommt, genießt den Ausblick auf die 37 Dreitausender und die zahlreichen Gletscher der umliegenden Bergwelt. Diese Kulisse gehört für Kurt Lederer und seine Familie zum Arbeitsalltag. Der Wirt der Edelweißhütte führt das außergewöhnliche Berggasthaus bereits in vierter Generation. Seine Urgroßeltern, Peter und Juliane Lederer, haben die Hütte im Jahre 1935 eröffnet. Und bis heute erfreut Familie Lederer ihre Gäste mit Pinzgauer Schmankerln. Ein unvergesslicher Moment, so einer, wie man ihn selten erlebt, ist der Sonnenaufgang hinter den umliegenden Gipfeln. Wer eine Nacht im gemütlichen Hüttenzimmer oder dem romantischen Chalet verbringt, genießt zum herzhaften Frühstück auch die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht. 

Den Glockner für sich allein

Von 1930 bis 1935 dauerte es, bis die Großglockner Hochalpenstraße am „König der Alpen“ erbaut wurde. Franz Wallack, der viel bewunderte Erbauer der 47,8 km langen Straße, begann vor vielen Jahren eine einzigartige Tradition: Der Christbaum am Großglockner. In den Monaten, wenn die Hochalpenstraße für den Verkehr gesperrt ist, also von Mitte Oktober bis Anfang Mai, wird es still am Großglockner. Nur zu Fuß oder mit den Tourenski kommt man hier hinauf. Wallack aber hatte die Idee, Weihnachten auch auf den höchsten zu befahrenden Punkt zu bringen und stellte Jahr für Jahr einen selbst geschmückten Christbaum auf. Diese Tradition führt Kurt Lederer nun fort: „Heuer hab ich ihn zum zweiten Mal hinaufgebracht“, erzählt der Wirt. War Wallack damals noch ganz alleine mit seinem Christbaum, verbreitet sich das Bild der nett geschmückten Tanne heute in Echtzeit auf die ganze Welt. Schließlich entgeht der 360 ° Webcam auf der Edelweißspitze nichts. „Wir haben schon ganz liebe Grüße von Gästen erhalten, die zuhause in die Webcam schauen. Heute hat ein Gast aus Norddeutschland angerufen und sich ganz herzlich bedankt. Überall freuen sich die Gäste, die uns im Sommer besuchen, über die nette Nachricht.“. Welche nette Nachricht? Wer ganz genau hinschaut, erkennt die Weihnachtsgrüße neben dem Christbaum. „Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünscht Familie Lederer“ steht da geschrieben. „Der Baum bleibt bis Maria Lichtmess` stehen, so ist es bei uns Tradition.“, berichtet Kur Lederer. Also bis zum 2. Februar, dem vierzigsten Tag nach Weihnachten. 

Und was macht der Hüttenwirt im Winter? „Relaxen!“, strahlt Lederer. „Es gibt auch unten im Tal genug zu tun und wir bereiten uns auf die kommende Saison vor.“ 

Copyright Bilder: GROHAG

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