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Der Ruf der Transalp

Mit der einsetzenden Schneeschmelze beginnt im Frühjahr langsam auch die Zeit für hochalpine Mountainbike Touren. Dabei kann aus einer geplanten Alpenüberquerung schon mal ein Kampf durch den Schnee werden. Für all jene, die gerade darin den Reiz sehen, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, das Mountainbike fit zu machen und in die Berge zu stechen. Eine reizvolle und auch öffentlich gut erreichbare Eintagestour führt von Radstadt über den Oberhüttensattel in den Lungau.

Das SalzburgerLand bietet Mountainbikern endlose Möglichkeiten in verschiedensten Längen und Intensitäten. Als „Transalp“ wird dabei im Allgemeinen eine Überquerung der Alpen mit dem Mountainbike bezeichnet. Neben berühmten Langstrecken Transalps wie München-Venedig gibt es viele kleinere Varianten, wie etwa die Route von Salzburg nach Villach in Kärnten. Wir haben uns an die  Königsetappe über den Alpenhauptkamm herangewagt.

Entspannte Anreise mit der Bahn

Ausgangspunkt dieser Tour ist bezeichnenderweise Radstadt. Der auch als „alte Stadt im Gebirge“ bekannte 5.000-Einwohner Ort im Salzburger Pongau ist bestens an das Verkehrsnetz angeschlossen und ermöglicht auch eine Anreise mit der Bahn. Gerade bei Überschreitungstouren bieten sich öffentliche Verkehrsmittel an, kehrt man schließlich nicht mehr an den Ausgangspunkt zurück. Beim Ticketkauf sollte nicht auf die extra Reservierung für Fahrräder vergessen werden, da nur eine begrenzte Anzahl an Fahrradplätzen zur Verfügung steht.

Erste Rast bei der malerisch gelegenen Vögeialm

Almen wie aus dem Bilderbuch

Von Radstadt führt uns die Route erst an der Straße nach Forstau. Im Ortskern biegen wir rechts Richtung Vögeialm im Talschluss Forstauwinkel ab (Anbindung MTB-Route 6). Immer nach Süden gerichtet führt uns die Route entlang des Forstaubaches erst auf Asphalt, dann auf leicht ansteigender Schotterstraße bis zu den bewirtschafteten Almhütten Fallhausalm und Vögeialm (1.383 m).

Die beiden Almen im hinteren Talschluss könnten genauso gut aus dem Bilderbuch sein. Sie begeistern mit heimischen Köstlichkeiten, wie hausgemachtem Käse, Buttermilch, Speck und Krapfen.Spätestens hier haben wir uns eine erste Pause verdient und stärken uns für den weiteren Anstieg.
Denn jetzt beginnt der anspruchsvollere Teil des Aufstiegs. Bei zum Teil erheblichem Gefälle schlängelt sich die Forststraße steil hinauf zum Oberhüttensee. Da kann einem zwischendurch schon einmal die Puste ausgehen. Kurze Pausen lohnen sich jedoch umso mehr, da die Landschaft rundherum mit jedem Höhenmeter sehenswerter wird.

Schnee im Frühjahr als steter Weggefährte

Mit zunehmender Höhe nähern wir uns langsam aber stetig der Schneegrenze. Ein kurzer Wintereinbruch ist zu dieser Jahreszeit in dieser Höhe nichts Ungewöhnliches und so kann es vorkommen, dass man sich und sein Mountainbike plötzlich in einer Winterlandschaft wiederfindet. Wer aber so weit gekommen ist, denkt natürlich nicht daran, deshalb Kehrt zu machen und fährt, schiebt oder trägt notfalls sein Gefährt durch den Schnees stapfend weiter bis zum Ziel. Gamaschen können dabei schon mal von Vorteil sein. 

Nachdem wir die Steilstufe hinter uns gelassen haben, erreichen wir das malerische Plateu des Oberhüttensees. Bei entsprechender Witterung bringt er angenehme Abkühlung. In unserem Fall sind wir froh über die angestaute Wärme und werfen uns bei Erreichen des Oberhüttensattels schnell noch eine Windjacke drüber, um nicht gleich wieder auszukühlen. Die idyllisch gelegene Oberhütte bietet neben Verköstigung auch Nächtigungsmöglichkeiten, sogar mit Dusche, also auch für Radfahrer interessant.

Abstieg/-fahrt durchs Weißpriachtal

Mit dem Oberhüttensattel überschreiten wir auch die Lungauer Bezirksgrenze. Wir betreten hier also das Land des Samson. Der Abstieg – zunächst müssen wir unser Rad über eine kurze Steilstufe tragen – führt über Stock und Stein. Fortgeschrittene können hier durchwegs fahren und puren Mountainbikegenuss erleben. Am Talschluss angekommen erreichen wir die Forststraße und sausen schnell wie der Wind ins Weißpriachtal hinaus. Die atemberaubende und naturbelassene Landschaft, die uns hier umgibt, setzt einer rundum gelungenen Eintages Transalp die Krone auf und rundet das Mountainbike Erlebnis perfekt ab. 

Nach der langezogenen Abfahrt mit stets leichtem Gefälle öffnet sich schließlich das Tal immer weiter zur Lungauer Hochebene. Die nahe gelegenen Orte Mariapfarr und Mauterndorf warten bereits darauf, unsere erschöpften aber zufriedenen Körper in Empfang zu nehmen und mit regionalen Spezialitäten zu verköstigen. 

Fotos © Lukas Uitz

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