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Biathlon: Jagd auf Skiern

Das Wechselspiel aus körperlicher Belastung mit Skatingskiern auf der Loipe und völliger Konzentration am Schießstand hat einen ganz besonderen Reiz. Die Langlaufschule Nordic Fun in Faistenau zeigt Gästen die „Jagd auf Skiern“.

Unsere Freundin Anissa ist von Skijägern begeistert. Biathlonstar Martin Fourcade aus Frankreich gefällt ihr am allerbesten. Er ist ein cooler Typ mit breiten Schultern und jeder Menge Kraft und Ausdauer. Das ist auch kein Wunder: Biathleten beanspruchen beim Skaten sämtliche Muskeln des Körpers. Sie flitzen mit ihren schmalen Latten auf der Loipe und am Schießstand schießen sie mit dem Gewehr auf eine Scheibe. Danach sprinten sie wieder los. Verfolgt von ihren Konkurrenten.

Anschlag. Zielen. Atmen.
Auch ohne Wettkampf kann diese abwechslungsreiche Sportart, die Kraft, Kondition und Konzentration erfordert, großen Spaß machen. Biathlon zählt mittlerweile zu den beliebtesten Sportarten in Deutschland. Im SalzburgerLand bieten einige Langlaufschulen dazu Kurse an. Das gesamte Equipment wie Schuhe, Skier, Stöcke und Gewehr gibt es zu leihen. Josef Rehrl, Chef der Langlaufschule Nordic Fun im Langlaufdorf Faistenau, ist von Biathlon begeistert. In seinen Kursen lernen Kinder und Erwachsene die Jagd auf Skiern. Da wird zuerst einmal an der Skatingtechnik gefeilt. „Bein- und Stockarbeit sind wesentlich für kraftsparendes Laufen“, sagt Rehrl. Der Biathlonkurs findet beim Loipeneinstieg Schulsportplatz am Beginn der zehn Kilometer langen Dorfloipe statt. Im Schlittschuh-Schritt flitzen wir – anfangs ein wenig wackelig – auf den schmalen Latten auf der Loipe dahin. „Doppelstockeinsatz“, sagt Rehrl. Wir versuchen es und ab geht die Post. Schnell gleiten alle über die flache Loipe. Dann kommt der Schießstand. Unser Puls ist hoch und wir sind außer Atem. Ein paar tiefe Atemzüge und der Puls wird etwas langsamer. Genau richtig für das Schießen. Rehrl erklärt die Handhabung des Biathlon-Luftgewehres und sagt: „Anschlag. Zielen. Atmen.“ Dann nimmt er das Gewehr und legt sich auf eine der Matten, zielt und trifft die Scheibe. Wir versuchen es ihm nachzumachen. Konzentriert ziele ich und treffe beim ersten Mal nur den Rand der Scheibe. Der zweite Schuss ist schon besser und der dritte geht ganz daneben. „Das macht nichts. Versuchs noch mal“, ermutigt Rehrl. Gesagt. Getan. Der vierte Schuss trifft mitten ins Schwarze. Die Freude ist groß.

Zum Abschluss des Kurses fordert ein Staffelbewerb unseren Wettkampfgeist heraus. Auch eine Siegerehrung gibt es. Der Sieger bekommt diesmal eine coole Haube als Preis. Aber nicht nur der Sieger freut sich. Wir haben alle einen wunderbaren Tag gewonnen. Zum Abfeiern gehen wir in das Bramsau-Bräu und besprechen ausgiebig unsere ersten Biathlonerlebnisse. Wir kommen wieder.

 

Fotorechte: Josef Rehrl, Christine Fröschl

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