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Besinnlich Wandern

Mit allen Sinnen wahrnehmen, sein eigenes Tempo finden, seine Bedürfnisse kennenlernen – das ist seit Jahrtausenden der Sinn des Pilgerns. In unserer hektischen Zeit finden viele Menschen wieder zurück zur meditativen Seite des Wanderns – und im SalzburgerLand finden sie dafür viele alte Wallfahrtswege, die neu ausgeschildert zum Pilgern einladen.

Im August 2012 neu eröffnet wurde beispielsweise der Pinzgauer Marienweg: Er führt von Jochbergwald über Mittersill vorbei an den Pinzgauer Marienwallfahrtsorten in Stuhlfelden, Bruck an der Glocknerstraße, Embach und Maria Alm zum „Pinzgauer Dom“ von Maria Kirchental bei Lofer. Je nach Kondition und Zeit kann der Pinzgauer Marienweg auf vier Routen begangen werden: Auf der klassischen, am See entlang (für die Gemütlichen), auf der anspruchsvollen (mit erweiterter Strecke) oder über Berg und Tal (mit vielen Höhenmetern).

Die klassische Route des Pinzgauer Marienweges hat eine Länge von 125 Kilometern, kann in sechs Tagen begangen werden und bleibt immer zwischen 700 und 1300 Metern Seehöhe. Vom Ausgangspunkt in Jochbergwald geht es über den Pass Thurn mit dem Panorama der Hohen Tauern in den Hauptort des Oberpinzgaus, Mittersill, und der Salzach abwärts folgend Richtung Zell am See. Besonders schön ist die traditionelle Heustadel-Landschaft des Oberpinzgaus. In Zell am See beginnt des enge Salzachtal des Unterpinzgaus mit der mystischen Wanderung durch die Kitzlochklamm auf das Hochplateau von Embach mit seiner Bergbauern-Kulturlandschaft. Eindrucksvolle Bergpanoramen warten danach auf dem Weg von Dienten nach Maria Alm entlang des Hochkönigmassivs. In Saalfelden besuchen die Pilger dann den Einsiedler am „Palfen“ bevor sie durch das Saalachtal über die „Pinzgauer Hohlwege“ zum Endpunkt in Maria Kirchental gelangen.

Schon länger besteht der St. Rupert Pilgerweg, der aber im Jahr 2012 auf 300 Kilometer und 15 Tagesetappen erweitert worden ist. Gepilgert wird auf den Spuren des Salzburger Landesheiligen und des „Apostels Bayerns“, dem heiligen Rupert. Der ursprüngliche Wallfahrtsweg führt vom Europakloster Gut Aich am Wolfgangsee über die Postalm durch das Lammertal auf das Hochgründeck und wieder ins Tal zur Maximillianzelle in Bischofshofen, die 711 vom Hl. Rupert als Bischof von Salzburg gestiftet worden ist, um die Slawen zu missionieren. Die neue Route des St. Rupert Pilgerweges führt grenzüberschreitend vom Wallfahrtsort Altötting durch den Rupertiwinkel über Traunstein, den alten Soleleitungsweg nach Bad Reichenhall bis in die Stadt Salzburg zum Grab des Hl. Rupert. Über eine Abzweigung bei Waging kann man auch an die klassische Route anschließen. Der neue Weg soll an die gemeinsamen religiösen und kulturgeschichtlichen Wurzeln des alten Bistums Salzburg und Bayerns erinnern.

Zu einer der bedeutendsten Wallfahrtskirchen in Österreich im Mittelalter führt der Leonhardsweg von Salzburg nach St. Leonhard bei Tamsweg in der Ferienregion Lungau. In sechs Tagen sind die 130 Kilometer des Leonhardsweges zu bewältigen. Beginn der Wallfahrtsroute ist am Salzburger Dom. Von dort geht es nach St. Leonhard bei Grödig und weiter auf alten Römerwegen über Hallein, Bad Vigaun und St. Koloman ins Lammertal mit traumhaften Ausblicken auf das Tennengebirge. Entlang des Gosaukamms wandert man weiter nach Filzmoos mit seiner Wallfahrtskirche zum Filzmooser Kindl. Über Mandling und Forstau gelangen die Pilger vom Oberhüttensattel nach Weißpriach in der Ferienregion Lungau. Dort wartet nach einem Besuch im Marienwallfahrtsort Mariapfarr das Ziel mit der Wallfahrtskirche St. Leonhard mit ihren kunstgeschichtlich wertvollen Glasmalereien.

Wer die Pilgerwege im SalzburgerLand kennenlernen möchte, kann das auch bei organisierten Wallfahrten machen, die regelmäßig angeboten und von ausgebildeten Pilgerbegleitern geführt werden.

Susanne Ölz

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