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Hustensaft aus Fichtenwipfel, Thymian und Spitzwegerich

Das SalzburgerLand ist reich an Schätzen aus der Natur – aus Wald, Wiese und Garten. Seit Generationen wird altes Wissen über bewährte Heilmethoden aus der Volksheilkunde weitergegeben und vielfältig gelebt. Alltagsbeschwerden wie Husten, Schnupfen oder Kopfschmerzen wurden mit einfachen Mitteln selbst behandelt. „Einem jeglichen Land wächst seine Krankheit selbst und auch seine Arznei selbst, “ sprach der bekannte Arzt und Philosoph Paracelsus. Und auch die Salzburger wussten bereits vor langer Zeit, welches Kraut für welche Beschwerden gewachsen ist! 

Hausgemachter Hustensaft

Bereits im Frühling wird im SalzburgerLand der Wintervorrat an Hustensaft angelegt! Ab Mai sammelt man im Wald die jungen Triebe der Fichten, auf der Wiese die Blätter des Spitzwegerichs und im Kräutergarten den frischen Thymian. Die Fichte wird verwendet, um hartnäckigen Husten zu behandeln und Schleim in der Lunge zu lösen. Thymian wirkt u.a. auswurffördernd und antibakteriell. Spitzwegerich hemmt Entzündungen und wirkt reizmildernd und hustenhemmend. Alle drei Kräuter zusammen ergeben die Basis für einen wohltuenden Hustensaft, den man ganz einfach selber machen kann.

Tipp für das Sammeln von Kräutern und Wildpflanzen: Seien Sie achtsam mit der Natur und sammeln sie nicht zuviel von einer Stelle. Fichtenwipfel darf man nur mit Erlaubnis des Waldbesitzers oder Försters vom Baum nehmen!  

Hustensaft wird im SalzburgerLand seit Generationen selbst gemacht.

Rezept Hustensaft

Für ein Glas selbst gemachten Hustensaft nehmen wir je eine Handvoll frische Fichtenwipfel, Thymian und Spitzwegerichblätter. Diese werden abwechselnd mit Zucker in ein Einmachglas geschichtet. Den Abschluss bildet die Zuckerschicht. Das Glas wird fest verschlossen und im Keller oder der dunklen Speisekammer aufbewahrt. Sie können das Glas auch traditionell, wie die Salzburger in früheren Zeiten, in ein Erdloch eingraben. Durch die Dunkelheit und die gleichbleibende Temperatur im Erdboden wird der Hustensaft gleichmäßig ausgezogen. Nach rund zwei Monaten hat sich der Zucker vollständig aufgelöst und der Hustensaft ist fertig! 

Literaturtipp & Quelle
Einen umfangreichen Überblick über die in Salzburg heimischen Kräuter und Wildpflanzen gibt das Buch „Die Kräuter in meinem Garten“ von Siegrid Hirsch & Felix Grünberg, erschienen im Freya Verlag. 

Hinweis: Rezepte und Anwendungen der Volksheilkunde ersetzen nicht den Besuch beim Arzt, die Umsetzung erfolgt auf eigene Gefahr. 

Fotos @ Anke Eder (Natürlich Hausgemacht)

 

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Kommentare

Kommentare

  1. geschrieben von Jean Lenssen

    ich prepariere es nur mit dem Fichtenwipfel. Den lasse ich trocknen und wenn nötig dann einege Wipfel in Wasser kochen und ziehen lassen. Es schmeckt nicht gut aber mit etwas honig gefällt es trotzdem. Ich wohne in Belgien, also mein Deutsch ist …..

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