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Hinterhag Saalbach – wo das Herz zuhause ist.

Wer an Saalbach Hinterglemm denkt, denkt automatisch an Après Ski – und dann kommt man an dem Pionier des Après Skis im Glemmtal einfach nicht vorbei. Die Hinterhagalm, nur wenige Schwünge oberhalb von Saalbach, ist mit ihrem legendären Herzerltanz von Evi Fersterer seit 40 Jahren eine wahre Institution. Nur wenige Meter entfernt befindet sich auch das 4* Art & Ski-In Hotel der Familie Fersterer, wo kürzlich auch das kleine aber feine Á la carte-Restaurant „Seppi’s“ seinen Betrieb aufnahm.

Das neue Restaurant ,Seppi’s’ .

Das neue Restaurant ,Seppi’s’ .

Vier Jahrzehnte Après Ski
Seit 1976 wird im Winter in der Hinterhagalm gefeiert – und zwar täglich. Die unzähligen Skier vor der Hüttentür lassen erahnen, was ein Blick ins Innere der urigen Alm bestätigt: hier geht die Post ab! Den Höhepunkt erreicht die Stimmung jeden Tag, wenn Evi Fersterer – wie seit fast ebenfalls 40 Jahren – den Balkon oberhalb der Tanzfläche besteigt und kleine rote Herzen zu romantischer Musik in die Menge der Feiernden wirft. Das hat bereits Tradition und die Künstlerin, die mit ihren zahlreichen Bildern und Skulpturen Ausstellungen bis New York bestückte, meint bescheiden: „Für mich ist das eine Herzensangelegenheit und ein jedes Mal ein echter ,magic moment’. Anfangs belächelten mich manche dafür – heute ist der Herzerltanz Kult. Ich zeige damit den Besuchern meine innige Verbundenheit und öffne mein Herz. Es ist immer unglaublich, welch positiven Schwingungen in diesem Moment ausgelöst werden – wegen kleiner roter Herzen.“ Obwohl Evi Fersterer täglich vor Ort ist, um am Zapfhahn zu helfen und den Herzerltanz zu zelebrieren, hat ihr Sohn Sepp schon seit Jahren das Ruder in der Hand.

Der legendäre Herzerltanz in der Hinterhagalm.

Der legendäre Herzerltanz in der Hinterhagalm.

Mit gerade 18 Jahren übernahm Sepp Fersterer Hotel und Alm, als sein Vater überraschend verstarb. „Ich bin mehr oder weniger in der Toskana aufgewachsen, wo meine Familie einen Weinberg und Olivenhaine besitzt. Dort habe ich auch meinen Beruf als Koch und Kellner erlernt und wollte eigentlich gerade ein eigenes Restaurant in der Nähe von Florenz aufmachen. Doch dann übernahm ich 2003 die Führung unseres Hotels und der Hinterhagalm – anfangs eine harte Schule. Doch ich legte meine ganze Kraft und Energie in diese Arbeit und in den Jahren 2008 und 2009 erfolgte der Umbau in das heutige ,Art & Ski-In Hotel Hinterhag’. Ich mag keine weißen Wände, deshalb ist das ganze Haus in Altholz gehalten“, bekennt der dynamische Hotelier. Der künstlerische Einfluss seiner Mutter ist auch hier schon von weitem spürbar, denn die „Klotzmenschen“ säumen die letzten Kurven bis zum Hotel. Beim Betreten des Foyers überrascht der Anblick eines riesigen Spiegelbaums und zieht die Besucher in seinen Bann. An den Zweigen des raumfüllenden Ahornbaums hängen unzählige kleine Spiegel, die sich in der warmen Luft drehen und das einfallende Licht im Raum verteilen. Bequeme Holzliegen laden ein, sich zu entspannen, hineinzuschauen und loszulassen. Evi Fersterers Werke und Ausstellungen anderer zeitgenössischer Künstler begleiten die Gäste im Hotel auf Schritt und Tritt.

Der Spielgelbaum erwartet die Gäste im Foyer des Hotels.

Der Spielgelbaum erwartet die Gäste im Foyer des Hotels.

Alpinen Chic verströmt das liebevolle Design der Inneneinrichtung, das ganz aus der kreativen Hand von Sepp Fersterer stammt. Direkt neben dem gemütlichen Foyer befindet sich das Ski-In. Dort können die Skifahrer im Winter bis direkt ins Hotel fahren, denn der Ski-In Bereich wird mit Schnee präpariert. So schwingt man direkt neben der Tür zum Skiraum ab, verstaut sein Wintersportequipment und ist fast schon im Eingangsbereich angekommen.

Ski-In ist in diesem Hotel wörtlich gemeint!

Ski-In ist in diesem Hotel wörtlich gemeint!

Licht, Altholz und grandiose Aussichten
120 Betten in Suiten und Doppelzimmern bietet das 4*-Haus und große Fensterfronten lassen viel Licht ins Innere des Hotels. „Das war uns ganz wichtig, denn sonst wird man von der dunklen Wärme des Altholzes erdrückt. Auch unsere Halbpensions-Küche und das angrenzende Kräuter-Gewächshaus sind mit hohen Fensterfronten verglast und beben so den Köchen einen traumhaften Ausblick auf den Bernkogel, den Schattberg und das Ortszentrum von Saalbach. Das ist aber auch der Grund, warum alle unsere Köche im Dienst Sonnenbrillen tragen“, lacht Sepp Fersterer und fügt hinzu: „Wir kochen auch für unsere Halbpensiongäste täglich á la carte, denn ich halte selbst nichts von fixen Menüs. Jeder soll sich das aussuchen können, worauf er gerade Appetit hat! Und letztes Jahr, bei unserem letzten Umbau habe ich mir einen eigenen, langgehegten Traum erfüllt.“

Sepp Fersterer führt seit seinem 18. Lebensjahr Hotel und Hinterhagalm.

Sepp Fersterer führt seit seinem 18. Lebensjahr Hotel und Hinterhagalm.

Lebenstraum „Seppi’s Restaurant“ 
Dieser Traum geht zurück auf sein 18. Lebensjahr, als er sein eigenes Restaurant in Italien eröffnen wollte. Mit November startet er nun in den Echtbetrieb mit seinem „Seppi’s“ im Hotel Hinterhag und schwärmt: „20 Sitzplätze und eine Karte mit regionalen Spezialitäten, aber vor allem auch mediterranen Speisen und Wein und Olivenöl aus eigenem Anbau. Auch die Kräutersalze, die direkt am Tisch eingestellt sind, machen wir selbst und stimmen sie auf die angebotenen Speisen ab. Neben der Alm und dem Hotel bewirtschafte ich auch noch den Weingarten und die Olivenhaine – Leerlauf gibt es bei mir kaum. Etwas ganz besonderes im Restaurant sind mit Sicherheit die Steaks – wie etwa das Bistecca alla fiorentina’. Dabei servieren wir feinste T-Bone-Steaks mit rund einem Kilo Gewicht. Doch das Fleisch ist durch das sorgfältige Abhängen so schön mürbe und zart, dass zwei Personen diese Portion ohne weiteres schaffen. Nach italienischem Vorbild reichen wir dazu weiße Bohnen mit Olivenöl und Parmesan, sowie Selleriestampfkartoffeln. Wer sich bei der Weinbegleitung nicht sicher ist, dem stehe ich in unserer neuen Verkostungsecke hilfreich beiseite und alle selbstgemachten Weine, Öle, Saucen und Salze können im neuen Shop gleich für Zuhause eingekauft werden“, freut sich der Wirt und Hotelier schon auf die Saison. Auch wenn das „Seppi‘s” nun schon seine ersten Gäste verwöhnt – das Hotel öffnet erst mit Anfang Dezember und Sepp Fersterer verrät: „Wir sind Partner des Musikevents ,Bergfestivals‘, dass am 4. Dezember das Glemmtal mit rockigen Tönen erklingen lässt. So werden an diesem Wochenende auch heuer wieder bekannte Bands in der Hinterhagalm auftreten und für uns den Startschuss in eine hoffentlich lange und schneereiche Wintersaison geben.“

Text: Edith Danzer | Fotos: Michael Huber

Kontakt:
Art & Ski-In Hotel Hinterhag
Familie Fersterer
Hinterhagstraße 43, A-5753 Saalbach
info@hinterhag.at, www.hinterhag.at

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