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Handyhüllen aus uraltem Gestein

Aus hauchdünnem, über 300 Millionen Jahre altem Felsgestein fertigt der junge Designer Daniel Guggenbichler aus St. Johann im Pongau Kartenhalter, Handyetuis und Laptophüllen. Jedes Stück ist ein Unikat.

Ein Stein der sich verbiegen und verdrehen lässt, ohne zu brechen? Das gibt es und zwar Furniere aus Schieferstein. „Warum soll ein Stein immer schwer sein?“, fragte sich Daniel Guggenbichler (23) aus St. Johann im Pongau. Aus Schieferstein können tolle Sachen entstehen – von der beleuchteten Duschwand bis hin zur hippen Handyhülle ist alles möglich. Besonders das hauchdünne Furnier aus buntem oder glänzendem Schiefergestein begeistern den jungen Steinmetz. Guggenbichler: „Dieses Furnier kommt aus dem technischen Bereich. Ich verwende es künstlerisch. Der Herstellungsprozess beginnt mit der Bildung von Schichten aus natürlichem, rund 350 Millionen Jahre altem Felsgestein. Durch Umwandlungen unter hohem Druck und einhergehender Veränderung der Mineralzusammensetzung entstehen die Maserungen des Schiefers. Da wechseln sich unter anderem Farbflächen von Rot- und Grautönen ab. Durchzogen können sie mit moosgrün- bis dunklen graugesprenkelten Steinadern sein. Struktur und Farbenspiel sind immer anders. Hauchdünn sind diese Steinplatten beinahe so flexibel und glatt wie eine Kreditkarte. Ihre einzigartige Schönheit und Struktur bleibt den Schiefersteinplatten erhalten. Das Trägermaterial besteht aus biegbarem Silikon-Hartplastik. Durch eine spezielle Imprägnierung perlt Wasser einfach ab. 

Schiefersteinplatten

Handwerkskunst und moderne Technologie

Aus diesen Platten fertigt Guggenbichler Schirme für Kappen, Fliegen zu Hemd und Anzug sowie Laptop- und Handy-Hüllen an. Dabei ist jeder Gegenstand ein Unikat. Da das Gestein nur zwei Millimeter dick ist, stört es den Handyempfang nicht.
Sobald die Steinplatte ausgewählt ist, zeichnet der junge Steinmetz mit einem Stift die Umrisse seines Werkstückes auf die Platte. Dann schneidet er es aus und bringt es in präzise geometrische Formen. Die Kanten werden mit feinem Schleifpapier abgerundet und die Platten in ihre Hülle eingebaut. Bei einer Fliege werden zwei Steinplatten zusammengeklebt. Danach näht Guggenbichler den Bund zum Befestigen auf. Zum Abschluss wird das Produkt mit einer speziellen Imprägnierung eingelassen. Diese schützt das Gestein vor Fett und Wasser. „Bis alles ausgeschnitten und angepasst ist, arbeite ich ein bis zwei Stunden“, sagt Guggenbichler. Zu kaufen gibt es diese steinernen Unikate im Onlineshop.

Fotos © Gerhard Mayerhofer, Christine Fröschl

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