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Faires Theater im Odeïon

Ein wenig schief schaut es einen an, steht man vis-à-vis zu den roten Wänden des Salzburger Kulturforums „Odeion“. Die Linie, die mit Chören und Theatergruppen gefahren wird, ist dagegen eine sehr gerade: Keine klassische Musik, keine Komödien. Stattdessen integratives Theater, gesellschaftskritischer Humor und international inspirierte Jazz- und Weltmusik.

Geschützte Bühne

„‚Odeïon‘, das Wort stammt ja eigentlich aus dem Griechischen“, erzählt Geschäftsführer Manfred Bauer, „es bedeutet so viel wie ‚Geschützter Raum‘.“ Was schon damals als Forum für Kulturbeiträge jeglicher Form und der Meinungsfreiheit frei vom Geschmack der Massen gedient hat, soll auch in dem sonst sehr modern inszenierten Wänden des Veranstaltungszentrums gelten. „Bei uns sind Chöre zu Gast, die zwar keine Profis sind, dafür dennoch Meisterklasse singen. Und Amateurtheatergruppen, die viele unterschätzen.“

odeion_13706651(c)Markus Lackinger

Konzert im Odeïon

Spiel, Tanz und Gesang

Tatsächlich ist es bunt durchgemischt, was man an ungefähr drei Abenden in der Woche im Odeïon zu sehen bekommt. Meist donnerstags bis samstags treten Jugendchöre ebenso auf wie internationale Theatergruppen und Jazzmusiker. Im Sommer stehen auch Open-Air-Veranstaltungen auf dem Programm, die Bauer als „besonders lebendig“ beschreibt. „Die frische Luft und die Nähe zur Natur – das macht einen ganz besonderen Reiz aus.“ Insbesondere junge Gesichter bekommt man im Kulturforum oft zu sehen. Das liegt schon allein an den geografischen Gegebenheiten: Das Odeïon befindet sich direkt neben der Waldorf-Schule.

Junge Darsteller

So erklärt sich auch, dass die Theatergruppen der Schule jedes Jahr ihre Aufführungen auf der großen Bühne des Kulturforums präsentieren. Minderwertige Qualität hat man hier als Besucher auch von Amateurdarstellern kaum zu erwarten. „Die sind mit großer Begeisterung dabei und erhalten professionelle Unterstützung. Der Licht- und Tontechniker beispielsweise arbeitet sonst für die Festspiele und das Landestheater“, weiß Bauer.

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Zwischen Odeïon und Waldorfschule: Geschäftsführer Manfred Bauer

Soziale Ader

Besonders liegt Bauer und dem Team des Kulturforums eines auf dem Herzen, was sich wohl am besten so formulieren lässt: Die Menschen selber. Den Frauenverein „Akasya“, der sich für die weiterführende Bildung von jungen Türkinnen einsetzt, unterstützt es ebenso wie auch die Waldorf-Schüler wie auch jegliches Theaterstück, das das Thema Integration auf der einen und kulturelle Vielfalt auf der anderen Seite fördert.

Auch das Thema Umwelt spielt eine zentrale Rolle in den bunten Wänden des Odeïons, beziehungsweise auch auf dessen Dach. Die Solarzellen auf diesem sorgen gemeinsam mit aus der Erde bezogenem Strom für die tägliche Versorgung des Gebäudes. Falls notwendig, wird ausschließlich Bio-Strom dazu gekauft, versichert Bauer.

Bio-Küche

Last but not least ist auch die gastronomische Seite des Hauses Odeïon durchaus eine Erwähnung wert. Vor wenigen Wochen wurde das „BioArt“ mit dem Bio-Zertifikat gerühmt. Das Selbstbedienungsrestaurant fungiert tagsüber auch als Mensa für die Waldorfschüler, auswärtige Gäste sind jedoch ebenfalls sehr willkommen. Von 11.30 bis 13.30 erhält man ein Mittagessen. Nach „allerstrengsten Biorichtlinien, da verstehen wir keinen Spaß!“, betont Bauer.

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Im Restaurant „BioArt“ trifft sich Jung und Alt

Natürlich wird dort auch vor den Aufführungen aufgekocht: Pünktlich eine Stunde vor Beginn. Was genau, das hängt von dem ab, was man sich den restlichen Abend zu Gemüte führt, „Bei einer spanischen Tanzeinlage gibt es eher Tapas und Paella, beim Blaskonzert Brezn und Weißwürscht.“

Odeïon Kulturforum Salzburg
Waldorfstraße 13
A – 5023 Salzburg
www.odeion.at

Fotocredits: Odeïon; Markus Lackinger

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