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Ein echter FUX

Sie kennen Ihn! Garantiert! Er war es, der 2008 als „Festspieljäger“ den Zorn der Salzburger „High Society“ auf sich zog, 2009 den Weltmeisterpokal für das Red Bull Airrace entwarf und natürlich ließ er sich auch 2013 im Rahmen seines Kunstprojektes „ARTenschutz“ eine Woche lang im Salzburger Zoo in ein Gehege einsperren. Das alles und noch so viel mehr ist Jürgen Norbert Fux, Salzburgs Aushänge- Künstler und Enfant-Terrible. Aktuell ist er mit seiner „Leatherart“ und seiner Kunstserie „The Artist’s left Hand“ weit über die Grenzen Europas hinaus in aller Munde. Wir haben „Fuxi“ in seinem Atelier in Anif getroffen…

Festspieljäger und Zoo-Attraktion
Unter einem Künstler stellt man sich ja oft jemanden ziemlich abgehobenen vor. Auch optisch. Umso verwunderter (positiv) waren wir, als uns Fux in legerer Lederhose und T-Shirt vor seiner Schaffensstätte begrüßt und gleich locker darauf los erzählt. Eigentlich sei er ja Metzger und seit jeher versuche er in seiner Kunst, die Verbindung zwischen Mensch und Tier herzustellen und so immer wieder auf grobe Missstände hinzuweisen. Egal ob er das durch Film, Fotografie, Aktionskunst oder auch Malerei schafft. Hauptsache das (Kunst)Stück trägt sein Markenzeichen – den Barcode. Vorgegebene Genregrenzen werden dabei ohne auch nur einen Gedanken niedergerannt und was daraus entsteht, ist ein ganz eigener, unverkennbarer Stil. Dabei ist es im seit jeher wichtig, dass nicht nur an der Oberfläche gekratzt wird, sondern dass man auch in die Tiefe geht. So wie 2009, als Fux als Festspieljäger symbolisch schön gekleidete Festspielgäste erlegte. Dabei wollte er sehen, wie die Menschen der Umgebung darauf reagieren. Das Ergebnis war schockierend! Rund 200 Schaulustige verfolgten die Jagd am Mozartplatz, jedoch keiner kam den Niedersinkenden zu Hilfe. Auch nicht, als der Künstler sich schließlich mit seiner Beute fotografieren ließ. Eine Aktion, über die noch lange in der Mozartstadt gesprochen wurde. 

2013 sorgte der Anifer dann mit einer weiteren außergewöhnlichen Aktion für großes Aufsehen. Um auf die Missstände in der Gesellschaft und im Umgang mit Tieren aufmerksam zu machen, entwickelte er gemeinsam mit dem Salzburger Zoo das Kunstprojekt „ARTenschutz“, bei dem er sich für eine ganze Woche im Zoo einsperren ließ. Der Sinn hinter der Aktion war, auf die Artenschutzproblematik aufmerksam zu machen, was von den Besuchern (der Zoo war regulär geöffnet) unterschiedlichst aufgenommen wurde 

The Artist’s left Hand und Leather Art
Derzeit beschäftigt sich Fux, der zwischen Anif und Miami als Wohnort hin und her pendelt, mit mehreren Projekten. „The Artist’s left Hand“ würde gerne herausfinden, was denn die linke Hand des Künstlers macht, während die rechte am Werken ist. Dabei entstehen Skulpturen und Plastiken in jeglicher Form und Größe und sogar das neue spektakuläre Bühnenbild für die Open-Air-Festivalsaison 2015 in Wiesen. „Irgendwann beim Arbeiten ist mir aufgefallen, dass im Gegensatz zu meiner rechten, die linke Hand völlig unbeteiligt am Geschehen war und nichts zur Kunst beizutragen hatte. Also wollte ich diesem unfreiwilligen Stiefkind einmal ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenken und sie zum Mittelpunkt eines meiner Projekte machen“, erzählt er amüsiert über die Beweggründe für sein neuestes Projekt. 

Jürgen Fux mit einer Skulptur aus "The Artist's left Hand" ©Jürgen Fux

Jürgen Fux mit einer Skulptur aus „The Artist’s left Hand“ ©Jürgen Fux

In eine völlig andere, jedoch nicht minder interessante Kerbe schlägt das Projekt „Leather Art“. Jedes Stück ist einmalig und einzigartig. Die Basis dafür ist entweder Pferde- oder Rindsleder, welches als eine Art Leinwand zweckentfremdet wird. Der Künstler arbeitet ausschließlich mit renommierten Pferde- und Rindereigentümern zusammen, denn auch hier ist die artgerechte Haltung und ein würdiges Leben für Fux eine Voraussetzung. Nach dem natürlichen Tod des Tieres wird die Haut als Basis für das besondere Stück Leather-Art verwendet und mit einem ausdruckstarken Portraitfoto von Fux versehen. Dadurch haben Tierliebhaber auch nach dem Ableben des Tieres die Möglichkeit, weiterhin mit ihrem Liebling zusammen zu bleiben. Wirklich unique und auch ein bisschen crazy – ganz im Sinne des Erfinders! 

Neben all den Projekten, die den Tag des Künstlers voll ausfüllen, hat Fux trotzdem auch immer wieder Zeit, sich für den guten Zweck zu engagieren. So auch bei seinem aktuellen Charity-Vorhaben ‚Drive for Emelie‘ (ehemalig ‚Drive for Angelina‘), durch das er für ein behindertes Mädchen Geld sammelt. Jeder der 5 Euro spendet, darf sich auf seinem Rennauto (ja, seit neuestem ist er auch Rennfahrer!), mit dem er bei der Suzuki Swift Challenge seine Runden dreht, unterschreiben und ist somit Teil des Teams. Also, wo auch immer Sie dieses Auto sehen, werfen Sie ein bisschen Geld hinein und helfen Sie Angelina ein leichteres und erfüllteres Leben zu führen. 

Jürgen Norbert Fux
Salzachtal Bundestrasse 10
5081 Anif
fux-juergen.com oder leather-art-fux.com

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