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Echte Powidl Marmelade selbst gemacht

Powidl Marmelade kennt man als Fülle für die köstlichen österreichischen Germknödel. Doch was ist Powidl überhaupt und wie wird die Marmelade gemacht? Wir haben das Geheimnis gelüftet und haben uns in den Salzburger Küchen umgehört, wie man die echte Powidl Marmelade macht! 

Zu Beginn die Frage, was Powidl überhaupt sind. Powidl wird aus Zwetschgen gemacht, ohne Geliermittel mit der Zugabe von gar keinem bis wenig Zucker. Durch stundenlanges (rund 10 bis 12 Stunden) einkochen dickt die Fruchtmasse immer mehr ein bis zum Schluss nur noch die schwarze Powidlmasse übrig bleibt. 

Powidl einkochen ist vor langer Zeit entstanden, als die Möglichkeiten zur Konservierung begrenzt waren. Die reich tragende Ernte der Zwetschgenbäume musste verarbeitet und haltbar gemacht werden. So heizte man den Holzofen an und kochte darauf über viele Stunden die Powidl ein. Die besondere Aufgabe dabei war, dass die Zwetschgen im Topf nicht anbrennen. Man durfte nämlich kaum bis gar nicht im Topf umrühren. Fingerspitzengefühl, viel Zeit und die richtige Temperatur im Holzofen war erforderlich! Es wird berichtet, dass sich die Frauen des Dorfes zusammenschlossen und gemeinsam die Früchte einkochten. Zwetschgen ernten, waschen, schneiden, kochen und abfüllen – alle Aufgaben wurden geteilt und zum Schluss wurde die fertige Powidl-Marmelade aufgeteilt. 

Auch heute noch kochen viele Salzburger die Zwetschgen aus dem eigenen Garten ein. Unsere Redakteurin Anke Eder hat für Sie die Backofen-Methode ausprobiert und die Zwetschgen im Rohr mit ein wenig Zucker (zum karamellisieren) eingekocht. 

Rezept: Echte Powidl Marmelade selbst gemacht

Zutaten: 
3 kg Zwetschgen (ganz, reife Frucht)
150 – 200 g Zucker 

Zubereitung: 

Die frischen Zwetschgen waschen, im Sieb abtropfen lassen, den Kern entnehmen und mit einem Messer halbieren. 

Die frischen Zwetschgen werden gewaschen, entkernt und in zwei Hälften geschnitten.

Die Zwetschgen werden auf ein tiefes Backblech oder in Backformen eingefüllt.

Backformen eignen sich gut, um Zwetschgen im Ofen einzukochen.

Der Backofen wird auf 160 – 180°C erhitzt.

Im Backofen werden die Zwetschgen nun rund 10 bis 12 Stunden eingekocht. Umrühren ist hier nicht notwendig bzw. nicht erwünscht. Die Zwetschgen verfärben sich und werden langsam schwarz, die Flüssigkeit tritt aus und der Saft reduziert sich.

Tipp: Die Zugabe von Zucker ist grundsätzlich nicht notwendig! Aber von einer erfahrenen Köchin hat unsere Redakteurin gelernt, dass eine besonders aromatische Powidl Marmelade durch das Karamellisieren von Zucker entsteht. Dafür die Zwetschgen nach den ersten Stunden leicht mit Zucker bestreuen, warten bis der Zucker karamellisiert und dann ein wenig mit dem Kochlöffel umrühren. Dieser Vorgang kann nach Belieben in den ersten Stunden wiederholt werden. 

Wichtig ist den Ofen im Auge zu behalten. Ist die Masse schwarz so sprechen wir von echter Powidl. Möchte man die Powidl als Marmelade verwenden, kocht man diese nicht ganz so lange wie für Powidl, die man für Füllungen verwendet. Diese kocht man sehr zäh ein und füllt sie in Gläser ab. Wenn man sie verwenden möchte übergießt man die Powidl mit Wasser, Apfelsaft oder Rum und verrührt alles, so wird es geschmeidig und kann z. B. für Pofesen verwendet werden.

Fotos © Anke Eder (Natürlich Hausgemacht)

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