Maroni, Amarena und Schokolade, eine berühmte Filmszene und ein Mann, der in Mozarts Geburtshaus aufgewachsen ist: Die Original Salzburger Venusbrüstchen erzählen eine Geschichte, die tief in der Salzburger Altstadt verwurzelt ist.
Wer durch die Getreidegasse in der Salzburger Altstadt spaziert, begegnet dem weltberühmten Musik-Genie Wolfgang Amadeus Mozart an vielen Ecken. Dabei gilt der Besuch von Mozarts Geburtshaus als Must-Visit beim Salzburger-Aufenthalt. Mozart ist aber nicht nur für seine Musik berühmt, heute sind auch die süßen Mozartkugeln untrennbar mit seinem Namen verbunden. Doch darüber hinaus wartet hier im Delikatessengeschäft Azwanger in direkter Nachbarschaft von Mozarts Geburtshaus, mit den Original Salzburger Venusbrüstchen noch eine andere Süßigkeit mit ebenso klangvoller Geschichte, die auch mit Wolfgang Amadeus Mozart zu tun hat.

Enge Verbindung zu Mozarts Geburtshaus
Unter einer Hülle aus dunkler oder weißer Schokolade verbirgt sich eine Maroni-Nougatcreme mit einem Stück Amarenakirsche. Ihre Form sorgt für ein Schmunzeln, ihr Geschmack dafür, dass es selten nur bei einem Stück bleibt. Dass diese Praline so eng mit Mozart verbunden ist, liegt an Ludwig Rigaud. Er wurde in Mozarts Geburtshaus geboren, wuchs dort auf und lebte viele Jahre in dem berühmten Gebäude. Über Generationen führte seine Familie dort die alte Specereywarenhandlung Stranz & Scio. Deren Geschichte reicht bis zu Lorenz Hagenauer zurück, dem Hausherrn und Freund der Familie Mozart. Die damalige Handlung belieferte Kundinnen und Kunden unter anderem mit Gewürzen, Lebensmitteln, Weinen und Waren aus Italien. Für Rigaud war Mozarts Geburtshaus damit nicht nur ein historischer Ort, sondern über viele Jahrzehnte Wohn- und Arbeitsstätte. „Ich bin dort geboren, aufgewachsen und habe dort sehr viel erlebt“, erzählt er.
Verfilmung von „Amadeus“ mit süßem Hinweis
Internationale Bekanntheit erhielten die Original Salzburger Venusbrüstchen durch Peter Shaffers Theaterstück „Amadeus“ und die gleichnamige Verfilmung von Miloš Forman aus dem Jahr 1984. In einer Schlüsselszene bietet Antonio Salieri Constanze Mozart die Süßigkeit an. Während sie davon kostet, betrachtet Salieri die Originalpartituren Mozarts. Er erkennt, dass die Kompositionen ohne sichtbare Korrekturen niedergeschrieben wurden und begreift damit Mozarts außergewöhnliche Begabung. Die historische Süßigkeit ist dadurch eng mit der Darstellung Salieris und Mozarts in „Amadeus“ verbunden.
Venusbrüstchen-Premiere im Mozartjahr 1991

Die Idee zur Wiederbelebung der Venusbrüstchen ging auf den Mozartforscher Rudolph Angermüller zurück. Der angesehene Historiker hatte sich auch intensiv mit dem Komponisten Antonio Salieri beschäftigt und suchte für das Mozartjahr 1991 nach einer kulinarischen Besonderheit mit historischem Bezug. Als Grundlage dienten die aus Oberitalien bekannten „Capezzoli di Venere“. In Regionen mit großen Kastanienbeständen wurden Maroni seit Jahrhunderten auf unterschiedliche Weise verarbeitet, unter anderem als Süßspeise. Die heutige Füllung verbindet eine weiche Maroni-Nougatcreme mit einem Stück Amarenakirsche. Die Kirsche sorgt für eine fruchtige Note und gleicht die Süße der Maronimasse aus. Seit 1992 wird die Spezialität nach der Rezeptur von Ludwig Rigaud gefertigt und bis heute in ausgewählten Geschäften und im Online-Shop vertrieben. Ludwig Rigaud führt die Marke auch heute noch mit Leidenschaft weiter, obwohl er bereits im Ruhestand ist. Langfristig sucht er nach einer geeigneten Nachfolge, die das Produkt, die Rezeptur und die damit verbundene Salzburger Geschichte fortführt.
Verkostung mit Espresso und Rosé

Die Original Salzburger Venusbrüstchen sollten leicht gekühlt serviert werden. Dadurch hat die Schokoladenhülle einen feinen Knack, was beim Hineinbeißen einen wunderbaren Kontrast zur weichen Füllung gibt. Für die Verkostung empfiehlt Ludwig Rigaud zwei unterschiedliche Kombinationen: Das dunkle Venusbrüstchen mit dunkler Schokolade wird mit Espresso serviert. Zum hellen Venusbrüstchen mit weißer Schokolade passt ein Glas fruchtiger Rosé Champagner oder noch besser einem Uhudler Frizzante. Obwohl die Füllung beider Varianten identisch ist, entstehen durch die beiden Schokoladensorten unterschiedliche Geschmacksprofile. Die Venusbrüstchen sind heute im ausgewählten Salzburger Fachhandel wie Delikatessen Azwanger, s’Fachl Salzburg, Cafe Classic, Confiserie Braun in der Getreidegasse sowie www.venusbruestchen.at online erhältlich. Sie ergänzen das kulinarische Angebot der Mozartstadt um eine extravagante Spezialität und bieten Gästen im SalzburgerLand eine weitere Möglichkeit, sich mit der Geschichte Salzburgs und Mozarts auseinanderzusetzen.