Torhüter Atte Tolvanen kam vor fünf Jahren nach Salzburg und feierte bisher vier Meistertitel mit dem EC Red Bull Salzburg. Mittlerweile hat er die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen und gehörte von Beginn an zu den Leistungsträgern im Tor des Top-Teams der Eishockeyliga. Salzburg ist zu seiner neuen Heimat geworden und er möchte auch auf Dauer hier ansässig werden.
Wie lange bist du schon in Österreich?
Ich bin vor fünf Jahren nach Salzburg gekommen.
Was waren deine Erwartung und deine ersten Eindrücke?
Als ich hierher kam, war mein erster Eindruck von der Stadt und dem Verein großartig. Ich erinnere mich, dass ich ohne jegliche Erwartungen angekommen bin. Ich war einfach nur richtig aufgeregt, hier zu sein.
Was ist für dich der größte Unterschied zwischen Österreich und Finnland?
Die Landschaft ist anders. Hier hat man überall Berge. In Finnland gibt es eher viele Seen und Wälder. Im Norden Finnlands gibt es zwar auch Hügel, aber keine richtigen Berge.

Hast du einen Lieblingsort in Salzburg?
Ja, das Augustiner Bräu. Wenn Freunde oder Familie zu Besuch kommen, wollen sie immer dorthin. Das Bier ist gut und diese traditionelle Bierhallen-Kultur ist etwas Besonderes. So etwas gibt es in Finnland nicht.
Hast du auch ein Lieblingsrestaurant in Salzburg?
Mein Lieblings-Restaurant ist Alpoki Bowl. Auch das East ist sehr gut. Wir lieben die asiatische Küche.
Was genießt du am meisten außerhalb der Eisarena in Salzburg?
Es ist ein großartiger Ort für eine Familie. Wir können an der Salzach spazieren, in die Stadt gehen oder in die Berge fahren. Es gibt viele Möglichkeiten, um den Kopf vom Hockey freizubekommen.

Was macht Salzburg im Vergleich zu anderen Orten besonders?
Vor allem die Landschaft. Wenn du nur 30 Minuten fährst, bist du schon in den Bergen oder an einem See. Das ist wirklich einzigartig.
Wie sieht für dich ein perfekter Tag in Salzburg aus?
Ein entspannter Tag mit meiner Familie. Vielleicht ein Spaziergang in der Stadt, ein Kaffee, danach nach Hause zum Mittagessen. Später mit dem Fahrrad in den Park fahren und den Tag ruhig ausklingen lassen.
Gibt es typisch Salzburger Traditionen, die dir besonders gefallen?
Ja, zum Beispiel der Rupertikirtag. Das ist eine tolle Tradition. Auch der Krampuslauf ist etwas sehr Besonderes.
Wie würdest du die Menschen in Salzburg beschreiben?
Sie sind sehr traditionell. Manche Dinge funktionieren hier noch anders als in Finnland. Zum Beispiel braucht man hier oft Bargeld, während man in Finnland fast alles mit dem Handy bezahlen kann.
Was war bisher dein größter Moment auf dem Eis hier in Salzburg?
Der erste Titel ist natürlich immer etwas Besonderes. Aber wie Tom Brady sagt: Der Lieblingstitel ist immer der nächste. Also hoffe ich auf den nächsten Erfolg.

Wie wichtig war Salzburg für deine Karriere als Hockeyspieler?
Sehr wichtig. Ich hatte hier wahrscheinlich die beste Zeit meiner Karriere. Ich konnte hier mein bestes Hockey spielen.
Wie würdest du die Atmosphäre bei Spielen in Salzburg beschreiben?
Sie wird jedes Jahr besser. In letzter Zeit Richtung Playoff sind bei fast jedem Spiel viele Fans da und es wird immer lauter.
Spürst du eine besondere Verbindung zu den Fans?
Ja, auf jeden Fall. Die Fans unterstützen uns immer – auch wenn es mal nicht so gut läuft. Gerade in schwierigen Zeiten merkt man, wie wichtig diese Unterstützung ist.
Kannst du dir vorstellen nach deiner Karriere in Salzburg zu bleiben?
Ja, ich möchte noch fünf Jahre hier spielen und ich kann mir gut vorstellen, danach weiter hier zu leben.