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Stootsie – eine Legende auf 6-Saiten

Es gibt Menschen, die machen Musik – und es gibt Menschen, die leben Musik! Einer dieser „Besessenen im positivsten aller Sinne“ ist Michael Steinitz, besser bekannt als Stootsie aus dem Riverside-Guitars in der Stadt Salzburg.

Seit vielen Jahren ist der sympathische und charismatische Sonnyboy Gitarre-spielend und singend weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt und hat so den pop-musikalischen Fingerabdruck Salzburg nachhaltig geprägt. Sein erfolgreichstes und bekanntestes Projekt war sicherlich die Band „The Seesaw“ mit der er sich mehrfach an die Spitze der FM4-Charts setzen konnte und die auch international von sich reden machte. Wir haben uns mit dem Salzburger in seinem Laden getroffen und mit ihm über Stadt, Land und auch über den Fluss des Lebens gesprochen. 

SLM: Jeder hier in Salzburg kennt den Stootsie, kaum jemand jedoch den Michael Steinitz. Wie kam es denn zu diesem „Spitznamen“. 
MS: Ich muss sagen, ich habe hier einfach den Absprung verpasst. Wenn man einen Spitznamen hat, den die Menschen schon seit der Volksschule verwenden, dann muss man normalerweise irgendwann einmal Stop sagen – oder eben nicht. Manchmal erinnert mich das an den Heino, der ja auch nie von diesem Namen losgekommen ist. Die Frage ist nur, ob er das überhaupt wollte?! Denn Stootsie googelt man einfach leichter als Michael Steinitz. 

SLM: In deinem Leben dreht sich, so wirkt es zumindest, so ziemlich alles um die Musik. Wie kam es denn zu dieser Lebensliebe?

MS: Diese Prägung muss ich fast der Großmutter in die Schuhe schieben, weil die einfach immer eine ganze Menge Musik zu Hause hatte und diese auch den ganzen Tag am Plattenspieler lief. Sie hat in der Weißbierbrauerei gearbeitet und dort gab’s eine Jukebox, die sie immer wieder neu „befüllen“ musste. Also waren immer eine ganze Menge Singles griffbereit. Diese reichten von Elvis, über deutsche Schlager, bis hin zu den Bee Gees und den Stones. Als ich dann mit circa sieben Jahren den Film „Help“ von den Beatles gesehen habe – ebenfalls bei den Großeltern – war es dann vollends um mich geschehen. 

SLM: Du hast ja ziemlich viele verschiedene musikalische Projekte. In welcher Richtung, in welchem Genre fühlst du dich denn eigentlich zu Hause. Kann man das überhaupt definieren? 

MS: Oh, das ist bei mir ganz schwierig. Bei der Fülle an Musik die ich mache und höre, ist Grenzen ziehen fast unmöglich. Ich selber mache hauptsächlich Gitarrenmusik mit Stimme im Vordergrund, aber ich mag auch Samba und solche Sachen – würde ich aber selber nie machen wollen. 

SLM: Du bist jetzt schon einige Jahre sehr wichtiger Teil der Pop-/ Rock-Musikszene in Salzburg – nicht nur auf der Bühne, sondern eben auch mit dem Riverside-Guitars. Wie siehst du die Szene derzeit?

MS: Im Moment geht es hier in Salzburg so rund, wie überhaupt noch nie. Wir haben bei uns Bands, die nicht nur hier in Österreich oder Europa, sondern weltweit top unterwegs sind. Steaming Satellites, Olympique, Mel, The Purple Souls – das alles sind Musiker und Bands, die unendliches Potential und Luft nach oben haben und von denen man noch eine ganze Menge hören wird. Unglaublich!

SLM: Denk einmal an das Land Salzburg – mit all seinen Bergen, Seen, Burgen, den tollen Menschen, der herrlichen Natur und der großartigen Stadt. Wenn dieses Land ein Musik-Album wäre, welches Genre würde drauf sein und welchen Namen würdest du ihm geben?

MS: Puh, das ist ja mal eine schwierige Frage. Es wäre auf jeden Fall sehr folkig, aber sicherlich auch ‚hippiesk“. Wenn ich ein solches Album machen sollte, würde ich traditionelle Instrumente mit der Musik mischen, die ich gern habe. Da käme bestimmt einmal eine Maultrommel oder eine Okarina, jedoch völlig anders eingesetzt, vor. Aber welchen Namen würde ich einem solchen Album geben. Da fällt mir jetzt nur „The green green grass of home“ ein, auch wenn es das schon gibt. 

SLM: Trotzdem ein sehr guter, passender Titel! Was sind denn deine persönlichen Logenplätze hier in Salzburg?

MS: Na ja, ich mag ja die Berge nicht besonders, war deshalb auch noch nie am Untersberg und vor kurzem erst zum ersten Mal am Kapuzinerberg. Deshalb liegen diese naturgemäß auch eher in der Ebene. Ich bin als Kind in Aigen aufgewachsen und die Wiesen und Wälder rund um das dortige Schloss üben bis heute  eine ganz besondere Magie auf mich aus. Aber auch Gnigl, wo ich jetzt wohne und der Nockstein sind für mich ganz besondere Orte. Apropos Nockstein – auf den sollte ich jetzt einmal gehen denn da gibt es einen Steig der nach meinem Ur-Großvater benannt ist, den Lamberg-Steig.

 

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