Sie befinden sich hier » SalzburgerLand Magazin » Stille Nacht-Ort Hallein: Ort der Originale

Stille Nacht-Ort Hallein: Ort der Originale

Franz Xaver Gruber und seine Wirkungsstätte Hallein: Der Komponist von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ übersiedelte 1835 in die Salzstadt im Tennengau. Er übt dort bis zu seinem Tod 1863 das Amt eines Chorregenten und Organisten an der Stadtpfarrkirche aus. Heute erinnert im Halleiner Stille-Nacht-Bezirk noch vieles an den berühmten Komponisten – in seinem Wohnhaus ist ein Museum eingerichtet, das Grab von Franz Xaver Gruber ist bis heute originalgetreu erhalten. 

Franz Xaver Gruber verbrachte die zweite Hälfte seines Lebens in Hallein. Er lebte im „Mesnerhaus“, direkt gegenüber der Pfarrkirche. In die Keltenstadt kam Gruber bereits mit seiner zweiten Ehefrau, seiner ehemaligen Schülerin Maria Breitfuß, die er nach dem Tod seiner ersten Frau 1825 heiratete. Mit Maria Breitfuß hatte Franz Xaver Gruber zehn Kinder. Nur vier erreichten das Erwachsenenalter. Als seine zweite Ehefrau 1841 starb, heiratete Franz Xaver Gruber die Witwe Katharina Wimmer. Im Pfarrbezirk, der als Stille-Nacht-Bezirk bekannt ist, steht noch heute das ehemalige Wohnhaus des Komponisten. Das Haus beheimatet ein berühmtes Museum, das jährlich von Gästen aus allen Ecken der Welt besucht wird. Die Entstehungsgeschichte von „Stille Nacht“ wird genauso beleuchtet wie das Leben von Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr. Interessant zu sehen sind auch die originalen Einrichtungsgegenstände aus Grubers einstiger Wohnung. Gruber verfasste hier übrigens am 30. Dezember 1854 auch die „Authentische Veranlassung“ – darin hielt er handschriftlich die Urheberschaft sowie Ort und Zeit der Entstehung von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ fest. Der Autograph befindet sich heute im Stille Nacht-Archiv Hallein. Franz Xaver Gruber war bis zu seinem Tod ein angesehener Bürger der Stadt Hallein. Er starb am 7. Juni 1863 mit 76 Jahren. Direkt vor dem Museum befindet sich auch Gruber letzte Ruhestätte. Das hat den Hintergrund, dass früher der Friedhof rund um die Pfarrkirche angelegt war und erst später an einen anderen Ort verlegt wurde. Das Grab von Franz Xaver Gruber ist bis seit dem 19. Jahrhundert unverändert. 

stille-n8_hallein_2

Stille Nacht in Hallein: Auf den Spuren von Franz Xaver Gruber 
Im Halleiner Stille-Nacht-Bezirk warten viele Sehenswürdigkeiten in Zusammenhang mit Franz Xaver Gruber darauf, besichtigt zu werden. In der Pfarrkirche kann man beispielsweise die neue Stille Nacht-Orgel bewundern, die im Advent 2018 erstmals erklingen wird. Unbedingt besuchen sollte man das Stille Nacht-Museum. Das im Dezember 1993 im zweiten Stock des ehemaligen Wohnhaus von Franz Xaver Gruber eingerichtete Museum wird umgebaut und im September 2018 wiedereröffnet. In den vier Räumen, die dem Komponisten damals als Wohnung dienten, wird die Geschichte des berühmten Liedes und das Leben und Wirken von Franz Xaver Gruber in Hallein nacherzählt. Der persönliche Nachlass von Gruber kann zukünftig hier bestaunt werden und auch viele Autographen und Originalnoten, die die Zeit überdauert haben. Ein Highlight ist sicherlich die Gitarre, auf der Joseph Mohr am 24. Dezember 1818 die berühmte Melodie spielte. Einen Stock tiefer befindet sich das Stille Nacht-Archiv, in dem unter anderem drei Autographe von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ aufbewahrt werden. Die Hausfassade schmücken viele Gedenktafeln zu Ehren des berühmten Komponisten. 

stille-n8_hallein_1

Stille Nacht: Hallein im Advent 
Am Geburtstag von Franz Xaver Gruber, dem 25. November, lädt das Museum in Hallein zum Tag der offenen Tür. Am Ehrentag des Komponisten wird unter anderem die berühmte und im Original erhaltene „Mohr-Gitarre“ thematisiert: Geschichte, Eigentumsverhältnisse und Bauweise werden erläutert. Außerdem wird zum ersten Mal ein 1:1-Nachbau der Gitarre aus 1818 präsentiert. Während der gesamten Adventzeit kann man außerdem jede Woche an Themenführungen und darstellerischen Führungen teilnehmen: Dabei schlüpft der Kultur- und Zirkuspädagoge Heimo Thiel in die Rolle des Stille Nacht-Komponisten. Ein besonderes Erlebnis ist das alljährliche Singen am Grubergrab. Am 24. Dezember stimmen die Halleiner Lieder­tafel 1849, zu deren Gründern Gruber zählte, gemeinsam mit einem Ensemble der Bürgerkorpskapelle und derBürgergarde das weltberühmte Lied an, um den Komponisten zu ehren. Eine schöne und besinnliche Einstimmung auf den Heiligen Abend. 

Stille Nacht-Museum Hallein
Franz-Xaver-Gruber-Platz 1
5400 Hallein

Fotocredits: © RoCh
Fotocredits Gitarre: © SalzburgerLandTourismus

Voriger Beitrag

Stille Nacht-Ort Wagrain: Joseph … »

Nächster Beitrag

Stille Nacht-Ort Hintersee: Mohr … »

Ihre Meinung ist gefragt

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare

Bisher noch keine Kommentare

Blogheim.at Logo

Diese Website verwendet Cookies - nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Klicken Sie auf "OK", um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Webseite besuchen zu können. Die Zustimmung können Sie jederzeit auf der Seite unserer Datenschutzerklärung widerrufen.

Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen