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Stille Nacht 200: Geschichte. Botschaft. Gegenwart.

Unter dem Motto „Stille Nacht 200″ zeigt das Salzburg Museum eine sehenswerte Ausstellung. Beleuchtet werden die Entstehungszeit des Liedes „Stille Nacht! Heilige Nacht“ vor 200 Jahren, die Verbreitung und wie Menschen aus verschiedenen Kulturen dieses weltberühmte Lied singen. Abwechslung bringen verschiedene Stationen zum Basteln und Hören.

Ein Mädchen und ihr Bruder falten eine Friedenstaube. Die Mutter schaut den Beiden über die Schulter und nickt zufrieden. Eine Bastelanleitung, Papier und Bleistifte liegen im Ausstellungraum der Sonderausstellung „Stille Nacht 200: Geschichte, Botschaft, Gegenwart“ im Salzburg Museum auf dem Tisch. Die zwei Kinder arbeiten konzentriert. Sie beachten den Chor, der sich ganz in der Nähe auf einer Leinwand bewegt, nicht. Auf den fragenden Blick der Besucherinnen und Besucher hin, erklärt die Museumspädagogin: „Dieser Chor singt die sechs Strophen von Stille Nacht in Gebärdensprache.“  

Dieser Teil der Landesausstellung mit dem Thema „Stille Nacht 200. Geschichte. Botschaft. Gegenwart.“ befindet sich im Keller der Neuen Residenz. Bequem erreichbar ist sie über Stufen oder den Lift. Gleich beim Eingang dieser Sonderausstellung fällt die bunte Installation „Count down“ auf. Diese stellt einen digitalen Adventkalender dar. Er zählt das ganze Jahr über die Tage, Stunden und Minuten bis zum nächsten 24. Dezember, 24 Uhr, an.

Die Ausstellung ist – den sechs Liedstrophen entsprechend – in sechs Themen unterteilt: Sie spannt einen Bogen von der Entstehungsgeschichte über die Lebenswege der Schöpfer Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber bis hin zur Überlieferung und Verbreitung des Liedes und seiner politischen und kommerziellen Instrumentalisierung. Anhand historischer Tonaufnahmen, Installationen, Objekten, Dokumenten und zweier Autografen erfahren die Besucherinnen und Besucher auch vom Wandel und der Verbreitung des Liedes. 

Viele Kulturen feiern Weihnachten

„Stille Nacht! Heilige Nacht!“ ist ein Friedenslied. Diese Botschaft vermittelt das Museum schon beim Eintritt. Eine Chinesin, ein Russe und eine Argentinierin erzählen zum Beispiel wie in ihrem Land Weihnachten gefeiert wird. Zu Sehen und zu Hören sind sie auf Bildschirmen. „Die Botschaft des Weihnachtsliedes ist eine Friedensbotschaft. Sie soll Menschen verschiedener Kulturen zusammenbringen“, sagt die Museumspädagogin. Und wirklich: Während des Besuches sprechen Chinesen, Amerikaner und Österreicher miteinander und öffnen neugierig ein paar Fenster des großen Adventkalenders.

Stille-Nacht-Orte besuchen

Am 24. Dezember, vor 200 Jahren spielten Josef Mohr und Franz Xaver Gruber in Oberndorf zum ersten Mal das Weihnachtslied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ Von Oberndorf gelangte dieses Friedenslied ins Zillertal (Tirol), dann nach Deutschland, in die USA und nach Russland. Nun singen rund zwei Milliarden Menschen dieses Lied in über 300 Sprachen und Dialekten.

Dreizehn Stille-Nacht-Orte gibt es in den Bundesländern Oberösterreich, Tirol und Salzburg. Allesamt Gemeinden, die eng mit dem Lied verbunden sind: Entweder weil Franz Xaver Gruber oder Joseph Mohr dort eine Zeit lang gelebt haben oder weil das Lied selbst hier eine besondere Bedeutung hat. Viele Ideen, Reiseangebote, Stille-Nacht-Rezepte finden Sie unter www.stillenacht.com

Lesetipps:

  • Stille Nacht. Das Buch zum Lied. 2018. Anton Pustet Verlag
  • Weihnachtskrimi: Das Stille Nacht Geheimnis. 2018. Gmeiner Verlag

 

Fotocredit: Salzburg Museum;Christine Fröschl

 

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