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Sicherheit beim Canyoning

Zehn Meter senkrecht abwärts in die Schlucht – bei den Canyoning-Neulingen steigt da kurz der Adrenalinspiegel. Die Rucksäcke fliegen verdächtig lange und landen mit lautem Klatschen. Dann springt Bernhard, alle Muskeln gespannt, wie aus dem Lehrbuch…
Klettern und wandern über nasse Felsen, schwimmen in einer einzigartigen Naturkulisse und dazu ein kleiner Nervenkitzel – das ist Canyoning.

Mehr Sicherheit bedeutet mehr Spaß!
Ausgerüstet mit speziellen Neoprenanzügen, Klettergurt, Helm, festem Schuhwerk und Seil erforschen wir die felsverblockten Schluchten der Strubklamm. Die brisante Mischung aus Wasser und Fels lässt die Action-Sportart boomen. Wer das Abenteuer und die Natur liebt, darf sich dieses Erlebnis natürlich nicht entgehen lassen und sollte Canyoning unbedingt einmal ausprobieren. „Neben Schwindelfreiheit, guter Grundkondition und Trittsicherheit ist hier vor allem Mut gefordert, auch wasserscheu sollte man nicht sein“, erklärt unser Begleiter Anton Brandauer. Rutschen, Klettern, Springen, Abseilen und Schwimmen – auf den Touren, die je nach Fitness-Grad der Teilnehmer zwischen zwei und vier Stunden dauern, warten in den Schluchten Herausforderungen, die nichts für schwache Nerven sind.

Die Strubklamm ist eine der großartigsten und längsten Schluchten in Österreich und gilt als ein Klassiker unter Canyoningfreaks. Sie ist die Klamm des Almbaches, der im Hintersee entspringt und durch das Wiestal fließt. Hier finden sich lange Schwimmpassagen in einer teils extrem engen Tour und 17 Sprünge bis maximal zehn Meter als Highlights.

Springen und schwimmen

Nervenkitzel, Spaß und Naturerlebnis!
Über glitschige Felsvorsprünge rutschen wir sitzend in die Tiefe. An Felsvorsprüngen springen wir zum nächsten Gumpen ins kristallklare Wasser oder kletterten das enge Bachbett entlang. Der Lauf des Wassers gibt die generelle Richtung vor. Spektakuläre Passagen wechseln sich mit ruhigen ab. Auf wilde Schönheit folgen schmucke Details. Drei Stunden dauert die Tour über Steine und Felsen hinweg, durch Wasserfälle und Gumpen in der manchmal nur einen Meter breiten, aber fast drei Kilometer langen Schlucht der Strubklamm. „Die teilweise fast 200m hohen Felswände verlangen von den `Schluchtlern´ – so nennt man Canyoning umgangssprachlich auch –  körperlich einiges ab, sodass eine gute Kondition und Durchhaltevermögen gefragt sind“, so Anton.

Einer der Höhepunkte ist ein acht Meter-Sprung. Die Begeisterung über dieses Abenteuer und Naturerlebnis ist zwar groß, doch nicht jeder mag über solche Höhen springen. Und was passiert, wenn man sich nicht traut, von einem Felsen in einen „Gumpen“ zu springen? Niemand ist zu einem Sprung gezwungen, die Canyoningführer haben das passende Material zum Abseilen mit dabei. Natürlich ist das Klettern im Gebirgsbach nicht ungefährlich. Die richtige Vorbereitung ist gerade bei Einsteigern besonders wichtig, sagt Brandauer, der auch der Leiter der Canyoninggruppe Nord bei der Bergrettung Salzburg ist.
Mit der richtigen Canyoning-Ausrüstung und entsprechend geschulten Guides ist das Risiko, bei diesem Sport zu verunglücken, nicht höher als bei anderen. Unbedingt wichtig und ideal sind als Tourguides geprüfte Canyoningführer. Auch dürfen die Gruppen nicht zu groß sein. Der qualifizierte Führer weiß genau, wann ein Sprung oder ein rasanter Rutsch über glitschige Abhänge sicher ist und wann nicht und achtet auf die Sicherheit bei der Tour. „Beliebte Touren sind in unserer Gegend neben der Strubklamm auch der Almbach und der Altersbach bei Mondsee“ erzählt Anton.

 

 

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