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Salzburg tanzt

you are here: Unter diesem Festivalmotto wird die Stadt Salzburg von 3. bis 13. Juli Schauplatz internationaler Performance-Kunst.
you are here steht auch auf den Stadtplänen sämtlicher Metropolen der Welt, nebst einem großen roten Punkt, um den Besuchern die ungewohnte Umgebung nahe zu bringen. Sie sind in Salzburg!

Hier gibt es alles und seit Jahrzehnten findet das Tanz- und Theaterfestival SommerSZENE im Zentrum der Altstadt sein Publikum. Schon als „Szene der Jugend“ Anfang der 1970er Jahre, wurde der öffentliche Raum zu Schauplatz und Bühne für Interventionen genutzt. Eine Tradition, die von der neuen Intendantin Angela Glechner im ersten von ihr kuratierten Programm weitergeführt wird.


Zunächst bevölkert eine gemischte Horde Tiere das Vordach des SZENE-Hauptquartiers im ehemaligen Stadtkino, seit 2001 unter dem Namen republic – state of the arts als offenes Kulturhaus für nationale und internationale Veranstalter geführt und auch unter der neuen Geschäftsführung eine der Kernkompetenzen des Vereins SZENE selbst. Das Gebäude selbst tritt durch die Intervention wie eine Schaubude oder Geisterbahn auf und gibt sich zu erkennen als Ort, an dem man das Außergewöhnliche erleben kann.  Die Tiere tragen einen zentralen Punkt am Körper, der, als Zentrum eines Zielkreises, an ihren Ursprungskontext aus dem Bogensport erinnert. Mit ihrer Installation Alle ins Gold stellt die Salzburger Künstlerin Barbara Musil die lebensechten Modelle sowie die Besucher ins Zentrum der Zielscheibe als quasi am eigenen Positionspunkt angekommen.


Ein weiterer Künstler, der vorgefundenen Raum adaptiert und in neue, ortsspezifische Kontexte setzt, ist Willi Dorner. Der Choreograph möchte mit seiner 1999 gegründeten Kompanie den Zauber des scheinbar Normalen im städtischen Raum aufzeigen. In seinem Projekt bodies in urban spaces zwängt sich eine Gruppe von Tänzerinnen und Tänzern an ausgewählten Stellen in die örtliche Architektur. Diese optische und gedankliche Irritation lädt Passanten, Bewohner und Zuschauer ein, ihre eigene Stadt neu zu sehen und zu begehen. Die speziell für Salzburg choreographierten menschlichen Raumkörperskulpturen ermöglichen andere, überraschende Sichtweisen auf die gewohnte Umgebung und führen vom Platzl in der Salzburger Altstadt über den Makartplatz zum Müllnersteg ins Stadtwerk Lehen.
Von der Umgebung der Stadt zurück zur Bühnenkunst, die Menschen bewegt. Eine der Lieblingsproduktionen von Intendantin Glechner steht gleich zu Eröffnung des vielseitigen, überwiegend aus Österreich-Premieren bestehende Performance-Festes am Programm.

Das preisgekrönte Stück enfant des französischen Ausnahmechoreografen Boris Charmatz beginnt mit einem Maschinenballett, dessen bedrohliche Raummacht nach und nach von Kindern übernommen und überrumpelt wird. Charmatz treibt mit seinen Kreationen die Tanzszene voran, fordert die Zuschauer und zeigt körperlich intensive Arbeiten, die an der Schnittstelle zur bildenden Kunst und zur Philosophie radikale Formate wählen. Diese Konsequenz begeistert nicht nur Angela Glechner sondern ebenso Sabine Breitwieser: Die neue Direktorin des Museum der Moderne am Mönchsberg konnte als Kuratorin des Museum of Modern Art in New York schon zuvor mit Boris Charmatz die Realität im performativen Dialog befragen. Die Künstlergespräche im Anschluss an die Aufführungen laden das Publikum in Salzburg ebenso dazu ein.

Das Festival SommerSZENE bietet an elf Tagen siebzehn Projekte an acht Schauplätzen:  you are here!

Anton-Neumayr-Platz 2

5020 Salzburg, Austria
T +43 662 84 34 48
www.szene-salzburg.net

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