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Reiseführer durchs Andräviertel

Wer an Salzburg denkt, dem fällt meist zuerst die barocke Pracht der UNESCO-geschützten Altstadt ein. Salzburg kann aber auch urban. Bestes Beispiel dafür ist das Andräviertel. Hier geben sich Salzburgs Kreative die Klinke in die Hand und wer durch die von Bäumen gesäumte Franz-Josef-Straße flaniert, der könnte fast meinen, er befände sich in Wien oder Paris. Wir haben den besonderen Charme des Andräviertels eingefangen und einen kleinen Reiseführer für das Viertel zusammengestellt.

Eine kurze Geschichte des Andräviertels
Wie viele wichtige Städte war auch Salzburg lange Zeit von einer Stadtmauer umgeben. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese jedoch wegen der moderneren Kriegsführung überflüssig und deshalb abgetragen. Die Steine wurden zur Regulierung der Salzach genutzt und an der ehemaligen Stadtmauer entstand neuer Raum, der angesichts steigender Bevölkerungszahlen städtebaulich genutzt wurde. Seit dem Neubau der Andräkirche nannte man diesen Teil der Salzburger Neustadt schließlich Andräviertel.

Architektur: Signore Ceconis Spielwiese
Charakteristisch für das Andräviertel sind die imposanten Bürgerhäuser, von denen viele der berühmte Architekt Valentin Ceconi entworfen hat. Die ältesten davon sind die sogenannten Faberhäuser in der Rainerstraße. Sie sind im sogenannten Ringstraßenstil gehalten und sorgen für das charakteristische Wiener Flair des Andräviertels.

Schlafen: Ruhige Lage für tiefe Träume
Das Andräviertel wird öfter auch das „Paris von Salzburg“ genannt, lärmmäßig haben die beiden Städte aber nichts gemein. Wer auf tiefen Schlaf steht, ist hier genau richtig. Für kleine Geldbörsen bietet sich das Yoho an. Zentrale Lage, verträgliche Preise und große Wahrscheinlichkeit, dass man mit anderen Reisenden in Kontakt kommt.
Ein Highlight für alle, die sich verwöhnen lassen wollen, ist das Hotel Auersperg. Verlockend ist das Bio-Frühstück, liebevolle Details und der entspannende Garten mitten in der Stadt.

Kulinarik: Von Italien nach Istrien und zurück
Auch in Sachen Kulinarik steht das Andräviertel seinem großen Bruder Wien um nichts nach. Eine echte Genussmeile ist zum Beispiel die Wolf-Dietrich-Straße. Hier findet man zwei Lokale, die sich in den letzten Jahren von Geheimtipps zu echten Musts gemausert haben: In Alfonso Martones Pasta e Vino bekommt man die vermutlich beste Pasta der Stadt, serviert von echten Italienern. Ein Stück Neapel in Salzburg, das man erlebt haben muss! Einen kleinen Spaziergang weiter dreht es sich immer noch um Italien: Bei organic Pizza Salzburg gibt es Bio Austria-zertifizierte Pizzen, die noch dazu länglich. Ausgefallen aufgefallen.
Wen es kulinarisch auf die andere Seite der Adria zieht, der ist in der Konoba ISTRA richtig – hier servieren Sina und sein Team exzellten Fisch und istrische Trüffel. Und auch hier wird Charme und Authentizität ganz groß geschrieben! Um Fisch dreht sich übrigens auch alles in der kleinen Pescheria Backi, die hier als Geheimtipp nicht fehlen darf.
Für alle Kaffee -und Kuchen-Fans: Unbedingt ins Café Fingerlos und ins nahe gelegene Café Wernbacher schauen.

Kultur: Theater für Groß und Klein
Was wäre die Festspielstadt Salzburg ohne Kunst und Kultur? Auch im Andräviertel ist man damit bestens versorgt: Erste Adresse ist das Toihaus Theater, ein kleines aber feines Theater, das sich seit über 30 Jahren mit seiner experimentierfreudgen und mutigen Programmgestaltung einen Namen gemacht hat. Ganz besonders bekannt ist das Theater auch für sein Kinder- und Jugendprogramm, zum Beispiel beim Bim Bam Festival, das im Abstand von zwei Jahren internationale Größen des Genres nach Salzburg bringt. In der Academy Bar gleich neben dem Theater und im Pavilion des Zwergerlgartens gibt es immer wieder spannende Ausstellungen.

Im Freien: Picknick im Park
Für eine Spaziergang oder auch ein Picknick im Park eignet sich der Kurgarten, der rund um den Rosenhügel zum Entspannen einlädt. Hier ist übrigens ein Teil der ehemaligen Stadtmauer erhalten geblieben. Im bekannten Zwergerlgarten steht man auf der ehemaligen Bastion und bekommt einen Eindruck, wie es früher hier ausgesehen haben mag.

Einkaufen: Ein Markt zum Verlieben
Jeden Donnerstag verwandelt sich das Viertel rund um die Andräkirche in einen pulsierenden Markt, den man in ganz Salzbug als „Schranne“ kennt. Auf der „Schrona“ trifft sich bis heute Jung und Alt, Marktschreier buhlen um Kunden und die regionalen Bauern des SalzburgerLandes bieten ihre frischen Waren an. Ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte! Wer unter der Woche frisches Obst und Gemüse kaufen möchte, der geht auf den kleinen Markt aus grün lackierten Holzbuden, der in der Franz-Josef-Straße steht. Ein Geheimtipp ist das Marktbeisl, das mittags gute Hausmannskost zu vernünftigen Preisen serviert – Marktcharme inklusive!

Ausgehen: Vom Keller in den Himmel
Wer den ganzen Tag durch Salzburgs Gassen und Museen gezogen ist, darf sich abends ruhigen Gewissens ein Glässchen genehmigen. Das Andräviertel bietet einige tolle Adressen für einen entspannenden Aperitif oder Absacker, zum Beispiel die hippe Academy Bar, das charmante Café Wernbacher oder das Bellini’s am Mirabellplatz. Wem der Sinn nach Cocktails in gediegenem Ambiente steht, der geht in die neue IMLAUER SKY Bar, die nicht nur mit traumhaftem Panorama, sondern auch mit hervorragender Gastronomie glänzt. Im Untergeschoß lockt der PitterKeller mit köstlichen Bieren und urigem Ambiente. Da bleibt man gerne länger sitzen.

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