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Pinzgauer Fleischkrapfen

Wer bei diesem Titel gleich an die saisonal momentan in aller Munde liegenden Faschingskrafen denkt, der irrt! Die Geschmacksknospen können gedanklich von marillig-süß auf würzig-deftig umgestellt werden, denn die Pinzgauer Fleischkrapfen sind das ideale Gericht für die eisig kalten Temperaturen des Winters.

Zurück von einem langen Spaziergang, einer Schneeschuhwanderung oder Skitour unter blauem Himmel sind die Lungen gefüllt mit kalter Luft, doch der Magen ist leer und schreit nach einem wärmenden Essen. Die Pinzgauer Küche mit ihren Klassikern wie Kasnockn, Bladln oder Erdepfinidei ist speziell in dieser Jahreszeit der richtige Energielieferant für ausgekühlte Wanderer.

Oliver Altenberger hat aus den, von seiner Uroma überlieferten, Rezepten ein Kochbuch erstellt: „Pinzgauer Kost und no a wench drüwa außi gschaud“. Das Besondere an diesem Kochbuch mit heute teilweise kaum noch bekannten Köstlichkeiten aus der Region, ist nicht nur, dass die 80 bodenständigen Speisen durchwegs ausgesprochen lecker sind, sondern auch dass die Rezepte zweisprachig im Pinzgauer Dialekt und Deutsch verfasst sind. Oliver Altenberger ist ein pädagogisch ausgebildeter Kochlehrer aus Uttendorf und verspricht: „Man benötigt für diese Speisen wenig Zutaten und kann sie ganz leicht nachkochen!“

Vorsicht: Für die erste Version des Rezeptes braucht man zwar keine fortgeschrittenen Kochkenntnisse – aber dafür gute Kenntnisse des Pinzgauer Dialekts.

Zutaten für 10 Portionen

1/4 l Müch
1/4 kg Roggnmö
1/4 kg Woaznmö
6 deka Schmoiz
Soiz
25 deka greichats Rindfleisch
25 deka Speick
25 deka Gsöchts
1 Zwiefi
Pfeffa
Pedasü
Schmoiz zan Außabochn  

Roggnmö, Woaznmö und Soiz zom in an großn Weidling geim. De Müch mitn Schmoiz aufkochn lossn, üwas Mögmisch schittn und zu an heschtn Toign knetn. An feschdign Toag in a Hangal eiwickin und oa Stund lunzn lossn. S`Rindfleisch, an Speick, des Gsöchte und an Pedasü fei hockn. An Zwiefi an Schmoiz oschwitzn und des onare gschniedne Zoig dazuadoa. A wench oröstn und de Pfonn auf d`Seit schiam. An Toag mitn Nudlwoiga dünn auswoign und mit an Ausstecher 10 cm große Flenggn außa stechn. Auf oana Höftn mit Fleisch füün und zommschlogn. De Randl fest zommdruckn und nid hudln, wei woma si zfü schleind, is leicht migla, dass beim Außabochn de Füü wieda außa druckt. An Schmoiz no außabochn und feschdig is de guade Kost! Aus Beilog is am bestn a gschmachigs Sauakraut.  

Und hier die deutsche Übersetzung…

Zutaten für 10 Portionen
1/4 l Milch
1/4 kg Roggenmehl
1/4 kg Weizenmehl
60 g Butter
Salz
250 g Rindfleisch geräuchert
250 g Speck
250 g Geselchtes
1 Zwiebel
Pfeffer
Petersilie
Butter zum Herausbacken

Roggenmehl, Weizenmehl und Salz zusammen in eine große Schüssel geben. Die Milch mit Butter aufkochen lassen, über das Mehlgemisch schütten und zu einem harten Teig kneten. Den fertigen Teig in ein Geschirrtuch einwickeln und eine Stunde rasten lassen. Das Rindfleisch, den Speck, das Geselchte und die Petersilie fein hacken. Die Zwiebel im Butter anschwitzen und die anderen geschnittenen Zutaten dazu geben. Ein wenig anrösten, dann die Pfanne auf die Seite schieben. Den Teig mit einem Nudelholz dünn ausrollen und mit einem Ausstecher 10cm große Fladen ausstechen. Auf einer Hälfte mit Fleisch füllen und zusammenschlagen. Die Ränder fest zusammendrücken und nicht zu hastig arbeiten, weil wenn man sich zu sehr beeilt, ist es leicht möglich, dass beim Herausbacken die Fülle wieder herausgedrückt wird. In Butter noch herausbacken und fertig ist das gute Essen! Als Beilage ist am besten ein wohlschmeckendes Sauerkraut.

Zum Kochbuch: „Pinzgauer Kost und no a wench drüwa außi gschaud“ von Oliver Altenberger 188 Seiten, über 80 Rezepte,  TAURISKA Verlag ISBN 978-3-901257-41-4 Im gut sortierten Buchhandel oder bei TAURISKA (www.tauriska.at, office@tauriska.at, Mobil +43 (0)664 5205203) erhältlich

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