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Nostalgie-Skirennen

Schigeschichte kann im SalzburgerLand nicht nur in zahlreichen Heimatmuseen bestaunt werden. Bei spannenden Nostalgieskirennen wird das historische Skimaterial aus Kellern und Dachböden geholt und unerschrockene Skisportler wagen sich mit Skiern von „anno dazumal“ auf die Piste.

Zwoa Brettl a g´führiger Schnee – Juchee!
Der Schnee, auf den die Rennsportler talwärts rutschen und die brennenden Wadeln, sind über die vielen Jahre die einzigen Konstanten geblieben. Ein rustikales Jopperl, Fellstola, dicke selbstgestrickte Stutzen, Keilhosen oder Lodenrock, waren um 1900 die adäquate Rennbekleidung, wenn die Urgroßeltern mit ihrer nostalgischer Skiausrüstung an den Start ihrer Skirennen gingen.

Holzski unverleimt ohne Stahlkanten und Belag, Backenbindung ohne Fersenfixierung, lederne Schnürschuhe und zum Lenken und Bremsen ein langer Stock waren damals der letzte Schrei am Material-Sektor. Doch durfte es später schon etwas moderner sein: Haselnussstöcke mit Lederkreuzteller, Kandaharbindung und geschraubte Kanten revolutionierten den Skisport und der Parallelschwung hielt Einzug in die Skitechnik.

1. Auflage der Österreichischen Nostalgie-Skimeisterschaft in Embach
„Zwoa Brettl, a g`fiariga Schnee“ – unter diesem Motto startet am 11. März 2017 die 1. Auflage der Österreichischen Nostalgie-Skimeisterschaft in Embach. Nostalgieskifans können sich in den Klassen „Kandahar“ oder „Moderne Oldies“ messen. Die wahren Profis treten in der Königsklasse mit kantenlosen Original-Holzskiern aus den Jahrgängen bis 1935 gegeneinander an. Gewertet werden die Läufer unter professioneller Zeitmessung des Schiclub Embach beim spannenden „Hörndl-Cross“ sowie dem klassischen „Nostilauf“. Die österreichischen Meister werden anschließend bei Tanz und Unterhaltung im Krämerwirt geehrt. Nähere Infos zum Programm und Teilnahmebedingungen unter www.nostalschi.at

Nostalskirennen auf der Zeller Schmittenhöhe
Jeden Faschingssamstag treffen sich in dem Wintersportort Zell am See um die 200 mutige Nostalgie-Skifahrer aus Österreich, Deutschland, Slowenien und Tschechien, um auf den Pisten der Schmittenhöhe ihre Sieger zu ermitteln. Wer also jedes Jahr im Februar im Skigebiet der Schmittenhöhe unterwegs ist, sollte sich nicht wundern, wenn um 10 Uhr beim Massenstart des Hermann Kaufmann Gedächtnis-Fernlaufes nostalgische Gestalten vom Gipfel der Schmitten bis zum Ziel am Stadtplatz schwingen.

Dort, am Stadtplatz, kann in Ruhe das nostalgische Material begutachtet werden und auch dem Servicemann beim Wachseln der historischen Bretter über die Schultern geschaut werden. Pünktlich um 12 Uhr marschieren die Sportler allerdings wieder auf die Piste – denn der ,Neb´n a nont‘-Slalom (Parallel-Slalom) fordert erneut skifahrerisches Geschick. Und Geschick und gute Technik sind durchaus vonnöten, wenn man auf Holzbrettern ohne Kanten durch den selektiven Kurs navigieren möchte.

Skifahren anno dazumal!
Auch im Salzburger Wagrain wird NostalSki gelebt! Jeden zweiten Sonntag im März  steht Modernität an zweiter Stelle. Die Tradition des Skisports wird hier in einem Parallellauf in den Kategorien „Weiberleit mit und ohne Kanten“ und „Mannaleit mit und ohne Kanten“ praktiziert.

Der Verein „Leogang anno 1900“ veranstaltet sogar alle zwei Jahre eine Nostalski-WM. Seit dem Jahr 2004 treffen sich mutige Nostalgiker zur waghalsigen 3,6 km langen Abfahrt über eine unpräparierte Skiroute und einem spektakulären Riesentorlauf am Schanteilift.

Fotos: www.nostalski.com, www.nostalschi.at

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