Die Brüder Thomas und Stefan Rettengger stammen aus Pfarrwerfen und sind erfolgreiche Sportler in der Nordischen Kombination. Wir haben die beiden zum Interview getroffen und haben erfahren, wo im SalzburgerLand sie optimale Trainingsbedingungen finden, wie sie ihre Zeit abseits des Trainings verbringen und welche Ziele sie für die kommende Saison verfolgen.
Die Brüder Thomas und Stefan Rettengger stammen aus Pfarrwerfen und sind erfolgreiche Sportler in der Nordischen Kombination. Sie standen im Weltcup bereits gemeinsam am Podest und waren Teil des österreichischen Aufgebots bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien. Im Teamwettbewerb konnte Stefan Rettenegger dort gemeinsam mit dem Tiroler Johannes Lamparter die Bronzemedaille holen.
Wir haben die beiden zum Interview getroffen.
Aufgewachsen in der Bergwelt
„Wir haben als Familie sehr viel Zeit in den Bergen verbracht. Unser Vater ist Bergretter und auch unsere Mutter liebt die Berge. Draußen zu sein, zu wandern und uns zu bewegen hat schon in der Kindheit immer sehr viel Spaß gemacht. Auch das Essen auf den Hütten hat mir sehr geschmeckt“, erinnert sich Thomas Rettenegger. Besonders oft waren sie am Werfener Hochthron, oft einfach nur als „Thron“ bezeichnet. Auf der Werfener Hütte genossen sie die Bergluft in 1.969 Meter Seehöhe. Es handelt sich um die höchste bewirtschaftete Schutzhütte im Salzburger Tennengebirge. Auch mit Alpin- und Tourenskiern waren die Retteneggers sehr häufig auf den Bergen anzutreffen.
Heute lebt Stefan Rettenegger gemeinsam mit seiner Verlobten Lena in Innsbruck, während sein Bruder mit Freundin Annabella eine Wohnung in Rif ganz in der Nähe des Olympiazentrums Salzburg-Rif bezogen hat. „Meine Krafttrainings absolviere ich immer im Sportzentrum drüben. Dort herrscht eine lässige Atmosphäre und es ist eine echt coole Anlage. Es ist toll den Athletinnen und Athleten bei anderen Sportarten zuschauen zu können und sich mit ihnen zu unterhalten“, so Thomas Rettenegger. Mit den Skirollern ist er dort und am Rossfeld sehr oft am Trainieren. Ebenfalls ein wichtiger Programmpunkt in seinem Sommer- und Herbsttraining sind Einheiten auf dem Rennrad. Das SalzburgerLand ist dafür bester Boden. Touren zum Gaisberg in Salzburg, zum Fuschlsee oder zum Wolfgangsee sorgen für die nötige Grundausdauer.
Von der selbst gebauten Schanze zum Kulm
Zur Sportart Nordische Kombination gekommen sind die beiden Brüder über ihren Onkel, der selbst Skispringer war. Begonnen hatten die beiden Burschen mit Sprüngen auf selbstgebauten Schanzen. Die Steigerung ihrer Leistungen ging rasch voran. Und im Februar und März 2026 gab es dann sogar die Weltpremiere der Nordischen Kombination auf einer Skiflugschanze, am Kulm in Bad Mitterndorf.
Thomas gilt als besonders guter Springer, der in der kommenden Saison auch sein Laufpotenzial noch einmal steigern möchte. Ausgleich zum Sport finden er und seine Lebensgefährtin unter anderem bei Ausflügen in die Stadt Salzburg.

Springen in Bischofshofen
Stefan Rettenegger, der mittlerweile in Innsbruck lebt, kommt immer wieder zurück ins SalzburgerLand, um seine Familie zu besuchen. Eine Klettertour mit dem Papa oder Trainingseinheiten mit Bruder Thomas in Rif stehen dann am Programm. Auch der Golfsport macht ihm großen Spaß.
An seine Schulzeit im Skigymnasium Saalfelden hat Stefan beste Erinnerungen: „Es war eine wunderschöne Zeit für mich und richtig cool mit all den sportbegeisterten Leuten zusammen zu sein.“ Neben dem Krafttraining in Rif, trainiert Stefan auch regelmäßig auf der Skisprungschanze in Bischofshofen. Das große Ziel für die kommende Saison ist, sehr gut im Weltcup abzuschneiden und natürlich die bevorstehende Weltmeisterschaft 2027 im schwedischen Falun. „Beim Langlauf weiß ich, dass ich auf einem sehr guten Niveau bin. Es ist unglaublich wichtig, dass ich beim Skispringen gute und konstante Leistungen hinbringe, daran arbeite ich gerade“, so Stefan Rettenegger. Der Sommer sei sehr erfolgreich für ihn verlaufen. Das Training wurde nie durch Krankheiten unterbrochen und auf der Schanze, konnte er gute Schritte nach vorne machen. „Das alles stimmt mich sehr positiv und es geht in dir richtige Richtung“, zeigt sich Stefan Rettengger zufrieden.