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Gruselwandern in Salzburg

Wer es liebt, sich zu gruseln und grausame, blutrünstige Geschichten, Sagen und Legenden anzuhören, ist bei der Gruselwanderung durch Salzburgs Altstadt genau richtig. Der Hexenprozess und die Hexensabatte im 17. Jahrhundert sind ein wesentlicher Bestandteil dieser ausgefallenen Führung. Gänsehaut garantiert auch das Buch von Clemens M. Hutter. Auf 59 Routen führt er Leserinnen und Leser an die Schauplätze dieser Hexenjagd und zu Hinrichtungsstätten.

Wenn die Nebel um die Häuser wabern, es früh dunkel wird und Waldkäuze ihr unheimliches Lied anstimmen, sind Gruselwanderungen besonders spannend. In der Stadt Salzburg schildert Fremdenführerin Sabine Rath an unterschiedlichen Schauplätzen Schauriges. Eine der berühmtesten Legende bezieht sich auf die Festung Hohensalzburg. Dort soll eine „weiße Frau“ in Vollmondnächten ihr Unwesen getrieben haben. Jeder der sie zu berühren wagte, war danach verwirrt und wurde in die Christian-Doppler-Klinik eingewiesen.

Gruselschauer garantiert

Jede Menge Gruselschauer rieseln bei den Ausführungen von Fremdenführerin Sabine Rath über den Rücken. Sie beschreibt die unterschiedlichen Foltermethoden, die im Rathaus, am Waagplatz und in der neuen Residenz praktiziert wurden. Die Fremdenführerin bot ihrem Publikum ein umfangreiches Programm zum Schaudern. Sie vermittelte einen guten Eindruck über das Leben, die Ängste und den Alltag unserer Salzburger Vorfahren. Manchmal wurde  man aus der  fesselnde Stimmung durch das rege Treiben auf den Straßen, laute Musik, Gelächter und Gesprächen aus den Cafés und einer zufällig stattfindenden glamourösen Modenschau kurzzeitig herausgerissen und in das heute versetzt.

Jenen die mehr über Hexen und Zauberer in Stadt und Land Salzburg erfahren möchten, empfiehlt sich das 269 Seiten zählendene Buch von  Clemens M. Hutter „Gruselwandern in Salzburg“ (Anton Pustet Verlag; 2018). Darin beschreibt der Autor kurzweilig 59 Wander-Routen. Anschaulich erklärt er Hintergründe und Ursachen der Verfolgungen. Begriffe wie „Hexenkunst durch Drogen“, „Hexenmacht“ und „Teufelsbündnis“ werden ebenfalls erwähnt. Clemens M. Hutter beschreibt auch die Hintergründe zur „weißen Frau“ auf der Festung Hohen Salzburg. Zudem erzählt er über die Zauberer-Jackl-Hysterie. Diese forderte in Salzburg im 16. und 17. Jahrhundert rund 140 Opfer. Damit zählt sie zu den blutigsten Hexenjagden im deutschsprachigen Raum. Fast drei Viertel dieser Opfer waren übrigens Buben und Männer. Hier geht es zum Buch.

 

Fotos © wildbild.at

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