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Ein Tag in der Skischule

Blauer Himmel, Sonnenschein und jede Menge glitzernder Schnee: so empfing St. Johann Alpendorf unseren Autor Peter Zeitlhofer an einem wunderschönen Wintermorgen. Für den leidenschaftlichen Snowboarder ging es seit langer Zeit wieder einmal in den Skikurs. Und er machte eine ungeheure Entdeckung: Schüler, die jede Menge Spaß am Lernen haben!

Beim Verlassen der Bergstation finde ich mich plötzlich in einer scheinbar anderen Welt wieder. Um mich herum ein bunter Haufen fröhlicher Menschen, die in Skianzügen herumlaufen, sich in den verschiedensten Sprachen unterhalten und einen wahnsinnigen Spaß zu haben scheinen. Ich muss wohl einen ziemlich verwirrten Eindruck machen, denn sofort kommt Gerhard Sint, Leiter der Skischule Rot-Weiß-Rot in St. Johann-Alpendorf, winkend auf mich zu und streckt mir lachend die Hand entgegen. „Denk dir nichts, so geht es bei uns jeden Morgen zu, wenn sich die Gruppen hier oben treffen. Das ist erst einmal der absolute Ausnahmezustand, aber das legt sich in der Regel schnell.“ Und tatsächlich scheint wie durch Zauberhand Ordnung in das Chaos zu kommen, und eine Gruppe nach der anderen verlässt den Platz vor der Bergstation.

Pizzaschnitten für die Zwergerln

Wie aus dem Nichts trifft mich etwas im Rücken und noch bevor ich realisiere, woher ich denn so plötzlich angegriffen werde, packt mich Skilehrerin Nienke am Arm und zieht mich zu Boden. „Versteck dich, sonst war das nicht der einzige Schneeball, der dich heute treffen wird“, ruft sie freudenstrahlend und wirft einen Ball zurück auf die ausgelassene Meute um uns. „Bei den Zwergerln im Ski-Kindergarten kann man nicht den ganzen Tag Technik unterrichten. Da verlieren sie schnell das Interesse und wollen nach Hause. Also spielen wir, machen immer wieder Pausen und lassen den Spaß nicht zu kurz kommen. So haben die Kleinen eine super Zeit – und wir natürlich auch“, erzählt die sympathische Holländerin, während sie ihre“ Kinder zusammentrommelt, um mit ihnen die Pizza – so nennt man den Schneepflug heute korrekt – und die ersten Bögen am Hang zu üben.

Neue Sicherheit für Wiedereinsteiger

Im Anschluss daran fahre ich zum Sessellift weiter, wo ich mich mit Jeff und seiner Gruppe verabredet habe. Der Amerikaner kommt schon seit vielen Jahren in den Pongau, um sein Wissen an erwachsene Wiedereinsteiger weiterzugeben. „Es ist genauso wie bei den Anfängern“, erzählt er in seinem American-Deutsch“. „Die einen brauchen nur ein paar Schwünge, um wieder drinnen zu sein, die anderen halt ein bisschen länger. Aber eines haben alle gemeinsam: Der Spaß am Skifahren lässt auch beim Wiedereinstieg nicht lange auf sich warten“. Was mir Osman bestätigt. Etwas außer Atem erzählt mir der Düsseldorfer, dass er sich niemals gedacht hätte, dass die Begeisterung so schnell zurückkommen würde. „Meine Frau und ich haben wegen der Kinder wieder angefangen, Ski zu fahren, nachdem die Bretter über 10 Jahre im Keller standen. Uns war es wichtig, dass auch sie Skifahren lernen und erleben, wie schön es ist, in den Bergen unterwegs zu sein.“ Auf die Frage, ob es denn notwendig sei, einen Skikurs zu machen, nickt er energisch: „Absolut, denn nur so bekommt man die Sicherheit zurück.“

Geniale „Lines“ für die Kids

Am Nachmittag dieses herrlichen Wintertages schließe ich mich Sebastian und seiner Gruppe an. Der Student unterrichtet in den Ferien und ist heute mit den fortgeschrittenen Jugendlichen unterwegs. „Technisch brauche ich diesem wilden Haufen nicht mehr viel beizubringen. Bei mir geht es eher um die Sicherheit und darum, dass sie verstehen, dass man am meisten Spaß am Berg hat, wenn man sich an die Pistenregeln hält und gefährliche Situationen vermeidet.“ Ein paar Mal fahre ich mit ihnen die Pisten hinunter, sehe zu, wie Sebastian den Kids zeigt, wie man den Berg am besten nutzt. Linien, die einem selbst nicht einfallen würden. Genial! In der Buchauhütte treffe ich dann noch einmal Gerhard Sint. Bei einem Kaffee sagt er: „Das Allerwichtigste ist, dass der Skikurs Spaß macht, und dass die Skilehrer den Schülern die Begeisterung für den Schnee, die Berge und der Bewegung mitgeben. Das gilt für Erwachsene genauso wie für die Kids und die Zwergerl.“ Es scheint, als mache das Team der Skischule Rot-Weiß-Rot einen ziemlich guten Job. Da hab sogar ich noch etwas gelernt. Mit Spaß!

Fotos ©SalzburgerLand Tourismus

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