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Dosenfieber

Es grassiert unaufhaltsam, das Dosenfieber. Erste Symptome sind auffällig unauffälliges Annähern zu scheinbar unscheinbaren Stellen, wiederholte verstohlene Blicke auf das GPS in der Hand, ein für Außenstehende unverständliches Gemurmel von „Muggels“, „FTFs“, „Travel-Bugs“und „Multis“ und einem glücklich-triumphierenden Gesichtsausdruck nach erfolgreicher Suche.

Schatzsucher hat schon seit jeher ein Hauch von Mythos und Abenteuerlust umgeben und auch das Internet-Zeitalter hat seine eigene Spezies, die der elektronischen Schatzsucher, hervorgebracht: Die Geocacher (Geo= griechisch für Welt, Cache= englisch für (geheimes) Lager)!

Weltweite Schnitzeljagd mit Suchtpotential
Die weltweite GPS-Schnitzeljagd „Geocaching“ fand im Jahr 2000 seinen Ursprung, als das GPS-Netz die Genauigkeit für private Nutzer von 100 m auf 10 m erhöhte. Dave Ulmer, der Ur-Geocacher aus Amerika, vergrub am 3. Mai 2000 in Portland die erste „Dose“ – einen Plastikeimer mit diversen Tauschgegenständen – und veröffentlichte die Koordinaten N 45° 17.460 W 122° 24.800  im Internet. So startete ein weltweites Spiel, bei dem an besonderen Orten Behälter mit Tauschobjekten und einem Logbuch versteckt werden. Spezieller Reiz des Geocachens ist es, sich nichteingeweihten Anwesenden nicht zu erkennen zu geben, was oft Geduld oder Ideenreichtum zum unbeobachteten Heben eines Versteckes erfordert.

Cacherhochburg SalzburgerLand
Das SalzburgerLand ist mit über 3.000 Verstecken eine Hochburg des Geocachings. Schon drei Mal fand im Pinzgau und der Stadt Salzburg ein sogenanntes „Mega-Event“ statt, bei dem sich hunderte Cacher aus allen Ecken der Welt trafen, um gemeinsam auf Schatzsuche zu gehen. Im Zuge des Mega-Events 2011 wurde von der Pinzgauer Geocaching-Community in Saalbach Hinterglemm ein fast 15 km langer Powertrail entlang der Saalach ausgelegt. Genug, also um einen ganzen Urlaub lang aus dem Dosenfieber nicht mehr herauszukommen. Bei monatlichen Treffen lokaler Cacher-Gruppen im ganzen Land sind Gäste herzlich willkommen und man tauscht sich über neue Verstecke und Lösungsvarianten für Rätsel-Caches aus.

Cacher sind umweltbewusst und darauf bedacht, keine Spuren zu hinterlassen. Oft werden bei den Verstecken persönliche Logenplätze gewählt und die Koordinaten führen die Suchenden zu den schönsten und geheimsten Plätzen des SalzburgerLandes. Abseits von Reiseführern und ausgetretenen Touristenpfaden kann man so das Land auf eine sehr individuelle Art kennenlernen und sich im Schatzfieber von einem Traumplatzerl zum nächsten führen lassen.

Wen nun die Gier nach Gold und Geldnoten gepackt hat, der muss leider weiterträumen, denn der „Schatz“ besteht nicht aus glitzernden Steinen. Meist sind es kleine Tauschgegenstände, die man aus den Plastikboxen mitnimmt, und dafür ein gleichwertiges Stück hinterlegt. Doch die herrlichen Aussichten, die traumhaften Logenplätze und das Gefühl, ein wahrer Abenteurer zu sein sind ohnehin mit keinem „echten“ Schatz vergleichbar.

Wer sich auf dieses Abenteuer einlassen möchte, und die GPS-Schnitzeljagd starten will, loggt sich auf www.geocaching.com ein, und bald wird auch er gepackt sein, vom Dosenfieber.

 

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